Poercap Kondensator einbauen - aufladen - entladen

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Elko/Kondensator bzw. Powercap

einbauen - aufladen - entladen

ACHTUNG!
Das Einschalten von Kondensatoren (Elko/Powercap/usw.) ohne den richtigen
Widerstand wirkt dort wie ein elektrischer Kurzschluss mit sehr hohen Strömen,
der den/die Kondensator/en ganz leicht zum Explodieren   bringen kann!

Deshalb müssen Kondensatoren vor Arbeitsbeginn an der Kfz-Elektr(on)ik
immer  e n t laden  und nach Arbeitsende wieder  a u f g e laden werden!

Einsteigern raten wir jedoch ausdrücklich dazu, alle unten genannten Arbeiten
möglichst von einer Elektrofachkraft/einem Mechatroniker ausführen zu lassen!
Tun Sie es trotzdem selbst, unbedingt auf die richtige Polung am/des
Elko/s achten, weil ihn eine Falschpolung sehr schnell zerstören kann!

Entladen

Wenn bereits ein Elko/Kondenstor/Powercap in dem System angeschlossen ist und
- das Fahrzeug in die Werkstatt gegeben werden soll oder
- Sie selbst an der Fzg-Elektr(on)ik arbeiten möchten oder
- ein vorhandener Kondensator ausgebaut werden soll oder
- ein oder mehrere weitere/r Kondensator/en eingebaut werden soll/en,
muss/müssen diese/r  v o r her  unbedingt entladen werden, obwohl sich Kondensa-
toren je nach ihrer Wertigkeit über ihren eigenen Isolationswiderstand eigentlich in-
nerhalb eines üblichen Zeitraumes von 16-166 Minuten selbst entladen sollten! Dazu:
1. Stets zuallererst die (Haupt-)Sicherung - wie unten beschrieben - herausnehmen
2. a) Wenn möglich einen Strommesser am Kondensator/Powercap anschließen.
         Zeigt er fast nichts (weniger als 2 Volt) an, hat er sich praktisch schon entladen.
         Wenn das aber nicht der Fall ist, muss man es wie folgt von Hand erledigen:
    b) Die Drähtchen des unten erwähnten Widerstands oder des entsprechenden Glüh-
         lämpchens jeweils an Plus (+) und Minus (-) des Kondensators/Powercaps halten
         und nach etwa einer Minute bzw. wenn die Kondensatorspannung unter 2 V(olt)
         abgesunken ist einfach wieder lösen.
3. Ein so entladener Kondensator/Powercap ist nun praktisch leer.
Falls das Fzg in die Werkstatt kommt, empfiehlt es sich vermutlich,
zusätzlich am Kondensator und/oder am Lenkrad einen Hinweiszettel
darüber anzubringen, wo sich der betreffende Elko befindet und welchen
Ladezustand er gerade aufweist. Das muss dann aber auch stimmen!

Einbau

1. Die betreffende Sicherung, die sich innerhalb 20 (max. 30) cm nach der/dem (Zu-
    satz-) Batterie/Akku befinden sollte, herausnehmen.
2. Powercap möglichst nahe, d.h. innerhalb ca. 20 cm  vor der Endstufe (wenn mehrere
    verschiedene vorhanden, sind vor der leistungsstärksten) einbauen. D.h.: Die dicken
    (langen) Kabel von der/dem Batterie/Akku (Plus ist meistens die rote Leitung; Minus/
    Masse ist meistens die schwarze - seltener blaue - Leitung) an den richtigen Polen
    des Powercaps anschließen und von dort mit gleichen (gleich dick, gleicher Quer-
    schnitt), aber entsprechend kurzen Stromkabeln an der richtigen Endstufe anklem-
    men. Die Masse-Ableitung erfolgt (bzw. sollte bereits erfolgen) von dieser Endstufe
    mit einer ebensolchen Leitung, wie in unserer Anleitung zu Geräteeinbau und Anlagen-
    installation ausführlich beschrieben (evtl. gleich nachschauen und ggf. nachholen).
3. Hat der Powercap noch eine zusätzliche Klemme für den Remote-Anschluss, dann
    diesen mit dem dünneren Kabel mit dem Remote- oder Antennen-Ausgang des Ra-
    dios (geräteabhängig) verbinden. Am Radio ist das der gleiche Anschluss bzw. Stek-
    ker, an dem auch die Remoteleitung zum Zuschalten/Aktivieren der Endstufe/n ange-
    schlossen ist/wird. Hierzu muss eventuell das Remotekabel nochmals zusätzlich abge-
    zweigt werden, wofür es passende Y-Kabel gibt.

