Praktisches Kaminzubehör: Aschesauger, Schornsteine und Bodenplatten

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Praktisches Kaminzubehör: Tipps für den Kauf von Aschesaugern, Schornsteinen und Bodenplatten

Der Kamin ist ein Inneneinrichtungsstück, das die meisten Menschen auf Anhieb mit Gemütlichkeit und Behaglichkeit in Verbindung bringen. Das beruhigende Bild der Flamme und die angenehme Strahlungswärme erfüllen auch den kältesten Wintertag mit einer Atmosphäre von Ruhe und stiller Harmonie. Bei allem Komfort, den der Kamin bietet, erfordert er immer auch Aufwand. Dieser beginnt mit der Auswahl des passenden Feuerraums, setzt sich fort mit der Entscheidung für einen bestimmten Feuerbock und endet mit der regelmäßigen Instandhaltung.

Um die beiden letzten Aspekte soll es im vorliegenden Ratgeber gehen. Sie lernen darin ein praktisches Utensil kennen, mit dem Sie Ihren Kamin oder Kaminofen ohne großen Aufwand von Asche befreien können. Die im Anschluss an den hierzu notwendigen Aschesauger behandelte Bodenplatte dient dem Schutz Ihres Fußbodens vor Brandflecken. Zum Schluss steht der Weg des Rauchs nach dem Verbrennungsvorgang im Vordergrund. Sie erfahren, welche Qualitätsmerkmale ein Schornstein hat und wie er funktioniert.

Aus welchen Bestandteilen besteht ein Kamin?

Für alle Leser, die sich an dieser Stelle erstmalig mit Kaminen beschäftigen, folgt eine kurze Einleitung. Sie bringt Ihnen die wichtigsten Aspekte des Kamins näher und kann Ihnen als erster Impuls bei der Auswahl dienen. Zuerst gilt es hierbei, den Unterschied zwischen Kamin und Kaminofen zu klären. Da die Begriffe häufig synonym gebraucht werden, kommt es leicht zu begrifflichen Verwirrungen. Im Sinne eines einheitlichen Verständnisses merken Sie sich die wichtigsten Punkte hierzu. Hinter dem Begriff Kamin verbirgt sich eine offene Feuerstelle an einer Wand innerhalb des Hauses. Sie besteht aus einem Feuerraum, einer Esse und einer Leitung zum Schornstein. Die Erwärmung im Feuerraum erfolgt durch Konvektionen (Luftströmungen von außen). Im allgemeinen Verständnis ist dies die Einrichtung, die mit einem traditionellen Kamin verbunden wird.

Der Kaminofen ist eine moderne Variante, die sich durch einige Besonderheiten vom klassischen Kamin auszeichnet. Die Erste davon ist die Form. Kaminöfen sind weitaus platzsparender als Kamine und können frei im Raum verschoben werden. In der Regel bestehen Sie aus Stahlblech oder Gusseisen. Der Hauptunterschied besteht darin, dass der Kaminofen einen geschlossenen Feuerraum hat. Hierbei kommt eine bewegliche Kamintür zum Einsatz. Damit das Feuer nach dem Anzünden sichtbar bleibt, verwenden die Hersteller zur Fertigung der Tür häufig durchsichtiges Keramikglas. Mit der geschlossenen Tür geht eine erhöhte Energieeffizienz einher.

Die Funktionsweise eines Kaminofens

Kaminöfen aus Stahlblech und Gusseisen haben in der Regel eine Innenverkleidung. Dabei kann es sich um Schamottsteine, Vermiculite und ähnliche Materialien handeln. Sie müssen drei Anforderungen genügen. Die Erste davon ist eine hohe Hitzebeständigkeit. Da sie dem Feuer im Innenraum lange Zeit unmittelbar ausgesetzt sind, dürfen Sie nicht korrodieren. Die zweite Aufgabe besteht in der Aufnahme der Wärme. Die Verkleidungssteine sollten in der Lage sein, möglichst viel der Feuerenergie aufzunehmen. Als Drittes müssen sie sie an die Umgebungsluft abgeben können. Erst dadurch wird die angenehme Strahlungswärme erzeugt.

