Praktisches Zubehör für Fahrräder: Trinkflaschen & -halter für jedes Bike

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Praktisches Zubehör für Fahrräder: Trinkflaschen & -halter für jedes Bike

Wie bei allen sportlichen Aktivitäten ist es auch beim Fahrradfahren sehr wichtig, dem Körper von Zeit zu Zeit Flüssigkeit zuzuführen. Möchte man nicht ständig vom Rad absteigen und in der Fahrradtasche nach der Wasserflasche wühlen, bieten sich die „normalen" Trinkflaschenhalter an. Diese lassen sich mit einigen schnellen Handgriffen am Rahmen des Fahrrades befestigen. Möchte man allerdings beide Hände während des Fahrens am Lenker behalten, müssen andere Lösungen her.

Die Rede ist hier von verschiedenen Fahrradtrinksystemen. Hier sind verschiedene Varianten am Markt erhältlich. Die Angebote reichen dabei von Komplettsystemen mit Rucksack über Trinkgürtel bis hin zu Trinksystemen für die üblichen PET-Flaschen am Rad. Dabei werden sinnvolle Zubehörteile angeboten, mit deren Hilfe Sie Ihr Trinksystem individuell verbessern können. Hier gibt es beispielsweise spezielle Kappen zum Staubschutz, Ventile mit Wasser-Stopp-Funktion oder Schlauchhalterungen und Ersatzmundstücke. Dass alle diese Produkte für alle möglichen Fahrradarten – von Touren- über Trekking- bis hin zu MTB- und Rennrädern – verfügbar sind, lässt sich leicht erraten.

Dieser Ratgeber möchte Ihnen somit einen kurzen Überblick über die bereits erwähnten Trinksysteme geben. Dabei erhebt er allerdings keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit. 

Was kommt in die Trinkflasche hinein?

Die Frage, was man überhaupt auf dem Rad trinken sollte, hängt auch ganz grundsätzlich von der Frage ab, wie Sie Ihr Fahrrad nutzen. Wenn wir uns körperlich bewegen, wird uns warm. Bei intensiver körperlicher Aktivität ist der Körper gezwungen, die erzeugte Wärme über den Schweiß nach außen zu leiten, um eine gesundheitsschädliche Übererwärmung zu verhindern. Bei starker sportlicher Beanspruchung kann der Körper gleich mehrere Liter Feuchtigkeit pro Stunde verlieren.

Eindeutige Werte sind dabei abhängig auch etwa von der Umgebungstemperatur und anderen Faktoren. Um dem Körper wieder seine verlorene Flüssigkeit zurückzugeben, müssen wir trinken, auch um die sportliche Leistung aufrechterhalten zu können. Hier ist mineralstoffreiches Wasser am besten geeignet. Es sollte einen Natriumgehalt von 400 mg/l und ein Calcium-Magnesium-Verhältnis von 2:1 aufweisen. Neben Wasser kann auch das Trinken von Apfel- oder Traubenschorlen hilfreich sein. Diese sollten jedoch in der Mischung mit Wasser bei einem Verhältnis von 1:1 (Apfel) bzw. 1:3 (Traube) genossen werden. Die Fruchtsäfte liefern dabei sowohl Elektrolyte als auch Energie, die für eine längere sportliche Aktivität nötig sind.

Wie viel sollte getrunken werden?

Dabei ist es wichtig, dass man sowohl vor, während und nach dem Radfahren trinkt. Fährt man länger als eine Stunde, sollte man vor allen Dingen regelmäßig trinken. Nur so erhält man die körperliche Leistungsfähigkeit, Konzentration und Koordination bei und vermeidet Kreislaufzusammenbrüche. Dabei sollte in regelmäßigen Abständen nur schluckweise kleine Mengen zu sich nehmen. Genug zu trinken zählt als Grundsatz auch für diejenigen, die Elektrofahrräder besitzen und damit unterwegs sind.

Ist man beispielsweise mit dem Rennrad unterwegs, sollte man bis zu einem Liter Wasser in der Stunde trinken. Dies ist besonders dann notwendig, wenn beispielsweise große Höhenunterschiede überwunden werden müssen. Manche empfehlen dabei auch eine Kombination aus Wasser und einem Power-Energizer-Drink. Dieser enthält neben Dextrose und Fructose auch zahlreiche Vitamine und Mineralien, um den Sportler optimal zu versorgen.

Insofern kann das Mitführen von zwei Trinkflaschen oder sogar einem Rucksack mit Trinksystem sinnvoll sein. Bei hohen sportlichen Belastungen sollte man sich immer im Klaren darüber sein, dass für die Erbringung von Leistung viel Flüssigkeit und Energie notwendig sind. 

Wichtige Entscheidungshilfen für den Kauf

Wie man sich vorstellen kann, ist das Angebot von Trinkflaschen und den entsprechenden Halterungen unüberschaubar groß. Dieser Umstand macht die Auswahl zusammenpassender Teile nicht gerade einfach. Im Folgenden gibt Ihnen der Ratgeber einige praktische Hinweise und Tipps.

Wie bereits angerissen, der Verbrauch von Flüssigkeit ist sehr individuell. Je höher der Berg ist, je mehr die Sonne brennt, desto öfter wird man zur Trinkflasche greifen müssen. Für lange und/oder anstrengende Touren bieten sich daher zwei Flaschen und zwei Flaschenhalter an. Diese sind vom Vorrat her in dem meisten Fällen identisch. Es gibt 0,5 Liter- und 0,75 Liter-Flaschen.

Dabei sind Fahrradflaschen und -halterungen – wie man im Gegensatz dazu denken könnte – alles andere als unproblematische Radkomponenten. Entweder die Flasche lässt sich nicht richtig in die Halterung hineinschieben. Oder – wenn sie schon einmal drinsteckt – lässt sich die Flasche nicht wieder herausnehmen. Dies kann auch noch problematischer werden, wenn Getränkereste die Flasche und/oder die Halterung verkleben.

Fährt man beispielsweise am Berg und ist nahe an der äußeren Belastungsgrenze, ist es kein Spaß, wenn die Flasche im Halter klemmt. Wenn die Flasche hingegen zu klein für die Halterung ist, klappert sie unter Umständen bei jeder kleinen Unebenheit. Das kann einen selbst oder die Mitfahrer die letzten Nerven kosten. Ganz zu schweigen von der Gefahr, dass man die Flasche ganz verliert.

Am besten ist es daher, dass man direkt auf ein Set aus Flasche und der dazugehörigen Halterung zurückgreift. Für Radsportler bieten sich dabei besonders Halterungen an, die aus besonders leichtem Material gefertigt sind, da hier zumeist jedes Gramm zählt. Diese Flaschenhalter sind deswegen aus Aluminium und sind nur wenige Gramm schwer. Einige Halterungen sind wiederum mit seitlichen Polstern versehen, die ein Klappern der Flasche in der Halterung verhindern sollen. Diese sind allerdings etwas schwerer. Wiederum andere Halterungen sind mit flexiblen Kunststoffhalterungen versehen, die auch größere Flaschen fassen können.

Die Montage der Halterung

Viele Fahrradrahmen weisen extra vorgefertigte Bohrungen für Flaschenhalter auf, mit deren Hilfe man die Halterungen bequem und einfach festschrauben kann. Sollten keine Bohrungen vorhanden sein, sind auch Fahrradhalteradapter am Markt erhältlich, mit deren Hilfe die Halter am Rahmen befestigen lassen.

Das Material der Flasche

Was die Trinkflaschen selbst anbelangt, so gibt es eine ganze Vielfalt an unterschiedlichen Materialien. Manche bevorzugen ein weicheres und nachgiebigeres Material wie zum Beispiel Polyethylen. Auf der anderen Seite der Skala stehen etwa Trinkflaschen mit einem soliden Körper. Hier sind etwa Flaschen aus Edelstahl, Aluminium und anderen Materialien im Angebot. Von Vorteil ist eine größere Flaschenhalsöffnung. Diese erleichtert die Reinigung und ist auch gut dazu geeignet, um isotonische Getränke einzufüllen.

Trinkflaschen sollten regelmäßig gereinigt werden, insbesondere der Trinkverschluss. Eine Schutzkappe über dem Verschluss hält Staub und Dreck fern. Nehmen Sie zur Reinigung eine kleine Bürste für den Flascheninnenraum. Einige Flaschen sind auch für den Geschirrspüler geeignet. Es ist also ratsam, auf die jeweiligen Gebrauchshinweise zu achten.

