Pokémon – warum das Handheld-Konsolenspiel so beliebt ist

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Pokemon – warum das Handheld-Konsolenspiel so beliebt ist

Pokémon – ein kleines Universum für sich

Sie können gefangen, gesammelt und trainiert werden und jeder kennt sie, die kleinen Fantasiewesen namens Pokémon. Allein die Videospiele verkauften sich weltweit über 220 Millionen Mal - Tendenz steigend. Als 1996 das erste Spiel auf den Markt kam, rechnete noch niemand mit so einem großen Erfolg. Bis heute gibt es neben den Videospielen eine Anime-Fernsehserie (japanischer Trickfilm), 15 Kinofilme, Sammelkartenspiele und unzählige andere Merchandise-Produkte. Dabei begann die Entwicklung des Spiels eher schleppend.

Bereits 1990 arbeiteten die Entwickler am ersten Spiel, ihnen ging aber immer wieder das Geld aus, um es fertig zu stellen. Trotz allem war die japanische Spielesoftwarefirma GAME FREAK Inc. von ihrer, damals noch „Capsule Monsters" getauften, Idee überzeugt. Der Erfolg gibt dem Unternehmen Recht, denn bis heute ist Pokémon die erfolgreichste Rollenspielreihe überhaupt. Insgesamt gibt es 66 Spieltitel für „Game Boy" („Game Boy Pocket"), „Game Boy Color", „Game Boy Advance", „Nintendo 64", „Nintendo DS", „Gamecube", „Nintendo Wii", „Nintendo 3DS", und die eigene Pokémon Handheld Spielkonsole „Pokémon Mini". Dabei machen die Rollenspiele der Pokémon-Serie die Hauptspiele aus. Diese werden immer in zwei zusammengehörigen Editionen veröffentlicht, die sich vorwiegend nur durch die zu fangenden Pokémon unterscheiden. Diese können dann auch untereinander getauscht werden, um wirklich alle Monster zu erhalten und im sogenannten Pokédex zu verzeichnen. Aus diesem Grund heißt der Slogan des Spiels auch „Gotta Catch 'em All!" - Komm, schnapp sie alle. Gerade das begeistert sehr viele Spieler an diesem Videospiel. Es ist an Anreiz und eine Motivation, wirklich alle Pokémon zu besitzen. Aus diesem Grund ist auch das Trading-Card-Game so beliebt. Die Sammelleidenschaft aus den Videospielen wird direkt übertragen. Dabei steht für die Spielentwickler im Vordergrund, schnell erlernbare und durchsichtige Spiele zu kreieren.

Die Handheld-Konsolenspiele der Pokémon-Videospielreihen

Besonders beliebt sind die Handheld-Konsolenspiele der Pokémon-Videospielreihen. Die Handheld-Konsolen haben den Vorteil, dass sie tragbar und damit überall mitgenommen werden können, da die Bedienelemente, Bildschirm und Lautsprecher bereits im Gerät integriert sind. Markenführer ist hier Nintendo, aber auch Unternehmen wie Sony sind mit Handheld Konsolen wie der PS Vita auf dem Markt vertreten. 1989 erklomm das Unternehmen mit dem „Game Boy" die Spitze der Handheld-Konsolen. Dieser war auch das erste Medium für die beiden ersten Pokémon-Teile, „Rote Edition" und „Blaue Edition". Durch das Veröffentlichen von zwei zusammengehörenden Editionen für die beliebte Handheld-Konsole, wurde dem Spieler eine völlig neue Art des Spielerlebens geboten. Mit einer Link-Schnittstelle am Gerät wurde es möglich, zusammen zu spielen, bzw. Pokémon gegeneinander antreten zu lassen sowie Pokémon zu tauschen, um auch wirklich alle zu besitzen. Die Spiele waren und sind bis heute darauf ausgerichtet, zwischenspielerische Aktionen zu fördern.

Das Spielprinzip der Pokémon-Rollenspiele

Das Geheimnis des Erfolgs ist außerdem das Spielprinzip der Pokémon-Rollenspiele. Auch nach über15 Jahren ist das Interesse an den kleinen Taschenmonstern ungebrochen. Strategisches Vorgehen und Vielfältigkeit stehen hier im Vordergrund. Sie müssen die Pokémon ausgiebig trainieren, entwickeln, ihre Schwächen ausbessern und Kämpfe planen. Dabei ist das Ziel des Spiels vorrangig das Sammeln von Pokémon und Gewinnen der Pokémon-Kämpfe. Das Sammeln dient dabei vor allem dem Kampf, da alle unterschiedliche Fähigkeiten besitzen und verschiedene Pokémon-Typen darstellen. Die Kampfsequenzen stehen auch bei den Entwicklern im Vordergrund, weshalb hier ausgefeilt in die Tiefe gegangen wurde. Pokémon können wild gefangen, getauscht oder auf anderen Wegen erhalten werden. Sie dienen dazu Pokémon-Meister zu werden. Im Spiel heißt es für Sie nämlich, der/die Beste zu werden. Dazu lässt man seine gefangen Pokémon gegen andere Pokémon (in freier Wildbahn oder gegen andere Trainer) antreten. Dadurch werden sie stärker und können sich zu höheren und besseren Formen entwickeln.

Ein Pokémon hat fast immer drei Entwicklungsstadien. Diese Stufen werden vor allem dadurch erreicht, ein Taschenmonster auf ein bestimmtes Stärke-Level zu bringen oder sie zwischen den beiden Editionen, per Link-Kabel oder Drahtlos-Verbindung, zu tauschen. Andere wiederum benötigen bestimmte Items zur Weiterentwicklung. Mit den trainierten Pokémon heißt es dann, Kämpfe gegen andere Trainer zu bestreiten. Die wichtigsten Kämpfe sind die „Arenaleiterkämpfe". Pokémon-Arenaleiter gibt es in jeder Stadt. Wenn Sie diese besiegen, bekommen Sie den Orden der Arena. Hat man alle besiegt, wird dem Spieler eine letzte Herausforderung geboten – die „Top 4". Wenn Sie diese Elite der Pokémon-Liga erfolgreich in die Knie zwingen, haben Sie sich den Champion-Titel erkämpft. Das ist das Hauptziel der Spiele, wobei Ihnen durch das Gameplay sehr viele Freiheiten gelassen werden. Nicht jeder muss die gleichen Ziele verfolgen.

Es gibt verschiedene Pokemón-Generationen

Als 1996 die erste Pokémon-Generation mit 152 Pokémon ins Leben gerufen wurde, hat wohl keiner mit dem Erfolg gerechnet. Bis zum heutigen Tag gibt es sechs Generationen, die von den verschiedensten Handheld-Konsolen abgedeckt werden. Damit wird die Fülle der unterschiedlichen Spiele, und damit auch Charaktere, deutlich. Jedes Pokémon hat seinen eigenen Reiz, den Sie entdecken können. Im Folgenden sollen die Generationen und die dazugehörigen Spiele der Handheld-Konsole vorgestellt werden. Sie erhalten dadurch einen Einblick in die Faszination und Beliebtheit der Spiele und Editionen

Erste Pokémon-Spielgeneration - das Urgestein

Die erste Spielgeneration, auch „Color Generation" genannt, ist nach wie vor bei Spielern sehr beliebt. Die Spiele der „Blauen Edition" und „Roten Edition" für den „Game Boy", haben mittlerweile Kultstatus erlangt. Aufgrund der Beliebtheit gab es in Europa auch noch eine Zusatzedition „Gelb", in der Pikachu das Starterpokémon ist. Allerdings sind dies nur die europäischen Varianten. Die allerersten Spiele aus Japan waren die „Aka" und „Midori" Edition (Rot und Grün) sowie ihr Nachfolger „Blau", die in dieser Form nur in Japan erschienen sind. Die blaue Fassung wurde aufgrund des großen Erfolges produziert. Sie enthält neue Dialoge und eine überarbeitete Grafik. Auf dieser Version beruhen die europäischen Varianten „Rot" und „Blau". Zusammen beinhalten diese Editionen insgesamt 151 Pokémon (davon fünf sogenannte „Legendäre Pokémon"). Ziel des Spiels ist es, Team Rocket aufzuhalten und Pokémon-Meister zu werden. Als junger und dynamischer Trainer haben Sie am Anfang des Spiels die Auswahl zwischen den Pokémon Shiggy (Wasserpokémon), Bisasam (Pflanzen- bzw. Giftpokémon) oder Glumanda (Feuerpokémon). Diese erhalten Sie von Professor Eich, einem Pokémonforscher aus Alabastia. Dessen Enkel ist während der ersten und dritten Generation Ihr Rivale. Die „Gelbe Edition" hat eine separate Geschichte und besitzt eigene spielinterne Tauschpokémon. Damit sind Text und Grafik von der „Blauen" und „Roten" Edition zu unterscheiden. Übernommen wurde aber das rundenbasierte Kampfsystem, bei dem man bis zu sechs Pokémon einsetzen kann.

Durch den Erfolg der ersten Hauptspielreihe, wurden für die Handheld-Konsole „Game Boy Color" die Spiele „Pokémon Pinball" und „Pokémon Trading Card Game" herausgebracht. 