Im ursprünglichen Kamin wird die Luft ausschließlich durch Konvektion erwärmt. Das heißt, dass die kalte Umgebungsluft eingesaugt wird und die erwärmte Luft wieder an den Raum abgegeben wird. Im Innern des Feuerraums wird durch den Nebenluftstrom dabei weit weniger Wärme gespeichert als beim geschlossenen Kaminofen. Dieser wiederum nutzt sowohl Konvektion als auch Wärmestrahlung. Die Konvektion wird dabei durch zwei Lüftungsgitter ermöglicht. Ein Kaltluft- und ein Warmluftgitter. Das Kaltluftgitter am Boden des Kaminbodens saugt die kalte Luft ein. Über die beweglichen Lamellen des Warmluftgitters wird die erwärmte Luft anschließend wieder abgegeben.

Wie sieht es im Innern des Feuerraums aus?

Der Feuerraum ist in der Regel quader- oder kreisförmig. In ihm wird das Brennholz abgelegt und verbrannt. Je nachdem, ob die Flamme auf oder unter den Scheiten entfacht wird, entscheidet man einen oberen von einem unteren Abbrand. Bei Ersterem ist die Effizienz höher. Weitere Faktoren, die die Effizienz des Kaminofens beeinflussen, sind der Heizwert und das Heizöläquivalent des Holzes. Beide sind maßgeblich von der darin enthaltenen Flüssigkeit abhängig. Ist viel Flüssigkeit enthalten, muss ein großer Teil der Heizenergie zunächst darauf verwandt werden, diese zu verdunsten.

Bei der Gestaltung des Feuerraums gibt es verschiedene Möglichkeiten, sich die Arbeit zu erleichtern. Eine davon ist die Nutzung von Feuerbock und Feuerrost. Beim Rost handelt es sich um ein Gitter, auf dem die Scheite angeordnet und angezündet werden. Der Rost steht auf einem Abstandhalter, der Feuerbock genannt wird. In einem geringen Abstand unter dem Rost befindet sich eine Aschewanne. Sobald das Holz ausreichend heruntergebrannt ist, fällt die Asche in die Wanne. Nach dem Auskühlen des Feuerraums nimmt man die Wanne heraus und entleert sie in der Aschetonne.

Das bringt Ihnen ein Aschesauger

Auch wenn man eine Auffangwanne hat, verbleiben immer ein paar Reste der Asche im Feuerraum. Die traditionellen Instrumente zur Reinigung sind Schaufel und Besen. Beide gehören zum Kaminbesteck. Der Aschesauger hat demgegenüber den Vorteil, dass er weit schneller und unkomplizierter arbeitet. Darüber hinaus kommt er wesentlich leichter in schmale Ecken, die mit Besen und Kehrblech nur schwer zu erreichen sind. Beachten Sie, dass Sie für diese Arbeit keinen beliebigen Staubsauger nehmen können. Der Aschesauger verfügt über einen speziellen Partikelfilter, der im normalen Bodenreiniger nicht enthalten ist. Die feinen Aschepartikel sind zu fein für den Filter eines normalen Staubsaugern. Weitere wichtige Bestandteile des Aschesaugers sind das Saugrohr und der Saugschlauch. Bei einigen Modellen ist zusätzlich eine Fugendüse integriert.

Worauf müssen Sie beim Kauf eines Aschesaugers achten?

Der erste wichtige Aspekt ist die Leistung. Je höher sie ist, desto leichter können feine Rußpartikel aus dem Innern des Kamins abgesaugt werden. Für den sporadischen Gebrauch genügt in der Regel ein Gerät mit 500 Watt. Wenn Sie Ihren Kamin öfter nutzen, empfehlen sich Sauger mit einer Leistung von 800 Watt.

Der zweite wichtige Punkt ist das Fassungsvermögen. Er sollte in Abhängigkeit von der Kamingröße und der Nutzungshäufigkeit gewählt werden. Je größer der Feuerraum ist und je mehr Holz Sie daran verbrennen, umso größer muss das Füllvolumen sein. Größen von 20 bis 22 Litern sind in den meisten Fällen vollkommen ausreichend. Für weiterführende Informationen nutzen Sie Nutzerberichte im Internet. Die Größe des Innenraums ist häufig ein zentraler Aspekt.

Die Länge des Saugschlauchs sollte so gewählt sein, dass Sie damit ohne Mühe auch in die hinteren Ecken des Kamins und Rauchfangs gelangen können. Mit einer Länge von 120 cm haben Sie in den meisten Fällen volle Bewegungsfreiheit. Selbiges gilt für das Saugrohr. Es sollte so lang sein, dass Sie sich nicht in den Kamin hineinlehnen müssen. Eine Länge von 20 cm ist in der Regel zureichend. Der Durchmesser sollte wenigstens 40 mm betragen. So lassen sich größere Bereiche schnell reinigen, ohne dass die Wirkung nachlässt.

Das Gewicht der meisten Aschesauger übersteigt die 3-kg-Grenze in der Regel nicht. Ein einfacher Transport zum Kamin ist so leicht möglich. Beachten Sie vor dem Kauf lediglich die Maße des Aschesaugers. So können Sie direkt abschätzen, ob Sie genügend Stauraum zur Aufbewahrung verfügbar haben. Eine hochwertige Edelstahloptik wirkt sich dabei vorteilhaft auf die Anpassung im Raum aus.

Damit Sie mit dem Sauger möglichst angenehm hantieren können, sollte er über eine zusätzliche Blasfunktion verfügen. Damit können Sie Ecken gründlich von Asche und sonstigen Resten befreien. Von Vorteil sind dabei eine geringe Lautstärke und ein im Lieferumfang enthaltener Metallsaugschlauch. Er ist besonders widerstandsfähig.

Wissenswertes zu Schornsteinen

Der Schornstein funktioniert auf Grundlage des Kamineffekts. In seinem Innern entstehen ein Auftrieb und eine Gassäule, die leichter als die Luft in der Umgebung ist. Damit der Schornstein korrekt arbeiten kann, müssen seine Höhe und sein Durchmesser auf Temperatur und Menge der Abgase abgestimmt sein. Der Schornstein ist eine Sicherheitseinrichtung, die Rauch und Abgase zuverlässig nach außen abführt. Der geringe Luftdruck in seinem Innern macht es unmöglich, dass sie in das Innere des Wohnraums gelangen. Bei der Ausrichtung ist es wichtig, dass der Wind nicht in den Schornstein hineindrücken kann. Er muss genau in Strömungsrichtung liegen. Die Rauchgasklappe ist eine Einrichtung, die sich ebenfalls bei der Inbetriebnahme eines Schornsteins anbietet. Sie verhindert, dass bei Nichtbefeuerung warme Luft nach außen abgegeben wird.

Schornsteine unterscheidet man entsprechend der Schalenanzahl. Am meisten werden dreischalige Ausführungen genutzt. Er zeichnet sich durch seine Wärmedämmung, Unempfindlichkeit gegen Feuchtigkeit und seinen einfachen Aufbau aus. Die Dämmung sorgt für eine lange Speicherung der Abgaswärme. Ein zur Herstellung weitverbreitetes Material ist Edelstahl. Da der Schornstein maßgeblich für die Sicherheit des Kamins verantwortlich ist, muss er gemeinsam mit der Abgasleitung offiziell abgenommen werden. Die Überprüfung des Aufbaus und die Abnahme führt in Deutschland der Schornsteinfeger oder der Kaminkehrer aus.

Wann ist die Nutzung einer Bodenplatte sinnvoll?

Bodenplatten nutzt man, um den Boden vor dem Kamin vor Brandflecken und Brandausbreitung zu schützen. Man fertigt sie aus unbrennbaren Materialien wie Glas, Schiefer, Metall oder Steinzug. Sie fangen Glut, Funken und brennende Spritzöle aus dem Holz auf, ohne dass der Bodenbelag beschädigt wird. Bodenplatten sind in vielen verschiedenen Formen erhältlich. Es gibt sie quadratisch, rechteckig, kreisförmig und in vielen anderen Ausführungen. Sie können Sie exakt an die Gegebenheiten in Ihrem Wohnraum anpassen. Achten Sie dabei darauf, dass die Platte wenigstens 50 cm über die Front des Kamins hinausragt. An den Seiten genügt ein Überstand von 30 cm. Um zu verhindern, dass Aschereste und Waschwasser unter die Platte gelangt, können Sie sie mit Dichtungslippen ausstatten. Sie bringen sie an den unteren Seitenrändern an.

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