Alternative: Trinkgürtel

Auf dem Markt sind jedoch noch weitere Trinksysteme vorhanden, die das Trinken auf dem Fahrrad erleichtern können. Eine Lösung ist hier beispielsweise der Trinkgürtel. Die Gürtel, die normalerweise ein Stück weit über der Hüfte getragen werden, können dabei eine oder mehrere Trinkflaschen aufnehmen. Hierzu sind die Gürtel mit speziellen Flaschenhalterungen versehen, die nicht nur eine Flaschengröße aufnehmen können. Manche Modelle sind mit Gummizügen ausgestattet, die noch einmal eine zusätzliche Sicherung für die Flasche darstellen.

Trinkgürtel können weiterhin mit zusätzlichen Taschen ausgestattet sein, in der andere Gegenstände (beispielsweise Energieriegel) verstaut werden können. Durch eine Schrägstellung der Flaschenhalterung ist eine komfortable Entnahme und Rückführung der Flasche garantiert. Trinkgürtel können über verschiedene Verschlüsse verfügen, vom Klick- bis zum Klettverschluss. Der Nachteil der Trinkgürtel: Man trägt das Gewicht des Wassers direkt am Körper, was auf längeren Strecken durchaus unangenehm wird, vor allen Dingen dann, wenn der Gürtel nicht richtig sitzt.

Alternative: Trinksysteme

Eine andere Möglichkeit der Flüssigkeitsaufnahme bieten hingegen sogenannte Trinksysteme. Bei diesen handelt es sich um zumeist um Rucksäcke, die einen wasserspeichernden Behälter enthalten, welcher mit einem Schlauch mit einem Mundstück verbunden. Das Mundstück enthält dabei ein Ventil, das man durch Daraufbeißen öffnen kann.

Trinkrucksäcke sind in den verschiedensten Varianten zu haben. Zum einen sind Trinkrucksäcke erhältlich, die ganz normalen Rucksäcken ähnlich sind. Sie bieten Stauraum für alle möglichen Gegenstände und sind aber zusätzlich mit einem Schlauchsystem kombiniert. Der Schlauch ist dabei entweder mit einem Kunststoffbeutel oder mit einer Flasche verbunden, die sich im Rucksack unterbringen lassen. Der Schlauch wird dann durch eine Öffnung am Rucksack zum Mund geführt.

Ein qualitativ hochwertiges Trinksystem erkennt man daran, wie schnell und einfach es sich reinigen lässt und im Anschluss trocknet. Benutzen Sie bei der Reinigung einen Klemmverschluss, der sich auf den ganzen Beutel erstreckt, damit bei der Reinigung keinerlei Probleme auftauchen. Andere Trinksysteme wiederum verfügen über Schraubverschlüsse. Die Reinigung hierbei ist etwas zeitaufwendiger.

Die Mundstücke bei allen Systemen unterscheiden sich jedoch nur ganz marginal. Man beißt auf das Ventil und das Wasser strömt. Dabei sollte allerdings auch darauf geachtet werden, dass das Ventil – zumeist aus Gummi – tropfsicher ist und bei Bewegung nicht ausläuft. Bei einem Kunststoffsystem ist die Gefahr groß, dass die Flüssigkeit leicht den Kunststoffgeschmack annehmen kann. Ein kleiner Haushaltstrick: Legen Sie das Trinksystem kurz in den Gefrierschrank. Dadurch werden unangenehme Gerüche vermieden.

Jedes Trinksystem besitzt ein unterschiedliches Volumen bzw. Fassungsvermögen. Das Volumen kann dabei zwischen 1,2 Litern und 3 Litern variieren. Dabei hat man – wie gesagt – eine große Auswahl. Neben den in Rucksäcken integrierten Trinksystemen gibt es auch „Trinkrucksäcke", deren gesamtes Volumen zur Flüssigkeitsaufnahme dient. Diese sind zumeist sehr flach am Rücken anliegend und werden vor allen Dingen in Spitzenradsport genutzt.

Fazit: Verschiedene Trinksysteme für verschiedene Anwendungen

Es gibt Fahrradtrinksysteme für jeden Anwendungsbereich. Neben den einfachen Fahrradflaschen und Halterungen sind vor allen Dingen Trinksysteme zu empfehlen, die der Fahrer am Körper trägt. Dazu gehören Trinkgürtel und Trinkrucksäcke.

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