Praktische Thermoflaschen für Heiß- und Kaltgetränke

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Isolierkannen für zuhause und unterwegs: praktische Thermoflaschen für Heiß- und Kaltgetränke

Alles, was es zum Thema Isolierkannen zu wissen gibt, erfahren Sie in diesem Ratgeber. Wir erklären, wie die schlauen Kannen überhaupt funktionieren und wie Sie die beste Isolierkanne für Ihren Gebrauch finden können.

Genial einfach - wie die Isolierkanne funktioniert

Wir kennen Isolierkannen aus unserem Alltag und sind alle damit aufgewachsen. Kaum jemand macht sich aber die Mühe darüber nachzudenken, wie die praktischen Helfer eigentlich alles schön warmhalten. Das Prinzip ist denkbar einfach. Das Äußere einer Isolierkanne ist meistens aus Edelstahl gefertigt oder zunehmend auch aus Kunststoff. Das Geheimnis liegt allerdings im Inneren. Dort befindet sich nämlich ein Glaskörper mit doppelter Wand. Zwischen den beiden Glaswänden befindet sich nichts – nicht einmal Luft. Der Raum ist ein Vakuum. Dadurch kann kaum Wärme aus dem Inneren des Glaskörpers entweichen, denn die Wärmeleitung ist auch auf Luft angewiesen. Da Wärme auch durch Wärmestrahlung verloren gehen kann, ist der Glaskörper innen zudem verspiegelt. Das bedeutet noch größere Wärmeisolation. Diese beiden einfachen Maßnahmen – ein Vakuum in einem Glaskörper und eine Verspiegelung im Inneren, sorgen für eine verblüffend wirksame Wärmeisolierung. Sie halten Flüssigkeiten bis zu 6 Stunden lang warm. 

Heute gibt es auch Isolierkannen, bei denen sich kein Glaskörper im Inneren befindet, sondern ein doppelwandiges Gefäß aus Edelstahl. Dieses isoliert etwas schlechter als die Isolierkannen mit Glaskörper, ist dafür aber absolut bruchsicher. Vor allem in Haushalten mit kleinen Kindern ist das vorteilhaft.

Wie die Isolierkanne erfunden wurde

Weil das Prinzip der Isolierkanne nicht kompliziert ist und mit einfachen Mitteln hergestellt werden kann, gibt es Isolierkannen auch schon seit dem 19. Jahrhundert. Der erste Mensch, der eine Art Isolierkanne baute, war der Chemiker James Dewar. Er benutzte sie allerdings, um flüssiges Gas für seine Experimente lagern und transportieren zu können. Eine ähnliche Anwendung einer Isolierkanne nutzte auch Professor Adolf Ferdinand Weinhold für ein Gerät zur Quecksilberverfestigung. Darauf, dass man die Isolierbehälter auch als Kühlung für Getränke verwenden könnte, kam offenbar keiner der beiden.

Diese Idee hatte erst Jahrzehnte später ein Mann namens Reinhold Burger. Er arbeitete in einer Eismaschinenfabrik und forschte nach einer Methode die Isolierbehälter für die Aufbewahrung von verflüssigter Luft zu verwenden. Im Jahr 1903 gelang es ihm schließlich, ein Patent zu bekommen, nachdem er ein Metallgehäuse zum Glasbehälter gefertigt und eine haltbare Silberbeschichtung gefunden hatte. Nur sechs Jahre später, im Jahr 1909, verkaufte er sein Patent dann an die Firma Thermos AG. Die erste Massenproduktion von Isolierkannen unter dem Markennamen Thermos begann im Jahr 1920.

Die Thermoskanne – eine Marke, die zum Inbegriff der Isolierkanne wurde

Weil Thermos die erste Firma war, die Isolierkannen auch für den Alltagsgebrauch in Haushalten herstellte, wurde ihr Name zum Gattungsnamen. Isolierkannen werden daher überwiegend als Thermoskannen bezeichnet – egal, von welcher Firma sie sind. Eigentlich ist Thermos aber ein geschützter Markenname. Das Phänomen kann man öfter beobachten, so werden Papierstofftücher als Tempo bezeichnet, egal ob sie von der Firma Tempo stammen oder nicht. Mineralwasser wurde zudem lange Zeit als Selter bezeichnet, obwohl es sich dabei um eine Marke handelte.

Isolierkannen für Kalt- und Heißgetränke

Wie wir gesehen haben, wurden die ersten Isolierkannen nicht dazu genutzt Dinge warmzuhalten, sondern im Gegenteil, um sie kühl zu halten. Man nutzte sie zuerst zur Kühlung von Gas in der Forschung. Ähnliche Methoden werden noch heute verwendet. Nachdem Isolierkannen als Haushaltsgegenstände aufkamen, verkehrte sich das Ganze schnell ins Gegenteil. Nachdem statt Eisschränken Kühlschränke in den Haushalten Einzug gehalten hatten, wurden Isolierkannen vor allem zum Warmhalten interessant. So konnte der Brummifahrer am Rastplatz ein heißes Getränk genießen und die Krankenschwester in der Nachtschicht. Trotzdem funktionieren Isolierkannen auch heute als Kühlbehälter. Durch die Isolation im Inneren wird nämlich auch verhindert, dass sich kalte Getränke schnell der Außentemperatur anpassen können. So bleibt kühles Wasser aus dem Kühlschrank in der Isolierkanne auch auf einer Reise im heißesten Sommer lange erfrischend kühl. 

Isolierkannen und Isolierflaschen für Zuhause und unterwegs

Seit die ersten Isoliergefäße auf den Markt kamen, haben sich unterschiedliche Formen und Verschlüsse entwickelt. Die Isolierflasche ist z. B. länglich und hoch und verfügt über einen Deckel, der als Trinkbecher verwendet wird. Isolierbecher sind kleine becherförmige Isolierbehälter, ebenfalls mit Griff. Isolierkannen sind dagegen den Kaffeekannen nachgeahmt und verfügen über einen bauchigen Körper, einen Griff und einen schnabelförmigen Ausguss. Diese Kannen gibt es beispielsweise von Tupper ware. Man findet diese Art Isolierkannen sehr häufig in Hotels, wo sie am Frühstückstisch zum Warmhalten des Kaffees oder Tees verwendet werden. Sie sind aber auch für den Hausgebrauch oder für unterwegs geeignet.

Vor allem, wenn mit mehreren Personen gereist wird, bieten sich solche Isolierkannen an. Denn sie halten Getränke für vier oder mehr Personen. Bedenken Sie nur, dass dann für jeden auch ein passender Becher vorhanden sein muss. Isolierkannen haben meist keinen Becher als Deckel und dieser wäre ohnehin nur für eine Person geeignet. Die Mitnahme von Plastikbechern für unterwegs ist daher eine gute Ergänzung einer Isolierkanne. Für den heimischen Gebrauch kann man Isolierkannen verwenden, um Kaffee oder Tee länger warm zu halten ohne auf ein Stövchen angewiesen zu sein.

Manche Isolierkannen sind auch als Essensbehälter vorgesehen. Sie werden dann mit Suppen, Eintöpfen oder auch Speisen, die nicht flüssig sind, befüllt. Zu erkennen sind sie meist an ihrer breiten aber geraden Form und den sehr großen Deckeln mit Henkel.

Thermos und andere Marken für Isolierkannen

Nicht nur die Firma Thermos stellt Isolierkannen her. Inzwischen gibt es viele verschiedene Anbieter auf dem Markt. Häufig unterschieden sich deren Produkte in Qualität, Aussehen und verarbeiteten Materialien. Um Ihnen einen kurzen Überblick zu geben, finden Sie hier einige der bekanntesten Hersteller von Isolierkannen:

Neben dem Design sollten Sie bei der Auswahl vor allem auf die verwendeten Materialien achten. Viele Isolierkannen sind mit Kunststoff gefertigt, was auch Risiken bergen kann. Meist haben auch Edelstahlkannen zumindest Verschlüsse aus Kunststoff.

Hersteller geben oft an, ob es sich um unbedenklichen Kunststoff handelt. Besonders der Kunststoff Bisphenol-A (BPA) gilt als bedenklich, wenn er in Kontakt mit heißer Flüssigkeit kommt. Auch der Kunststoff PAK (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) gilt als gesundheitlich bedenklich, wenn er mit Lebensmitteln in Kontakt kommt.

Verschlussarten an Isolierkannen im Vergleich

Das vielleicht Wichtigste an einer Isolierkanne ist der Verschluss. Denn dieser sollte am besten auslaufsicher sein und bestimmt auch, wie ausgegossen werden kann. Zudem soll er auch möglichst wärmedicht sein, damit die Flüssigkeit im Inneren nicht zu schnell auskühlt. Zu bedenken ist auch, wie heiß die Isolierkanne insgesamt wird. Bei guter Qualität sollte man von der Hitze im Inneren kaum etwas spüren können. Bei nicht so gut verarbeiteten Isolierkannen werden Außenwände und Verschlüsse dagegen sehr heiß und können dann kaum angefasst werden.

An Isolierkannen gibt es meist nicht nur den klassischen Schraubverschluss und auch nicht den Klickverschluss der Isolierflaschen. Sie verfügen häufig über einen Deckel, der abgedreht werden kann, aber gleichzeitig auch über einen Hebel zum Ausgießen verfügt. Andere Isolierkannen verfügen über einen Kippverschluss. Welche Art von Verschluss Ihnen am ehesten zusagt, sollten Sie einmal ausprobieren, indem Sie mehrere testen. Viele Hersteller haben auch ihre ganz eigenen Verschlusssysteme. Vorteilhaft sind vor allem Verschlüsse, die mit nur einer Hand betätigt werden können und kein schrauben oder drehen erfordern.

Immer sauber - die Reinigung der Isolierkanne

Beim Kauf einer Isolierkanne sollten Sie gleich die Reinigung mit in Ihre Überlegungen einbeziehen. Es gibt Isolierkannen, die spülmaschinenfest sind, was die Reinigung enorm erleichtert. Legen Sie darauf nicht so großen Wert, achten Sie darauf, die Isolierkanne immer nach Benutzung gründlich auszuspülen. Lassen Sie sie danach sorgfältig trocknen, bevor Sie sie in den Schrank zurückstellen. Zur besonders gründlichen Reinigung sind Reinigungstabs für Isolierkannen erhältlich. Nach der Reinigung und Trocknung sollten man Isolierkannen immer unverschlossen in den Schrank stellen. So kann keine Restfeuchte zu Schimmelbildung führen.

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