Praktische Sitzgelegenheiten: Ratgeber für die Auswahl von Sitzbänken & Hockern

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Praktische Sitzgelegenheiten: Ratgeber für die Auswahl von Sitzbänken & Hockern

Der moderne Mensch verbringt den Großteil seiner Freizeit im Sitzen. Nach einem anstrengenden Arbeitstag tut es gut, ein wenig die Füße hochzulegen und sich zu entspannen. Auch bei einem gemütlichen Zusammensein mit Freunden und Bekannten sind bequeme Sitzgelegenheiten wichtig. Ein verbreiteter und geschätzter Vertreter dieser Möbelstücke ist die Sitzbank. Sie ist im Innen- und im Außenbereich einsetzbar. Darüber hinaus lässt sie sich leicht positionieren und in verschiedenen Form- und Farbgebungen auswählen. Im Folgenden erfahren Sie das Wichtigste zum Thema Hocker und Sitzbänke.

Bänke – traditionelle Sitzgelegenheiten

Bänke sind innen wie außen aufstellbare Sitzgelegenheiten, die mehreren Personen Platz bieten. Typische öffentliche Plätze zur Aufstellung sind Parks, Einkaufsmeilen, Innenhöfe und Bushaltestellen. In privaten Haushalten sind sie auf Balkonen, Terrassen und in Gärten verbreitet.

Der Großteil aller Bänke steht auf vier Füßen, die je nach Aufstellungsort lose auf dem Boden stehen oder darin eingelassen sind. Auf den Beinen der Bank ist die Sitzfläche montiert. Dabei handelt es sich meistens um mehrere schmale Latten, die parallel zueinander befestigt sind. Die Sitzfläche oder das Gestell der Bank läuft in eine Rückenlehne aus, die eine stabile und bequeme Sitzposition vorgibt.

Die unterschiedlichen Arten von Bankgestellen

Je nachdem, wo die Bank sich befindet, bestehen unterschiedliche Anforderungen an ihre materielle Widerstandsfähigkeit. Parkbänke sind oft nicht komplett aus Holz gefertigt. Lediglich Sitzfläche und Rückbank bestehen daraus. Bei der Produktion des Gestells kommt Metall zum Einsatz. In der einfachsten Variante umfasst es zwei bis vier Streben, die mit dem Erdboden verbunden sind, und zwei Streben, die diese mit der Rückbank befestigen. Zur Verankerung der Bank verwendet man robuste Schraubsysteme, die Diebstählen und Beschädigungen vorbeugen.

Im Gartenbereich verwendete Sitzbänke haben in der Regel vier Beine. Die leichtere Bauweise ist möglich, da diese nicht im Boden verankert werden müssen. Bei der Herstellung von Füßen, Armlehnen und Rückenlehnenrahmen kommen Metalle oder Holz zum Einsatz.

Bänke mit und ohne Lehne

Sowohl im öffentlichen als auch im privaten Raum kommen zwei verschiedene Arten von Bänken vor. Die Erste davon hat eine Lehne und ist relativ groß. Bänke dieses Typs werden von vielen Menschen bevorzugt, da man lange Zeit ermüdungsfrei darauf sitzt. Durch die stabile Stütze wird der Rücken entlastet. Dies führt beim Sitzenden zu einem Gefühl der Entspannung und Bequemlichkeit.

Der zweite Typ Bank hat keine Rückenlehne. Aufgrund der Bauweise empfiehlt er sich für kurz- bis mittelfristig langes Sitzen. Nach einer längeren Zeit neigen die meisten Menschen dazu, ihre Wirbelsäule nach außen zu krümmen. Ein ausreichend hoher Tisch vor der Bank relativiert diesen Effekt. Solange man die Arme darauf auslegt, bleibt man in einer geraden Körperhaltung. In Gärten und auf Festen ist ein Vertreter dieses Möbeltyps gut bekannt, die Biergarnitur.

Der große Vorteil der Bank ohne Lehne besteht in ihrem geringen Platzaufwand. Aufgrund ihrer geringen Höhe ist sie leicht und kann gut transportiert werden. Besonders nutzerfreundliche Bänke ohne Lehne bestehen aus Rattan. Die leichte Korbware setzt optische Akzente und kann gut verschoben werden. Darüber hinaus lässt sie sich mit einer Vielzahl verschiedener Tischmodelle kombinieren.

Ruhe und Harmonie mit der richtigen Gartenbank

Da die Gartenbank einer der am häufigsten in Deutschland genutzten Banktypen ist, sei an dieser Stelle auf einige wichtige Aspekte eingegangen. Ihre ungebrochene Beliebtheit verdankt sie ihrer Gemütlichkeit und ihrer natürlichen Ästhetik. Während sie früher häufig neben Hauseingängen standen, findet man sie in jüngerer Zeit auf Verandas, in Kleingärten und unter Bäumen. Wichtigster Nutzungsaspekt ist die Behaglichkeit in der freien Natur. Auf einer Gartenbank kann man sich aus dem hektischen Alltag zurückziehen und seine Ruhe genießen.

Gartenbänke werden in vielen verschiedenen Farben angeboten. Für welche davon Sie sich entscheiden, bleibt letztlich Ihnen überlassen. Im Interesse einer ansprechenden Gartengestaltung empfehlen sich allerdings meist gesetzte, erdige Farben. Naturbelassene, ungebeizte Hölzer sind prinzipiell immer geeignet. Je nach Aufstellungsort entscheiden Sie sich zwischen helleren und dunkleren Einschlägen. Im Schatten eines Baumes kann Eichenholz helle Akzente setzen. Vor einer dunklen Laube wirken übergangsarme Braunhölzer harmonisch.

Bei der Positionierung der Gartenbank spielt ein Aspekt eine besonders wichtige Rolle, die Rückendeckung. Die meisten Menschen entspannen sich am besten, wenn sie sicher sind, nicht von hinten überrascht werden zu können. Vorteilhaft ist die Aufstellung vor Hecken, Mauern und Wänden. Direkt an Baumstämme sollte die Bank nicht gestellt werden. Erstens schützen sie Ihren Rücken nicht vollständig und zweitens gelangen mehr Insekten auf die Bank. Ein weiterer Aufstellungsort, der nur bedingt zu empfehlen ist, ist der Maschenzaun. Er ist zwar nicht ohne Weiteres durchdringbar, doch fühlen sich viele Leute durch die fehlende Blickdichte nicht völlig behaglich.

Das Gartenbank-Sortiment ist groß

Wer sich bereits mit der Suche nach einer Gartenbank befasst hat, kennt die Angebotsfülle. Viele verschiedene Formen, Farben und Materialien stehen zur Auswahl. Um sich die Entscheidung etwas zu erleichtern, empfiehlt sich die Orientierung an einigen Richtlinien.

Der erste wichtige Aspekt ist das Material. Da es sich bei Gartenbänken um häufig der Witterung ausgesetzte Möbelstücke handelt, muss es besonders widerstandsfähig sein. Zur Auswahl sollten dementsprechend Metall und Holz stehen. Holz ist der am meisten verbreitete Holzbanktyp. Das Material hat den Vorteil, dass es eine Einheit mit der natürlichen Umgebung und der umliegenden Bebauung bildet. Haben Sie farbliche Sonderwünsche, können Sie eine beliebige Lackschicht auftragen. Diese hat außerdem den Vorteil, dass sie das Holz dauerhaft imprägniert.

Auch reine Metallbänke können das Gartenambiente unter den richtigen Voraussetzungen erweitern. Beliebt sind sie in Rosengärten und ähnlichen Blumenanlagen. Ein romantisches Ambiente unterstreichen sie mit kunstvollen Verschnörkelungen und Schwunglinien.

Im Rahmen eines modernen Gartenambientes sind Gartenbänke im Lounge-Stil beliebt. Ein häufig zu ihrer Fertigung herangezogenes Material ist Polyrattan. Dieses witterungsbeständige Flechtwerk aus Kunststoff passt sich sowohl natürlichen als auch modernen Holzumgebungen an. Beliebt sind dunkle Farbeinschläge mit hellen Polsterungen. Sie passen gut zu hellen und dunklen Terrassen.

Wer es klassisch mag, ist mit der Lutyens-Bank aus Teakholz gut beraten. Dieser Gartenklassiker wird seit Beginn des 20. Jahrhunderts in England hergestellt. Beliebt ist das Modell aufgrund seiner Langlebigkeit, seiner Stabilität und seiner Form. Alleinstellungsmerkmal ist eine gerasterte Rückbank mit drei Längsstreben, die durch einen gewundenen Rand abgeschlossen sind. Dieser läuft nahtlos in die abgerundeten und gerasterten Holzarmlehnen über. Für besondere Stabilität stehen vier Querstreben, die zwischen den Beinen der Bank befestigt sind.

