Preisabsprachen

Aufrufe 110 Mal bewertet mit „Gefällt mir” Kommentare Kommentar
Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war

Im Durchschnitt erhalten Anbieter, die mit einem Startpreis von 1 € einen Artikel einstellen die meisten und auch höchsten Angebote. Das klappt naturgemäß natürlich nicht immer.

Ja, und was machen dann die Unzufriedenen?

Es gibt jene, die einen Bekannten mitbieten lassen, und zwar entweder soweit, bis er den Wunsch-Verkaufs-Preis nahezu erreicht hat oder auch bis zum Gewinn der Auktion. Oft erhält der Unterlegene ein persönliches Angebot nachdem er verloren hat, natürlich zum Höchstgebot des Unterlegenen, etwas anderes lassen die Einstellungen bei Ebay ja auch gar nicht zu. Nur, wenn da manipuliert wurde, ist das Gebot natürlich zu hoch, denn ohne Preistreiberei hätte man den Artikel ja für 1 € erwerben können. Der unseriöse Verkäufer, der dann auch noch darauf hinweist, dass man ja bis zum Preis X mitgeboten hat, disqulifiziert sich durch diese Aussage natürlich völlig, denn zu dem Preis wäre es ohne Manipulation gar nicht erst gekommen.

Besonders schön kann man das bei Auktionen sehen, wo es nur 2 Bieter gibt, nämlich den, der den Artikel auch haben möchte, und den 2., der den Preis treibt.

Indizien für Preistreiberei? Bitte schön:

1. Man sehe sich das Bewertungsprofil für den 2. Bieter an, ist die letzte Bewertung sehr lange her, kann man schlecht auf Anhieb sehen, ob sich Verkäufer und 2. Bieter in der jeweiligen Wohnort-Nähe befinden.

2. Man achte auf die Begründung, weshalb man als Unterlegener wieder das "Glück" hat, den Artikel doch noch erwerben zu können, so gibt es z.B.: "Der Gewinner kann die Ware nicht abholen, weil sein Auto kaputt ist", etwa bis zu seinem Lebensende? Er könnte sie ja abholen, wenn sein Auto wieder läuft. Aber die Fantasie einiger Spezialisten kann ich an dieser Stelle bestimmt nicht toppen

Mein Tip: Wer überboten wurde, sollte das nicht gleich in "Mein Ebay" löschen, sondern nach 1-3 Wochen die Bewertungen von Verkäufer und Gewinner anschauen, gibt es für diese Auktion keine, kann zumindest der Verdacht der Preisabsprache entstehen. Bei dieser Gelegenheit kann man auch noch mal überprüfen, wieviele Mitbieter es gab, gerade wenn sowieso schon ein unschöner Verdacht aufgekommen ist.

Außerdem wird die Suche nach schwarzen Schafen - Ebay sei Dank - durch das neue Bewertungssystem erleichtert: clicken Sie sich auch gerne durch "Für andere abgegebene Bewertung". Entweder auffällig häufige oder komplett fehlende Bewertungen sind kein gutes Zeichen.

Ausnahme: Auch ich habe schon Dinge ersteigert, von denen ich wußte, dass ich sie wiederverkaufen möchte, da habe ich gebeten, mich nicht zu bewerten. Es kann also schon einen guten Grund für nicht abgegeben Bewertung geben.

Das neue Bewertungs- und Bietsystem mit anonymisierten Käuferdaten macht es leichter, Manipultionen zu verdecken. Datenschutz und Schutz der Privatsphäre ist ja nicht negativ zu bewerten, unsaubere Methoden zu fördern kann aber eigentlich nicht im Sinne einer harmonisch funktionierenden Ebay-Gemeinschaft sein.

Wer sich die entsprechende Mühe macht, kann weiterhin leicht herausfinden, wo zumindest der Verdacht auf Preistreiberei dringend ist.

Meldung bei Ebay braucht man eigentlich nicht mehr zu machen: es interessiert dort niemanden wirklich.

Also am besten sein Limit bieten und gut. Die allermeisten Artikel sind sowieso nicht selten, man findet sie immer wieder, vielleicht das nächste Mal günstiger.

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber