Pool in Modulbauweise - einfach und schnell selberbauen

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Schwimmbecken aus Polyurethan Isolierplatten sind preiswert und vor allem einfach aufzubauen. Außer der Bodenplatte, die man gießen muss, sind keine Betonarbeiten notwendig, so dass ein verlängertes Wochenende ausreicht, um einen solchen Pool zu bauen. In diesem Ratgeber zeigen wir Ihnen, wie das geht.

Diesen Beckentyp gibt es in Größen von 3 x 5 bis 5 x 9 Metern. Das Becken wird aus vorgefertigten Platten zusammengesteckt, die eine Polyurethan Isolierung mit Metalloberfläche haben. Die Tiefe ist 1,50m. Einbauteile wie Skimmer sind vorgefertigt. Nachdem man die Platten zusammengesteckt hat, kann man die Folie einhängen und Wasser einfüllen!



Standardmäßig ist die Metallschicht 0,6 mm stark. Das Becken ist für den Erdeinbau vorgesehen, darf aber bis zu 40 cm aus dem Boden herausragen. Hier kurz die Vorzüge dieser Lösung:
  • einfache und schnelle Montage
  • vormontierte Einzelteile
  • winterbeständigkeit
  • kaum Wärmeverlust durch hervorragende Isolierung
  • wenig Beton nötig (nur für die Bodenplatte)
  • sehr günstiger Preis
Bei der Bestellung gebt man einfach an, welche Einbauteile man benötigt und alle Aussparungen (z.B. für eine Gegenschwimmanlage) werden vorbereitet. Aber genug der Einleitung - hier die Einzelschritte:



1. Gießen Sie eine Bodenplatte in 20 bis 30 cm Stärke mit einer Stahlmatte drin. Stellen Sie unbedingt sicher, dass Sie noch oberhalb des Grundwasserspiegels bleiben, sorgen Sie bei feuchten Böden für eine ausreichende Entwässerung (z.B. mittels einer Drainage). Die Platte sollte an jeder Seite 25 cm größer sein, als das Schwimmbecken selbst. Für ein 8 x 4 Meter Becken muss die Platte also 8,5 x 4,5 Meter haben. Nehmen Sie 50mm Schlauch für den Bodenablauf.

2. Ziehen Sie die Bodenplatte komplett glatt. Installieren Sie nun ben Bodenablauf und dichten diesem mit einem Silikonkit ab. Für die PVC Verbindungen eignet sich druckfester PVC Kleber. Beim Solikon sollte man nicht zu Produkten aus dem Baumarkt greifen, nehmen Sie Spezial-Silikon. Das Chlor im Wasser zerstört normales Silikon.

3. Stecken Sie die Abmessungen der Schwimmbadwand ab und kontrollieren Sie, ab alles perfekt rechtwinklig ist. Das kann man dadurch sicherstellen, dass beide Diagonalen genau gleich lang sind.



4. Legen Sie die Montageprofiile auf der Bodenplatte aus. Die kürzere Kante kommt nach Innen.

5. Befestigen Sie das Bodenprofil mit Dübeln in der Betonplatte. Es ist wichtig, dass die Profile exakt rechtwinklig installiert sind.

6. Das erste Bautail kann nun in das Profil eingesetzt werden.



7. Nun können die Seitenwände eingebaut werden. Die Segmente sind nummeriert und müssen in der richtigen Reihenfolge zusammengesetzt werden.

Die Nummerierung ist auf der Innenseite des Beckens zu finden. Das Stecken ist durch Nut- und Feder Systeme sehr einfach und passt perfekt. Die Segmente werden dann an dem Bodenprofil vernietet. Dabei sollte alle 30 bis 40 cm eine Niete gesetzt werden.



8. Setzen Sie die mitgelieferten Polyethylen Hakenprofile ein und kleiden Sie die Innenflächen vollständig mit dem Schutzvlies aus. Das Vlies schützt die Folie und sollte auf Stoß und nicht überlappend verlegt werden. Die Befestigung erfolgt oben mit Kunststoffschienen, antlang der Innenflächen wird das Vlies mit dem beiliegenden Kleber verklebt.

9. Saugen Sie das Vlies mit einem Staubsauger ab, so dass es vollkommen glatt und frei von Verunreinigungen ist. Das Vlies wird später von der Folie überdeckt und kann dann nicht mehr erreicht werden.

10. Behandeln Sie das Vlies mit einem Schimmel Schutzmittel. Das Mittel ist im Lieferumfang inbegriffen.

11. Hängen Sie die Folie ein. Um Falten vorzubeugen ist die Folie minimal kleiner als das Becken, aber das kann man leicht dehnen. Gehen Sie am besten barfuß in das Becken.

Die Folie sollte bei Temperaturen von 15 - 25 °C und nicht bei Sonnenschein eingehängt werden. Sollten noch Falten da sein, kann man sie ohne Bedenken mit den Füßen glatschieben. Wenn man das Becken 2 cm hoch mit Wasser füllt, ist das hilfreich. Ab einem Wasserstand von 10 cm ist der Wasserdruck schon zu stark, so dass man zu diesem Zeitpunkt wirklich alle Falten beseitigt haben muss.



12. Installieren Sie den Bodenablauf und befüllen Sie das Becken mit Wasser. Nehmen Sie Leitungswasser und kein Brunnenwasser, da Brunnenwasser sehr oft viel Eisen enthält. Wenn Sie dann das erste mal chloren wird das Eisen oxydiert und das Wasser wird braun. Das kann man zwar filtern, aber bei der ersten Füllung muss das nicht sein.

13. Während des Füllens werden die verschiedenen Einbauteile wie Lampen und Skimmer angeschlossen. Installiert muss außer der Folie nichts mehr werden, die Einbauteile sind ab Werk vormontiert.

14. Befüllen Sie den Sandfilter erst etwa zur Hälfte mit Wasser, dann mit Sand. Schließen Sie dann das 6-Wege Ventil an.

15. Schließen Sie den Skimmer, den Bodenablauf sowie den Absaugeranschluss an die Pumpe an. Schließen Sie dann die Einlaufdüse an den Filterausgang an.

16. Waschen Sie den Sand sauber, indem Sie gründlich rückspülen und anschließend etwa eine Minute nachspülen. Starten Sie danach das Filtern und stabilisieren Sie das Wasser, so dass einen pH Wert von 7,2 bis 7,6 und einen Chlorgehalt von 2-3 ppm hat. Die Chemie ist im Lieferumfang nicht enthalten, kann aber im Fachhandel eingekauft werden.

17. Gestalten Sie Randsteine und Gartenumgebung und genießen Sie Ihren neuen Pool - sie sind fertig!
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