Machen es gemütlich: Auflagen

Die schönste Bank kann auf Dauer ungemütlich werden, wenn man lange auf dem harten Holz sitzen muss. Hier schaffen Auflagen schnelle Abhilfe. Auflagen für Bänke gibt es in verschiedenen Längen, Breiten und Designs. Sie schaffen die gemütliche Grundlage für lange Abende auf der Terrasse und bieten auch beim Kaffeeklatsch die nötige Unterstützung. Wählen Sie ein Design, das zu den Auflagen Ihrer Gartenmöbel, zur Markise, zum Sonnensegel oder dem Stil Ihres Gartens passt. Naturtöne wie Creme oder Grün harmonieren immer gut mit Holz, während graue Gartenmöbel mit Auflagen in Rot zum Leuchten gebracht werden. Edel wirken zurückhaltende, gedeckte Töne, die die Gartenbank selbst in den Fokus rücken. Wer es maritim mag, wählt Auflagen mit breiten Streifen in Weiß und Dunkelblau. In der passenden Auflagenbox überwintern Ihre Polster gut geschützt, sauber und trocken.
 

So pflegen Sie Ihre Gartenbänke richtig

Gegenüber den Modellen aus Metall zeichnen sich Holzbänke durch einen höheren Pflegebedarf aus. Wichtig ist es, die Oberfläche des Holzes in regelmäßigen Abständen frisch zu lasieren. So stellt man einen dauerhaften Schutz vor schädlichen Witterungseinflüssen sicher. Die Optik bleibt erhalten und das Material behält seine Stabilität.

Wer es besonders pflegeleicht mag, entscheidet sich für eine Gartenbank aus Naturstein. Man muss sie lediglich von Schmutzrückständen befreien, die der Regen nicht abwäscht. Eine abschließende Politur lässt die Oberfläche in einem neu wirkenden Zustand zurück. Ein Nachteil der Bänke besteht allerdings in ihrer Schwere und ihrer harten Oberfläche.

Die Pflege von Bänken im Hausinnern

Da Holzbänke im Hausinnern weitaus weniger schädlichen Einflüssen ausgesetzt sind, gestaltet sich die Pflege einfacher. Dennoch müssen ein paar Maßnahmen getroffen werden, um auch vor Sonneneinstrahlung und Hausfeuchte zu schützen.

Eine wichtige Frage bezieht sich auf die Lackierung. Es macht einen Unterschied, ob das Holz naturbelassen oder mit einem Lack überzogen ist. Durch eine Lackschicht ist die Oberfläche des Holzes meist schon sehr gut geschützt. Es genügt das Abwischen mit einem feuchten Tuch. Wichtig ist, dass die Bank nicht zu nah an einer Heizung steht. Das würde zum Austrocknen des Lacks und des Holzes führen.

Ist das Holz naturbelassen, ist der Pflegeaufwand etwas höher. Ab und an sollte es mit einer Spezialpflege eingeölt werden. Damit bleibt das Holz geschmeidig und vor dem Austrocknen geschützt. Die genauen Pflegehinweise entnehmen Sie der Verpackung des Mittels.

Beachten Sie, dass es angebracht sein kann, die Pflege der Bank im Freien vorzunehmen. So verhindern Sie, dass Sie Gase des Pflegemittels einatmen. Eine abschließende Oberflächenreinigung ist wichtig, damit sich keine Rückstände an der Kleidung festsetzen.

Eine zweite platzsparende Sitzmöglichkeit – der Hocker

Hocker sind einfache Sitzmöbelstücke, die über keine Lehne verfügen. Die auch als Schemel bekannten Bänkchen gehören zum ältesten Mobiliar der Welt. Ihr Aufbau hat sich Zeit ihres Bestehens praktisch nicht verändert. Sie bestehen aus einer Sitzfläche und drei bis vier Beinen. Die Sitzfläche ist in den meisten Fällen rund oder quadratisch. Sie ist so groß, dass eine Person gut darauf sitzen kann. Der Unterschied zwischen drei- und vierbeinigen Hockern besteht in dem Umstand, dass die vierbeinige Ausführung nicht kippeln kann.

Bei der Herstellung von Hockern kommen je nach Anwendungsbereich verschiedene Materialien zum Einsatz. In vielen Haushalten verbreitete Küchenhocker haben ein Gestell aus Holz oder Kunststoff. Zur Herstellung der Sitzfläche wird meistens ein mittelweiches bis hartes Polster und ein Überzug aus Deckmaterialien wie Leder oder Kunststoff verwendet.

So einfach der Hocker in seiner Grundform aufgebaut ist, so vielfältig gestaltet sich sein Variantenreichtum. Ein moderner Typ ist der Barhocker, der sowohl in Etablissements als auch in Privathaushalten anzutreffen ist. Die meisten Ausführungen sind ca. 80 cm hoch. Einige davon lassen sich drehen. Online finden Sie darüber hinaus eine große Auswahl verschiedener Sofa Hocker, Schminktisch Hocker, Metallhocker und Rattanhocker. Als Alternative können Sie bei eBay auch einen passenden Strandkorb kaufen.

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