Platzsparende Besteckaufbewahrung: So wählen Sie geeignete Besteckkästen für Ihre Einbauküche aus

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Platzsparende Besteckaufbewahrung: So wählen Sie geeignete Besteckkästen für Ihre Einbauküche aus

Das Essbesteck, bestehend aus Messer, Gabel und Löffel, ist heute aus keinem Haushalt wegzudenken. Es besteht in der Regel aus einem mehrteiligen Set für die ganze Familie oder zum Gebrauch, wenn zahlreicher Besuch kommt. Ergänzt wird es noch durch eine Vielzahl spezialisierter Gabeln, Löffel und Messer, wie zum Beispiel Fischmesser, Grapefruitlöffel und Honiglöffel, Kuchengabeln und vieles andere. Wer ein ganzes Tafelbesteck besitzt und noch eine Reihe solcher spezialisierter Bestecke, der möchte diese Utensilien natürlich auch gut unterbringen. Daher gibt es zur Aufbewahrung den Besteckkasten, der sich gut in der Schublade der Einbauküche unterbringen lässt. So sind alle Besteckteile übersichtlich aufbewahrt und vor Verschmutzung geschützt.

Alles zum Thema Besteck, Besteckkasten und Besteckeinsätze erfahren Sie in diesem Ratgeber. Auch wie Sie geeignete Besteckkästen für Ihre Einbauküche bekommen, wird näher erläutert.

Wie die Gabel zu Messer und Löffel kam

Für uns ist die Verwendung von Messer, Gabel und Löffel heutzutage selbstverständlich. Doch das war nicht immer so und ist es auch in vielen anderen Kulturen nicht. Diese Art des Essbestecks ist ein typisches Merkmal des westlichen Kulturkreises. In den meisten anderen Ländern der Welt wird dagegen kunstvoll mit den Fingern gegessen, nur der Löffel ist ein weltweit universales Besteck. In islamischen und hinduistischen Ländern gibt es strenge Regeln zum Essen mit den Fingern, denn nur die rechte Hand darf dafür verwendet werden. Die linke Hand ist stattdessen der Körperpflege vorbehalten und daher tabu beim Essen. Nur in Ostasien hat sich wie im westlichen Kulturbereich ein festes Essbesteck etabliert. Jedoch besteht dies aus Essstäbchen.

Tafelbesteck ist noch nicht alt

Auch im westlichen Kulturbereich ist das heute bekannte Tafelbesteck eine eher jüngere Erfindung. Im Mittelalter wurden nur Löffel und Messer verwendet, die die meisten Personen stets als persönliche Habe am Gürtel trugen und zu jedem Gastmahl mitbrachten. Mit dem Messer, welches nicht nur zum Essen diente, sondern auch als Werkzeug oder Waffe dienen konnte, wurde das Essen aber lediglich geschnitten. Danach spießte man es auf oder aß mit den Fingern. Die Gabel als obligatorisches Esswerkzeug kam erst sehr spät auf, auch wenn sie bereits seit der Antike als Fleischgabel bekannt war. Das zackige Werkzeug wurde im Mittelalter als Instrument des Teufels betrachtet und noch Größen wie Martin Luther und Erasmus von Rotterdam sprachen sich gegen Gabeln aus. Vom kulturell stets führenden Italien aus, kam die Gabel etwa ab dem 16. Jahrhundert jedoch als Obstgabel langsam in Mode und in Deutschland setzte sich die Gabel als regulärer Teil des Essbestecks im späten 17. Jahrhundert durch. Erst im 19. Jahrhundert jedoch wurde die Gabel während der Mahlzeit ständig benutzt und hatte sich in allen Bevölkerungsschichten verbreitet. Nun wurde Besteck auch in solchen Massen produziert, dass einzelne Personen es nicht mehr zu Mahlzeiten mitbrachten, sondern es neben den Tellern für Gäste bereitgelegt wurde. Wer Gäste einlud, benötigte nun ein ganzes Besteckset für 6, 12 oder mehr Personen und nicht nur für die eigene Familie.

