Pooltechnik - wohin damit? Wir zeigen die Möglichkeiten

Aufrufe 8 Mal bewertet mit „Gefällt mir” Kommentare Kommentar
Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war
Der eigene Pool im Eigenbau - da macht das Baden noch mehr Spaß. Damit der Spaß auch ungetrübt ist, möchten wir Ihnen in diesem Ratgeber zeigen, welche Möglichkeiten es bei der Anbringung der Technik gibt und was man beachten sollte.

Schon bei der Planung und vor dem Bau des Beckens muss man überlegen, wo die Technik (Filter und Pumpe etc.) patziert wird und wie die Leitungen gestaltet werden. Folgende Möglichkeiten kommen prinzipiell in Betracht:
  • Technik im Haus
  • Technik im Technikschacht
  • Technik neben dem Becken
Grundsätzlich macht normale Witterung im Frühjahr, Sommer oder Herbst einem Filter oder einer Pumpe nichts aus. Erhöhte Luftfeuchtigkeit ist aber nie gut, sodass zumindest eine ausreichende Belüftung erforderlich ist, sofern man die Technik in einem Schacht unterbringt.

Ein paar grundsätzliche Überlegungen:

Informieren Sie sich, wo bei Ihnen die Frosttiefe liegt. Das ist die Tiefe, in die der Frost im Winter vordringt. Was unterhalb liegt, friert auch im Winter nicht mehr zu. Ein guter Mittelwert sind 75 cm, aber das ist regional unterschiedlich (in Bayern liegt manchmal monatelang Schnee, wohingegen es an der Nordsee auch im Winter nur regnet). Örtliche Baufirmen kennen diese Daten.

Wenn Sie ein Einbaubecken planen, werden Sie in der Regel Stützmauern oder eine Magerbetonhinterfüllung mit in die Überlegungen mit einbeziehen. Wenn Sie also z.B. den Kauf einer Gegenschwimmeinrichtung erst zu einem späteren Zeitpunkt in Betracht ziehen, dann sollte man die notwendigen Vorrichtungen am Becken bereits installieren.

Bauen Sie Ihr Becken im Herbst. Sofern Sie ein Einbaubecken möchten, haben Sie einige Wochen lang eine ausgewachsene Baustelle im Garten. Der Bau eines Pools führt zu einer Umgestaltung des Gartens, so dass z.B. auch Rasen neu angesäät werden muss. Macht man das alles im Herbst, hat man die vergangene Gartensaison voll ausgeschöpft und kann im nächsten Jahr auch die volle Pool Saison nutzen.

Technik im Haus:

Vieles spricht dafür, die Technik in einem Kellerraum unterzubringen. Üblicherweise liegt das tiefer als das Beckenablauf und man kann die Leitungen im Winter entwässern. Die Leitungen liegen überdies unterhalb der Frosttiefe. Darüberhinaus sind die Räume gut zugänglich und trocken. Die Lager der Pumpe werden es Ihnen danken.

Wenn die Technik in der Garage oder ebenerdig ist (und immer dann, wenn die Technik höher liegt, als der Ablauf) , braucht man einen Entwässerungsschacht, 1 x 1 x 1 Meter ist ein guter Wert. Ob der Schaht am Becken oder am Ort der Technik ist, spielt keine Rolle. Ist eine Gegenstromanlage geplant braucht man am Becken ohnehin einen Schacht, den kann man dann auch zur Entwässerung nutzen.

Technikschacht am Becken:

Wenn man die Erdarbeiten so gering wie möglich halten will, kann man auch einen Technikschacht am Becken bauen. Das hat vor allem den Vorteil, dass die Leitungen kurz sind und man bei Undichtigkeiten nicht den Boden aufreißen muss. Pumpe und Filter können Regenwasser ab, aber keine erhöhte Luftfeuchtigkeit (die Lager der Pumpe verschleißen schneller). Daher ist ein Gitterrost als Abdeckung besser, als eine dichte Klappe.

Wenn man eine Überdachung plant (eine wirklich sinnvolle Investition!) dimensioniert man diese so, dass auch der Schacht mit darunter ist. Am besten fängt sie dort auch an und kann dann über das Becken gezogen werden.

Freistehende Technik:

Freistehende Technik ist bei kleinen Quick-Up Pools und Aufstellbecken üblich. Pumpe und Filter stehen neben dem Becken und sind leicht zugänglich. Man kann einfach an- und ausschalten und kann bei Problemen direkt reagieren, ohne in einen Technikschacht kriechen zu müssen.

Optisch ist das weniger schön, auch wenn es da natürlich gestalterische Möglichkeiten gibt (ein kleines Häuschen wie eine Hundehütte oder ähnliches).

Wasserabfluss:

Bereits beim Gießen der Bodenplatte ist es sinnvoll, ein Abflußrohr mit 1% Gefälle zu planen und zu installieren. Die Bodenaublaufdüse oder zumindest der Anschluss dafür) existiert somit noch bevor das Vlies verlegt wird oder der endgültige Boden eingebracht wird.

Duch die Platzierung von Skimmer und Einlaufdüsen kann man beeinflussen, ob eher das Oberflächenwasser gefiltert wird, oder ob man zum Filtern auch den Bodenablauf miteinbezieht. Gefiltertes Bodenwasser reduziert den Aufwand bei der Bodenabsaugung.
Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden