Poker: Glücksspiel oder Können? Was du von echten Profis übers Gewinnen lernen kannst

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Kein anderes Spiel hat in den vergangenen Jahren einen solchen Hype ausgelöst wie Poker. Nicht nur in Casinos und unter Freunden wird eifrig gezockt. Auch im Internet erlebt Poker einen wahren Boom - angeheizt durch prominente Vertreter wie Dan Bilzerian, die durch das Kartenspiel angeblich mächtig Kohle scheffelten. Doch lässt sich mit Poker wirklich so viel Geld verdienen, wie der „Blitz“ es vormacht? Und ist der Sieg im Spiel nicht ohnehin reines Glück – oder doch eine Frage des Könnens?
Ein gutes Blatt ist alles - oder nicht? (Copyright: Thinkstock/ über The Digitale)
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Ein gutes Blatt ist alles - oder nicht? (Copyright: Thinkstock/ über The Digitale)
Kein Pokerstar ist so populär wie der Blitz. (Copyright: YouTube/ ALL IN Magazine)
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Kein Pokerstar ist so populär wie der Blitz. (Copyright: YouTube/ ALL IN Magazine)

Dan Bilzerian: Vom Navy Seal zum Playboy-Pokerstar

Wenn man Instagram-King Dan Bilzerian fragt, ist Pokern pures Talent, gepaart mit einer Portion Stärke und Willenskraft. Der Amerikaner machte zwar zuletzt vor allem durch seine schrägen Playboy-Häschen-Geschichten Schlagzeilen (allen voran die Schadensersatz-Klage des Erotik-Models Janice Griffith, die von Bilzerian vom Dach seines Hauses in den Pool geworfen wurde, diesen knapp verfehlte und sich dabei den Fuß brach. Mehr Interessantes zum verrückten Leben des Dan Bilzerian im Video unten). Zum reichen Playboy und Instagram-Star wurde der „Blitz“ aber erst durch das Pokern.

Für alle, die den größten Poker-Playboy aller Zeiten noch nicht kennen, hier ein kleiner Einblick in das verrückte Leben des Dan Bilzerian:

Das verrückte Leben des Poker-Pros Dan Bilzerian. (Copyright: YouTube/ ALL IN Magazine)
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Das verrückte Leben des Poker-Pros Dan Bilzerian. (Copyright: YouTube/ ALL IN Magazine)

Über 50 Millionen Dollar soll der ehemalige Navy Seal allein mit Kartenspielen verdient haben. Mehrere Millionen Scheine scheffelten auch andere Pokerprofis wie Dan Harrington oder Daniel Negreanu durch das Sammeln von Pokerchips in diversen Turnieren. Kann man den Erfolg im Pokern also tatsächlich erlernen?

Gegen Pokerprofis haben Amaterure meist schlechte Karten. (Copyright: Thinkstock/ über The Digitale)
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Gegen Pokerprofis haben Amaterure meist schlechte Karten. (Copyright: Thinkstock/ über The Digitale)

Geübte Spieler gewinnen öfter

Klar ist: Der Sieg im Poker ist keine reine Glückssache, wie das etwa beim Lotto oder Roulette der Fall ist. Dort ist der Ausgang des Spiels allein dem Zufall überlassen, der Spieler hat keinerlei Einfluss auf Sieg oder Niederlage. Anders beim Poker: Die Spieler können aktiv ins Geschehen eingreifen und verschiedene Aktionen durchführen (zum Beispiel „raise“, „call“, „check“ oder „fold“), die den Spielverlauf verändern.
Außerdem haben die Spieler die Möglichkeit zu bluffen und ihre eigenen Gewinnchancen zu ermitteln, was die Spieltaktik beeinflusst. Nicht zuletzt die Vielzahl von Poker-Strategie-Büchern auf dem Markt deutet darauf hin, dass Poker eine starke Taktik- und Geschicklichkeitskomponente aufweist.

