Polyole - Süßstoffe

Aufrufe 29 Mal bewertet mit „Gefällt mir” Kommentare Kommentar
Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war

Was sind Polyole?

Polyole sind zuckerfreie Süsstoffe. Polyole sind zwar Kohlenhydrate, aber kein Zucker. Sie werden in der selben Menge wie Zucker (1:1) verwendet im Gegensatz zu Aspartam, Saccharin und Sacharrose, die nur in geringen Mengen verwendet werden.

Da „Polyol“  kein benutzerfreundlicher Begriff ist, sprechen viele Ernährungswissenschaftler und Gesundheitsberater gegenüber Verbrauchern von „Zuckerersatzstoffen“. Wissenschaftler bezeichnen sie sogar als Zuckeralkohol, weil ein Teil ihrer chemischen Struktur Zucker und ein anderer Alkohol sehr ähnelt. Jedoch bestehen diese zuckerlosen Süßstoffe weder aus Zucker, noch aus Alkohol. Weitere bevorzugte Begriffe sind polyhydrierter Alkohol und Polyalkohol.

Welche Vorteile bieten Polyole?

Zuckerersatzstoffe haben weniger Kalorien als Zucker, sie wirken Zahnfäulnis oder einem plötzlichem Anstieg des Blutzuckerspiegels entgegen. Aufgrund ihres guten Geschmacks kann man den Gesundheitseffekt einer Diät erhöhen, ohne auf Süßigkeiten verzichten zu müssen.

Sind Polyole schädlich?

Für die meisten Menschen stellen diese Süßstoffe kein Problem dar. Bei manchen Leuten führt ein hoher Verzehr zu Verdauungsproblemen, wie Blähungen oder sie haben eine abführende Wirkung, ähnlich der Reaktionen beim Verzehr von Bohnen und Ballaststoffen. Die jew. Reaktion hängt von der Empfindlichkeit des Einzelnen und der Wechselwirkung mit anderen Nahrungsmitteln ab.

Polyole findet man weltweit in Nahrungsmitteln. Ein Gremium der Weltgesundheitsbehörde hat sie gründlich untersucht und herausgefunden, dass sie für den menschlichen Gebrauch unschädlich sind. 

Kaloriengehalt der Polyole?

Zucker enthält 4,1 K/cal pro Gramm. Das FDA hat für folgende Stoffe folgende Kalorienwerte festgesetzt:

3,0  K/cal pro Gramm  Stärkehydrolyte

2,6  K/cal pro Gramm  Sorbitol

2,4  K/cal pro Gramm  Xylitol

2,1  K/cal pro Gramm  Maltitol

2,0  K/cal pro Gramm  Isomalt

2,0  K/cal pro Gramm  Lactitol

1,6  K/cal pro Gramm  Mannitol

0,2  K/cal pro Gramm  Erythtritol

Welche Eigenschaften haben Polyole?

Zuckerersatzstoffe (Polyole) absorbieren im Gegensatz zu Zucker kein Wasser. Deshalb werden damit gesüßte Produkte auf  der Oberfläche nicht klebrig wie das bei mit Zucker gesüßten Nahrungsmitteln vorkommt. Schimmel und Bakterien vermehren sich nicht so gut wie mit Zucker. Dadurch werden diese Produkte länger haltbar. In Medikamenten reagieren sie gewöhnlich nicht auf pharmazeutische Inhaltsstoffe, wie es manchmal bei Zucker der Fall ist.

Polyole verlieren nicht an Süße, wenn sie erhitzt werden und man kann Heißgetränke damit süßen oder sie für Produkte nehmen, die weiter verarbeitet oder gekocht werden. Allerdings wird wie bei Zucker die Oberfläche auf Backwaren nicht knusprig braun. Die nichtbräunende Eigenschaft ist bei den Produkten ein Vorteil, bei denen die Farbänderung nicht gewünscht wird.

Polyole werden nicht sofort von den Mundbakterien in Säure verwandelt und mindern dadurch das Kariesrisiko. Das FDA hat die Verwendung von „nicht kariesverursachenden“ Angaben auf Nahrungsmitteln genehmigt, die Erytol, Stärkehydrolyte, Isomalt, Lactitol, Maltitol, Manitol, Sorbitol, Xylitol oder eine Kombination von diesen enthalten. Die amerikanische Dentalvereinigung hat in einem Gutachten bestätigt in dem es heißt, dass zuckerfreie Produkte und Medikamente für eine anhaltend gute Mundflora sorgen.

Wie verarbeitet unser Körper Polyole?

Polyole werden langsam absorbiert und unvollständig vom Dünndarm ins Blut abgegeben. Die aufgenommene Menge gelangt durch Prozesse, für die wenig oder kein Insulin benötigt wird, in den Stoffwechsel. Der Teilder Menge, der nicht vom Blut aufgenommen wird, wird im Dickdarm in seine Bestandteile zerlegt.

Diabetiker & Polyole?

Da diese Süßstoffe weniger Kalorien haben, können sie auch Diabetikern helfen, ihr Wunschgewicht zu erreichen. Nicht karieserzeugende Halstabletten können auch dann nützlich sein, wenn eine erkrankte Person an Mundtrockenheit leidet. Polyole lassen den Blutzucker und Insulinspiegel langsamer als Zucker und Kohlenhydrate ansteigen. Deswegen können kleine Mahlzeiten damit gesüßt werden und sind gesund. Diabetiker sollten ihren Hausarzt oder Ernährungsberater nach den Vorteilen von Polyolen für ihre tägliche Nahrungsaufnahme befragen.

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden