Polimerisation mit Pflanzenöl und wie man es verhindert

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Einleitung

Wer mit Pflanzenöl fährt, kennt die Probleme die dabei entstehen, wenn man etwas Geld durch das fahren mit Pöl sparen möchte. Dieser Ratgeber soll das meiner Meinung nach wichtigste Thema behandeln, die Polimerisation.

Polymerisation, was ist das?

Vermischt man Pflanzenöl mit Motoröl, dann kommt es zur Polymerisation. Freie Fettsäuren führen zu Korrosion und reagieren mit basischen Komponenten des Motorenöls. Es kommt zu Oxidations- und Polymerisationsvorgängen im Motorenöl. Die Folge einer solchen Reaktion ist, dass das Motoröl dickflüssig wird, bis es schliesslich wie Gel wird.

Was ist die Folge von Polymerisation?

Durch die Aufhebung der Fliesseigenschaften des Motoröls, wird der Motor nicht mehr geschmiert. Die Folge ist ein klassischer Motorschaden. Die Kolben bleiben im Zylinder stecken, das wars.

Wie kommt es zur Polymerisation?

Zur Polymerisation kommt es durch den Pöleintrag ins Motoröl. Das Pflanzenöl gelangt nur dann in das Motoröl, wenn es im Hubraum nicht vollständig verbrannt wird. Es läuft bei jedem Zündvorgang ein bisschen an den Zylindern vorbei und direkt in das Motoröl. Mit der Zeit summiert asich das. Das Motoröl wird immer dickflüssiger.

Wie verhindere ich den Eintrag in das Motoröl?

Man muss dafür sorge Tragen, dass das gesamte Pflanzenöl, welches in den Zylinder eingespritz wird, auch verbrannt wird.

Wie sorge ich für das vollständige verbrennen?

Um das zu verhindern, muss man erst mal verstehen, wie die einspritzung funktioniert. Ich erkläre es hier sehr kompriemiert, jedoch versuche es so verständlich wie möglich zu machen.

Im Motor spritz die einspritzpumpe durch die Düsen den Kraftstoff in die Brennkammer des Motors, durch sehr hohen Druck entzündet sich der Kraftstoff und treibt so den Motor an. In der Brennkammer ensteht also ein Sprühnebel. Dies hat folgenden Sinn. An sich brennt der Kraftstoff nicht. Nur die Dämpfe hiervon brennen. Dämpfe entstehen aber nur an der Oberfläche des Kraftstoffes. Je größer also die oberfläche, desto mehr Dämpfe enstehen. An sich ist es auch so, dass eine Kugel die größt mögliche Oberfläche im verhältnis zum Volumen hat. Durch die Einspritzung werden also Tauschende kleine Kügelchen im Brennraum versprüht, die dann im Zylinder verbrennen. In der Theorie klappt das mit Diesel sehr gut. Mit PÖL gibt es ein grosses problem. Pöl ist an sich viel dickflüssiger als Diesel, wenn es also in die Brennkammer eingesprüht wird, werden nicht viele kleine Kügelchen gebildet, sondern nur wenige die nicht richtig verbrennen können.

Man muss dafür sorgen, dass das Pöl einfach flüssiger wird, dass geht entweder durch beimischung von diesel, oder durch erwärmen des Pflanzenöls direkt vor der Einspritzpumpe. Denn so kann es im Brennraum optimal versprüht und auch verbrannt werden.

Ich selbst hatte auch das Problem der Polymerisation und konnte es dank eines Elektrischen Wärmetauschers erfolgreich beheben.

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