Portoabzocke mal aus Verkäufersicht

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Eigentlich ist Porto ja schon der falsche Begriff, denn es heißt ja bei jedem normalen Versandunternehmen auch Porto und Verpackung.

Warum müssen die Portokosten höher sein,  als das was auf der Briefmarke steht?
Ganz einfach.

Erst mal habe ich kein Lager für Gebrauchtkartons und lebe in einer Wohnung, nicht in einer Lagerhalle für Altverpackungen. Da zwischen meinen Verkäufen oft Monate liegen, hebe ich eben nicht den Verpackungsmüll von erhaltenen Sendungen auf. Wenn ich Ware verschicke, besorge ich mir die Versandkartons und Polsterumschläge im Handel. Die Kosten dafür hat der Käufer zu tragen!

Zum zweiten bin ich krankheitsbedingt weder Willens noch in der Lage 3 mal in der Woche zum nächsten Postamt zu laufen. Klar, ich sammle Arti8kel bei mir und stelle sie immer erst ein, wenn so 20 Verkäufe anstehen. Aber leider sind die Kunden ja oft nicht in der Lage, zeitnah zu überweisen. Wenn ich die Ware nach Zahlungserhalt dann bis zu 3 Wochen liegen lassen würde, na da gibt es aber Mails und Kundenschelte. Also geht jede Sendung sofort nach Zahlungseingang zur Post und zwar per Boten. Das ist nur der Nachbarsjunge, aber der bekommt auch immer einen Euro. Und den hat der Käufer zu zahlen!

Zum dritten, natürlich nur versicherter Versand. Ich habe mich in meinem ebay-Leben nun insgesamt 6 mal zu unversichertem Versand überreden lassen. Prompt meldeten 4 davon einen nicht erhaltenen Artikel! Böse ist, wer Böses dabei denkt! Nun habe ich dann in meine Artikelbeschreibungen den Passus gesetzt, dass die Gefahr für Verlust und Beschädigung einer unversicherten Sendung allein beim Kunden liegt. Aber das sieht ebay ja nun leider nicht so, selbst wenn der Kunde es als Bestandteil des Kaufvertrages ausdrücklich anerkennen muss. Also gibt es als Fazit nur noch das Einschreiben und die Einschreibgebühr hat natürlich der Kunde zu zahlen!

Zum Vierten. Hermes statt Post. Hermes ist um die Ecke. Hermes bietet immer eine versicherte Sendung. Daher nehme ich grundsätzlich nur diesen Versender auch wenn er in der Päckchengröße teurer ist.

Und hier nun drei kleine Beispielrechnungen.
Ein paar Kragenspiegel mit Versand in normalem Briefumschlag, der kostet nichts, denn den habe ich eh herumliegen, 0,55. Einschreibgebühr 2,10 und Bote 1,- somit kostet der Versand bei mir nun mal € 3,65.
Ein Paar Schulterklappen mit Versand im Polsterumschlag 0,90 plus Einschreiben 2,10 plus Boten 1,- macht dann € 4,-
Und zu guter letzt ein größerer Artikel im Hermes-Paket. Das Paket 1,50, das Porto 4,10 und der Bote 1,- macht dann eben € 6,50.

Das sind völlig gerechtfertigte Kosten und wem das nicht passt, der darf halt nicht bieten. Alternativ kann natürlich jeder Kunde Waren auch abholen. Da zahlt er dann ja die € 4,20 für Verkehrsbetriebe oder den Sprit und die mindestens € 2 fürs Parken hier in der Umgebung.
Geiz beim Porto ist nun mal nicht geil!

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