Portokosten bei EBAY - private Verkäufer

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Ich möchte auch auf diesem Wege meine Erfahrungen mitteilen:

Ich habe viel im Internet gelesen und nun ist mir auch selbst wiederholt passiert, dass die Käufer sich masslos darüber
aufregen, wenn die Versandkosten angeblich "überhöht" sind.

Ein Beispiel:
Ich habe für den Versand eines Hermes-Päckchens 3,80 Euro Ausgaben und setze dann meistens dazu 2,10 Euro
= 5,90 Euro unter "Versandkosten" ein!

Nach den Ebay-Regeln (s. bei Ebay: Welche Kosten dürfen für Verpackung und Versand berechnet werden?) darf ich
Verpackungskosten  und einen angemessenenen Verpackungsaufwand ansetzen, was ich mit diesen 2,00-2,50  Euro tue!
Wo sonst soll ich diesen Betrag mit einbeziehen, damit er in der Endrechnung erscheint???

Hierzu möchte ich zunächst einmal meinen "Verwaltungsaufwand" aufzeigen:
Ich fotografiere einen Artikel
ziehe das Bild auf den PC
Erstelle meine Auktion in Ebay, zahle Gebühren für die Einstellzeit, ggfs. auch Kosten für weitere Bilder/XXL-Foto
Auktionsende muss ich beobachten, wann das Geld auf meinem Konto eingeht manchmal warte ich 14 Tagen
und länger auf meine Geldeingänge) schaue also täglich auf mein Konto, da ich ja das Päckchen dann versandfertig
machen muss
Zahlung markieren wenn Geld da
Versandscheine erstellen: Computerausdruck des Schreibens an Käufer ggfls. auch für mich
                                      Versandart auswählen und Paketscheine ausdrucken (Druckerpatrone....)
Kartonagen/Verpackung besorgen (die man ja nicht unbedingt in den Ausführungen zur Hand hat, die benötigt werden)
                                     Wattierte Umschläge kosten zwischn 0,60 und 0,90 Euro, selbst die Fahrt zum Schuhhändler
                                      kostet Spritgeld = Verpackung ist also nicht "umsonst"
Verpacken der Ware im Karton = einhüllen der Ware für in den Karton, dann Packpapier, Paketband, Klebestift
                                                    für das Aufbringen des Paketklebers
Versenden des Paketes: Fahrt zur Poststelle, bei mir ca. 2,5 km

Und nun habe ich lediglich die Möglichkeit, in meinen Ausgaben/Versandkosten, diesen Verwaltungsaufwand
preislich geltend zu machen = und dafür halte ich 2,10 Euro bis 2,50 Euro mehr als gerechtfertigt! Jeder
gewerbliche Händler setzt Aufwendungen im Vorfeld im VK-Preis fest!

Da ich diese Position aber nicht gesondert ausweisen kann, sondern nur über die "Versandkosten", laufen die
Käufer "Amok", wenn sie einen Artikel günstig ersteigert haben und die Versandkosten als "überhöht" dekla-
rieren.
Sie haben es vorher noch nicht mal für notwendig erachtet, sich mit mir in Verbindung zu setzen! Bieten
und nach der Auktion geht der Ärger los!

Dabei zählt  nicht - wie es auch immer wieder vorkommt - dass Artikel lediglich für 1 Euro ersteiert wurden,
bzw. Artikel oft weit unter dem Warenwert ersteigert werden!
Ziehe ich davon meinen gesamten Verwaltungsaufwand ab (incl. Material) und dann auch noch die Einstell-
gebühr und Provision und würde den normalen Päckchenpreis ansetzen, bliebe mir von meinem 1 Euro
garnichts bzw. nur sehr wenig Einnahmen aus dem Verkauf!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Über eine günstige Auktion sind die Käufer dann  noch nicht mal glücklich und auch dankbar, sondern fangen dann -
oft auch sehr boshaft und unter zahlreichen Drohungen - wegen manchmal nur ca. 2 Euro, die in den Versand-
kosten als Aufwandsentschädigung enthalten sind, an zu feilschen oder geben eine schlechte Bewertung bei
den Sternen!

Wer bei Ebay verkauft als privater Verkäufer, tut das meinem Wissen nach vor allem, weil er sich damit
ein kleines "Zubrot" verdienen kann! Dass er davon auch noch seine ganzen Auslagen - außer Versandkosten -
decken muss, interessiert viele Käufer nicht!

Es ist dringend erforderlich, dass EBAY hier tätig wird und bei den "Verpackungskosten" diesen Button
erweitert mit dem Hiniweis "incl. Verpackungsaufwand/Verpackungskosten" oder "incl. Verwaltungsaufwand"!

Man kann mir entgegenhalten, dass ich es ja machen kann wie der Händler, der  seine Aufwendungen in den Preis
kalkuliert, den er für die Ware  haben möchte. Klar, kann ich das auch bei Ebay machen und einen Startpreis ansetzen!
Aber sind wir doch mal ehrlich: Werden diese Angebot nicht sehr oft ignoriert und die Leute bieten lieber bei
einem Startpreis von einem Euro mit = auch wenn sie oft dann höher ersteigern, als wenn ein Startpreis be-
reits angesetzt ist! Und dass ich als Verkäufer mich über Gebote freue, gehört zu einer Verkaufsaktion!

Ebay kann ein höherer Startpreis oder ein Euro-Startpreis egal sein. Es erhält seine Provision aus dem tat-
sächlichen Verkaufspreis! Und die Leute steigern nun mal lieber, als bei einem vorgegebenen Startpreis mitzu-
bieten. Das kommt nach meinen Beobachtungen so gut wie nie vor - Angebot mit einem entsprechenden
Startpreis gehen oft "ins Leere"!

Lese man mal im Internet, wieviel Ärger da zum Ausdruck kommt, weil sich Käufer masslos darüber auslassen,
dass sie für 1 Euro was ersteigert haben und der Verkäufer besteht auf die angesetzten "Versandkosten", die
eben auch seine Auslagen beinhalten!
Die Käufer "beissen" sich regelrecht an dem Wort "Versandkosten" fest. Es ist ihnen egal, ob darin auch Aufwands-
kosten enthalten sind, ob der Verkäufer mit der Einnahme des Auktionspreises überhaupt seine Auslagen
decken kann!

Und - wie schon gesagt - die allerwenigsten Ebayer verkaufen nur so aus Langeweile. Viele Verkäufer  können
sicher mit dem Preis konform gehen, den sie für die Ware erhalten, weil das dann nun mal so ist!  Aber dass sie damit
auch noch ihren ganzen "Verwaltungsaufwand" bestreiten sollen  und unterm Strich er insbesondere bei 1-Euro-
Auktionsgeboten dann noch draufgelegt wird ...... und dann nennen sich die Käufer "fair"!

Und deshalb ist meines Erachtens - und da stehe ich bestimmt nicht alleine da - EBAY dringend gefordert, für die
privaten Verkäufer die Angebotsseite so zu ändern, dass diese ihren Verwaltungsaufwand auch offen darlegen können
und nicht mehr oder weniger gezwungen sind, diesen in den "Verpackungskosten unterzubringen" und sich damit den Ärger
der Käufer mit oft sehr drastischen Reaktionen einzuhandeln!

Denn wenn es darum geht, dass der Käufer auch mal aus der Sichtweise des Verkäufers eine Situation betrachtet,
zeigt sich die Ellenbogenmentalität unserer Gesellschaft!

Ich werde künftig Käufer auf meiner Seite darauf hinweisen, dass ich grundsätzlich einen Verwaltungsaufwand von 2,50
Euro in die "Versandkosten" mit aufnehme, die mir lt. Ebay (Link s. oben) zustehen und die ich nur auf dem "Portowege"
so geltend machen kann, dass sie in dem Kaufpreis bei Auktionsende automatisch mit aufgenommen werden!
Und wer dann trotzdem bietet und sich damit als fairer Käufer aufzeigt, indem es ihm nicht nur ausschließlich um seinen
Vorteil geht,  mit dem gehe ich dann auch gerne eine Transaktion ein!


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