Aufladen

1. In speziellen Powercaps mit einem kleinen (Volt-Anzeige-) Display ist normalerweise
    schon eine Elektronik zum automatischen Aufladen integriert, sodass für diejeni-
    gen dieser Abschnitt entfällt, weil dieses Teil seinen Powercap praktisch gleich
    nach dem Einbau und der Stromzufuhr selbständig betriebsbereit macht. Zur Sicher-
    heit sollte sich jedoch darauf niemand verlassen, sondern stets nachprüfen. Darüber-
    hinaus gibt es aber auch Kondensatoren mit bereits integrierter Schutz/Lade-Elek-
    tronik, jedoch ohne eine solche Anzeige oder eine andere Hinweismöglichkeit.
2. a) Falls das aber nicht so ist und/oder bei dem Powercap nicht extra darauf hinge-
         wiesen wird, dass dieser eine eigene Lade-Elektronik besitzt, hat er sehr wahr-
         scheinlich auch keine und muss daher manuell geladen werden. Normalerweise
         liegt einem Kondensator ohne eine solche Schutzelektronik ein passender Wider-
         stand oder ersatzweise eine kleine Glühlampe bei. Fehlt ein solcher Gegenstand
         besorgt man sich einen 10W/10Ohm-Keramik-Widerstand oder eine gleichwertige
         Glühlampe (und lötet an die Glühlampenpole noch zwei Drähtchen an).
     b) Wenn noch nicht geschehen, spätestens jetzt - unbedingt   v o r  dem Aufladen - die
          betreffende Sicherung, die sich innerhalb 20 (max. 30) cm nach der/dem (Zusatz-)
          Batterie/Akku befinden sollte, herausnehmen.
3. a) Wenn möglich, mit einem Spannungsmessgerät/entspr. eingestelltem Multimeter
         die Spannung am Kondensator/Powercap messen - ist jetzt noch 0 (Null) oder
         oder jedenfalls niedriger als 2 Volt - und dranlassen.
    b) Zum Aufladen des Kondensators nun die Beinchen des Widerstands (oder das
        Glühlämpchen am besten mit dazu angelöteten Drähtchen) etwa 1 Minute lang
        bzw. bis das zuerst hell und danach schnell schwächer leuchtende Glühlümpchen
        ausgeht - nicht länger! - bzw. bis der ggf. verwendete Spannungsmesser ungefähr
        10-11 V(olt) - nicht mehr! - anzeigt an die Kontakte der nun leeren Sicherungshal-
         terung halten.
4. a) Eventuell verwendeten Spannungsmesser abnehmen.
    b) Widerstand bzw. Lämpchen einfach wieder wegnehmen.
5. Die zu Beginn herausgenommene Hauptsicherung sofort wieder einsetzen!
=> Powercap-Anschlüsse im geladen Zustand  n i c h t   mehr  a n f a s s e n !
 

Kennzeichnung von Kondensatoren:

Weil die Kondensatoren-Kennzeichnung nach wie vor nicht vereinheitlicht wurde,
haben wir erst gar nicht versucht, hier eine/n solche/n Tabelle/Rechner aufzubauen.
Den größten Überblick zur Kondensatoren-Kennzeichnung findet man u.E. hier.
 

Bearbeitungsstand: Sommer 2005
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