Der Unterschied zwischen Besteckkasten und Besteckeinsatz

Mit dem Aufkommen der Essbestecke und ganzer Bestecksets für viele Personen entwickelten sich auch neue Aufbewahrungsformen. Da es noch kein Edelstahl gab, wurde Besteck oft aus teurem Silber hergestellt und war dementsprechend wertvoll. Für einen Dieb zählte bei einem Einbruch das Tafelsilber deshalb auch als lohnenswerte Beute. Und wurde es einmal finanziell knapp in einer Familie, dann kam es oft zur Verpfändung oder zum Verkauf des Bestecks. Um das wertvolle Tafelsilber, das auch oft vererbt wurde, sicher aufzubewahren, verwendete man Besteckkästen. Dabei handelte es sich um einen Koffer, der mit feinem farbigen Stoff (oft Seide) ausgelegt war und feste Plätze für ein komplettes Set Besteck für bis zu 36 Personen aufwies. Häufig gab es auch Extra-Sets nur für Kaffee- und Kuchenbesteck, Fischbesteck und Ähnliches. Diese Besteckkästen verfügten häufig über ein Schloss mit Schlüssel, sodass nicht jeder einfach Silberbesteck entnehmen konnte. Heute wird diese Art von Besteckkasten häufig als Besteckkoffer bezeichnet, da der Ausdruck Besteckkasten auf die heute gebräuchlichen Besteckeinsätze für Schubladen in Einbauküchen übergegangen ist.

Mit der Einbauküche kommt der Besteckeinsatz

Klassische Besteckkästen wurden aber nach und nach überflüssig, da Bestecke mit dem Aufkommen von rostfreiem Edelstahl aus weniger wertvollen Materialien gefertigt werden konnten. So konnte sich bald jedermann ein Besteckset leisten und war es nicht länger nötig dieses gewöhnliche und eher günstige Besteck diebstahlsicher aufzubewahren. Mit dem Aufkommen von Einbauküchen nach dem Zweiten Weltkrieg suchte man dann eine Möglichkeit das Besteck griffbereit, aber gut sortiert aufzubewahren. Die Lösung war der heute gebräuchliche „Besteckkasten" für die Schublade, der eigentlich korrekterweise als Besteckeinsatz bezeichnet werden muss.

Für sehr hochwertiges Besteck aus Silber oder Gold gibt es jedoch auch heute noch die klassischen Besteckkästen zu kaufen.

Moderne Besteckeinsätze für Schubladen

Die allgemein bekannten Besteckeinsätze, wie es sie heute in jeder Küche gibt, sind aus einer Reihe verschiedener Materialien gefertigt. Viele dieser Besteckeinsätze bestehen aus gängigem Kunststoff und sind somit sehr einfach zu reinigen und außerdem sehr leicht. Besteckeinsätze aus Metall finden sich dagegen fast nie, auch wenn einige Kunststoffe mit einer metallähnlich wirkenden Außenschicht versehen werden. Häufiger anzutreffen sind dagegen Besteckeinsätze aus Holz. Dieses ist schwerer als Kunststoff und auch nicht so einfach abwaschbar, bietet aber eine attraktive Holzoptik in Küchen, zu denen dies passt. Häufig wird als Holz Bambus verwendet, aber auch Kiefer und andere Hölzer kommen zur Anwendung. Mitunter finden sich neben diesen beiden Hauptvarianten auch Gitterbesteckkästen aus Chrom.

Eine große Farbvielfalt können natürlich nur Besteckeinsätze aus Kunststoff bieten. Wer einen Besteckeinsatz passend zur Farbe der Küche wählen möchte, ist bei diesem Material am besten aufgehoben.

Die richtige Passgröße für Besteckeinsätze

Beim Kauf von Besteckeinsätzen kommt es vor allem auf eines an: die Größe. Schubladen in Einbauküchen können recht unterschiedliche Maße haben. Nicht nur, was die Breite und Tiefe betrifft, sondern oftmals auch in der Höhe. Möchte man einen Besteckeinsatz dafür kaufen und den Platz passgenau ausnutzen, benötigt man die exakten Maße der Schublade. Bevor Sie zum Kauf schreiten, sollten Sie daher unbedingt erst einmal die gewünschte Schublade vermessen. Haben Sie Höhe, Tiefe und Breite notiert, können Sie mit der Suche beginnen. Es empfiehlt sich dabei zuerst nach der Breite auszusortieren, da diese Größe am stärksten schwankt. Höhe und Tiefe ähneln sich bei Schubladen moderner Einbauküchen meistens mehr. Viele Anbieter von Besteckeinsätzen wissen, wie wichtig die Passgröße ist, und bieten ihre Produkte gleich in verschiedenen Größen an. Einige bieten sogar eine Anfertigung nach Wunschmaß, für den Fall, dass eine ungewöhnliche Größe gewünscht wird.

Zudem gibt es auch ausziehbare Besteckeinsätze, die individuell in der Breite verstellt werden können. Meist handelt es sich dabei um circa 20 cm Spielraum zwischen minimaler und maximaler Breite. Auf diese Art kann der Schubladeneinsatz nach Bedarf bestimmt werden und auch bei einem Umzug oder beim Kauf einer neuen Einbauküche mit hoher Wahrscheinlichkeit noch weiter verwendet werden. Mitunter findet man auch Besteckeinsätze ganz speziell für eine bestimmte Einbauküche. Hier lohnt es sich dann direkt mit dem Namen der Küche zu suchen, um einen passenden Besteckeinsatz zu finden.

Die Fächeraufteilung macht's

Bei der Auswahl eines Besteckeinsatzes kommt es neben der Größe dann noch auf die Aufteilung und die Anzahl und Größe der einzelnen Fächer an. Einfache Modelle verfügen meist über eine Reihe gleich großer Fächer, ausgefeiltere Varianten haben unterschiedlich große Fächer für verschiedenes Besteck und unterschiedlich große Kochutensilien, wie Schneebesen und Kellen. Manche Luxusvarianten verfügen sogar über individuelle Fächer für Gewürzstreuer. Je größer der Besteckeinsatz, desto größer ist natürlich auch die Auswahl an Fächern. Wer wenig Platz in den Schubladen hat und trotzdem alles Wichtige unterbringen möchte, sollte auf unterschiedlich große Fächer achten. So ist auch der Platz für kleine Teelöffel und große Küchenmesser neben dem Essbesteck optimal ausgenutzt. Andere Küchenutensilien, wie Schäler, Schneebesen und Ähnliches sollten dann lieber an Küchenleisten an der Wand ihren Platz finden.

Wer in seinen Schubladen sehr viel Platz hat, kann sich eine der Luxusvarianten des Besteckeinsatzes gönnen, in der fast alles untergebracht werden kann, was Besteck oder Kochutensil ist.

Besteckeinsätze in allen Varianten

Das Angebot an Besteckeinsätzen ist mit unzähligen Varianten in verschiedenen Materialien, Größen und Farben nahezu unüberschaubar. Wer seine Suche einschränken möchte, kann dies über Anzahl der Fächer oder die Herstellermarke tun. Viele Firmen, die auch andere Küchenutensilien herstellen, haben Besteckeinsätze im Angebot. Zu den bekanntesten Marken gehören hier:

  •  Zeller
  •  WMF
  •  Guzzini
  •  Curver

Haben Sie schon Küchenutensilien eines bestimmten Herstellers, kann es sich lohnen auch noch den passenden Besteckeinsatz dazuzukaufen. Viele weniger bekannte Hersteller bieten allerdings ebenfalls eine große Auswahl, die ihren Geschmack treffen könnte.

Passgenaue Besteckeinsätze sorgen für optimale Platzausnutzung

In vielen Küchen ist nur wenig Platz für Besteck und Küchenutensilien, denn gerade Einbauküchen verfügen oft nur über kleine Schubladen mit wenig Stauraum. Umso wichtiger ist es, diesen Platz optimal zu nutzen und keine Ecken zu verschwenden. Der Kauf eines passgenauen Besteckeinsatzes ist eine gute Möglichkeit den vorhandenen Stauraum vollständig auszunutzen. Vor dem Kauf sollte daher immer gute ausgemessen und überlegt werden, welche Bestecke und Küchenutensilien darin Platz finden sollen. Ausziehbare Besteckeinsätze machen es möglich sogar sehr ungewöhnliche Breiten passgenau auszunutzen. Für alle anderen Schubladenbreiten gibt es vorgefertigte passende Einsätze.

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