Mit Ass und König auf der Hand ist das Spiel so gut wie gewonnen. (Copyright: Thinkstock/ über The Digitale)
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Mit Ass und König auf der Hand ist das Spiel so gut wie gewonnen. (Copyright: Thinkstock/ über The Digitale)

Gute Karten? Glück gehabt!

Auf der anderen Seite macht die zufällige Kartenvergabe den Ausgang einer Pokerpartie auch zu einer Glückssache. Damit unterscheidet sich Poker deutlich von Strategiespielen wie Schach, die rein auf Taktik und Geschick beruhen. Vor allem, wenn nur eine Hand gespielt wird und folglich keiner der Spieler die Gewinnwahrscheinlichkeiten der einzelnen Blätter kennt, ist der Ausgang der Pokerpartie eher zufällig, da er stark von den verteilten Karten abhängt.
Welche Komponente letztlich überwiegt – Glück oder Geschicklichkeit – darüber zerbrechen sich Wissenschaftler und Juristen nach wie vor die Köpfe.

Erkenntnisse aus dem Labor

So kommen etwa Forscher der Uni Hamburg zu dem Schluss, dass es sich bei Poker eher um ein Geschicklichkeitsspiel handelt. Ihr Argument: Mit zunehmenden Spielwiederholungen „mittle“ sich der Zufall „aus“ (heißt, die Chancen auf ein gutes Blatt sind nach einer bestimmten Anzahl von Runden für alle Spieler gleich) und das Geschick des einzelnen Spielers bestimme primär über Erfolg oder Niederlage. So zeigt auch ein Turnier-Experiment, dass erfahrene Spitzenspieler um 12 Prozent höhere Gewinnchancen haben als schlechte Turnierteilnehmer.
Blufft sie oder nicht? Wer Mitspieler in die Irre führt, kann mächtig punkten. (Copyright: Thinkstock/über The Digitale)
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Blufft sie oder nicht? Wer Mitspieler in die Irre führt, kann mächtig punkten. (Copyright: Thinkstock/über The Digitale)

Dem entgegen stehen die Befunde von Wissenschaftlern der Uni Bremen. Ihre Studie zeigte, dass Pokerexperten nicht häufiger oder mehr Geld gewinnen als durchschnittliche Spieler. Vielmehr sei die Verteilung der Karten erfolgsentscheidend gewesen. Allerdings wären die Experten eher in der Lage, ihre Verluste bei einem schlechten Blatt klein zu halten. Dennoch sei im Rahmen ihrer Studie der Zufall der dominierende Faktor und Poker somit als Glücksspiel einzustufen. Bestätigt wird diese Ansicht durch die Tatsache, dass auf großen Turnieren immer wieder Anfänger den Jackpot knacken. Schließlich bekannte selbst der Kölner Pokerprofi Eduard Scharf: „Jeder kann ein Pokerturnier gewinnen.“ Es komme nur auf die richtigen Karten an.
Glück im Spiel: Auch komplette Anfänger können beim Poker richtig abstauben. (Copyright: Thinkstock/ über The Digitale)
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Glück im Spiel: Auch komplette Anfänger können beim Poker richtig abstauben. (Copyright: Thinkstock/ über The Digitale)

Fazit: Glück oder Können?

Auf die Frage, ob Poker nun ein Glück- oder Geschicklichkeitsspiel ist, gibt es demnach keine eindeutige Antwort. Klar ist aber: Wer das Spiel beherrscht und seine Gewinnchancen direkt ermitteln kann, wird langfristig mehr Geld in der Tasche behalten, als ein blutiger Anfänger, der nur auf gut Glück erhöht oder passt .
Und ganz unabhängig von der Frage nach Glück oder Geschick, bleibt Poker ein interessantes und spannendes Spiel, das wir uns gerne anschauen – vor allem, wenn es so schräge und attraktive Stars wie Dan Bilzerian hervorbringt.

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