Zweite Pokémon-Spielgeneration - Ein Erfolg setzt sich fort

Die zweite Genartion („Metal Generation") besteht aus den Spielen „Pokémon Gold" und „Pokémon Silber" für den „Game Boy Color". Die Zusatzedition ist „Pokémon Kristall", in der Sie zum ersten Mal das Geschlecht des Spielcharakters festlegen können. Das besondere an diesen Spielen ist, dass mit ihnen das Spielerlebnis zum ersten Mal in Farbe erlebt werden konnte. Die „Kristall" Edition kann außerdem ausschließlich auf dem „Game Boy Color" gespielt werden, wobei „Silber" und „Gold" auch auf dem „Game Boy" laufen. Die neuen Pokémon dieser Generation sind die mit der Nummer 152-251. Es gibt weiterhin zwei neue Typen, Stahl und Unlicht, welche die bisherigen Typen auf 17 aufstocken. Außerdem kam nur in der zweiten Generation ein neues Fossil-Pokémon hinzu. Mit der Möglichkeit der Zucht bekommen die Pokémon auch ein Geschlecht. Die Handlung spielt hier nicht, wie in den ersten Teilen in Kanto, sondern in der Region Johto. Aber auch hier ist das Ziel des Spiels bester Trainer von allen zu werden, und sich seinem Rivalen „Silber" zu stellen. Eine Innovation bietet der Tag-Nacht-Rhythmus, wobei nun bestimmte Pokémon nachts gefangen werden können.

Spiele neben der Hauptreihe der zweiten Generation sind „Pokémon Puzzle Challenge" und „Pokémon Card GB 2".

Dritte Pokémon-Spielgeneration

Viel Freude können Sie auch mit dem „Game Boy Advance" und der dritten Generation „Rubin" und „Saphir" erleben. Die Zusatzedition ist hier „Smaragd". Es gibt bei diesen Spielen so viele Neuerungen, dass sich Nintendo dazu entschied, keine Kompatibilität mehr zu den Spielen den ersten beiden Generationen einzurichten. Neu sind Einführung von Wesen, Fähigkeiten und Fleiß-Punkten. Im Spielverlauf müssen, mit Hilfe von 135 neuen Pokémon, die bösen Machenschaften von „Team Aqua" und „Team Magma" verhindert werden.

Ein weiteres Spiel, in Analogie zur dritten Generation, ist „Pokémon Pinball – Rubin & Saphir". Weiterhin entstand für den „Game Boy Advance" auch „Pokémon Mystery Dungeon", in der man die Rolle eines Pokémon übernimmt.

Vierte Pokémon-Spielgeneration

Die vierte Generation besteht aus fünf Spielen, „Pokémon Diamant", "Perl-Edition", der Zusatzedition „Pokémon Platin" und den Remakes der goldene und silbernen Edition, „HeartGold" und "SoulSilver". Diese neuen „Nintendo DS" Spiele spielen auf der Halbinsel Sinnoh, verfolgen aber immer noch das gleiche Spielprinzip. Allerdings wurden die Menüführung und das Kampfsystem geändert, weil der „Nintendo DS" zwei Bildschirme besitzt. Auch die Nintendo Wi-Fi Connection präsentiert sich als Neuerung. Dadurch wird es Ihnen ermöglicht, mit Spielern aus aller Welt zu tauschen und gegeneinander zu kämpfen.

Für den „Nintendo DS" sind noch weitere, innovative Spiele herausgekommen, so z.B. „Pokémon Ranger" und dessen zwei Fortsetzungsteile oder „Pokémon-Link!".

Fünfte Pokémon-Spielgeneration

Auch die fünfte Generation ist für den „Nintendo DS" erhältlich und umfasst derzeit vier Spiele, „Schwarze" und "Weiße" Edition, sowie Pokémon "Schwarze Edition 2" und "Weiße Edition 2". Diese spielen in der Region Einall, in der Sie wieder Pokémon fangen und trainieren, um der beste Trainer zu werden. Die Grafik der Spiele hat sich hier stark verbessert. Sie schauen nun nicht mehr von oben auf das Spielgeschehen, sondern etwas schräger, sodass ein dreidimensionaler Effekt entsteht.

Ein weiteres Spiel für den „Nintendo DS" ist „Lernen mit Pokémon: Tasten-Abenteuer". Für den „Nintendo 3DS" erschienen die Spiele "Pokédex 3D" und „Super Pokémon Rumbl".

Sechste Pokémon-Spielgeneration

Die sechste und bisher letzte Generation besteht zurzeit aus den gleichzeitig erscheinenden „Nintendo 3DS" Spielen „X" und "Y„. Mit dieser Generation wird auch ein neuer Typ "Fee" eingeführt. Das Spielprinzip hat sich, trotz 3D Erlebnis, jedoch kaum verändert. Das Pokémon-Spiel erzählt den Aufbruch von fünf Freunden, die als Pokémon-Trainer erfolgreich sein wollen. Im Spielverlauf trennen sie sich, treffen aber während des Spiels immer wieder aufeinander. 

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