Plattenlager ( Stelzlager ) - Unterbau, feste Auflage

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Plattenlager ( Stelzlager ) - Unterbau, feste Auflage

 
Neu-Terrasse mit Abdichtung Neu-Terrasse mit Abdichtung
und Wärmedämmung
Sanierung einer
Alt-Terrasse
BP Betonplatte
EF EPDM-Folie
BM Bautenschutzmatte
BP Betonplatte
WD Wärmedämmung
EF EPDM-Folie
BM Bautenschutzmatte
BP Betonplatte
AP Alt-Terrassenplatten
EF EPDM-Folie
BM Bautenschutzmatte
 

Für die Verlegung von Terrassenplatten auf Plattenlagern , z.B. für eine Gartenterrasse, muß ein ebenener und fester Unterbau vorhanden sein, der ein Gefälle von mindestens 2% haben soll. Dazu ist zunächst ein Aushub von 30 cm notwendig, der mit Kies verfüllt wird, damit anfallende Feuchtigkeit schnell nach unten abwandern kann.

Darüber wird eine Betonplatte gegossen. Für eine Terrassenfläche von 30 m² (z.B. 5 m x 6 m) reichen 5 cm Dicke aus. Als Bewehrung kann man Estrichgittergewebe verwenden, daß oben und unten mit mindestens 2 cm Beton bedeckt sein sollte.

Um die obere Fläche eben zu bekommen ,legt man an zwei Längsseiten der Terrassenfläche je ein Rohr oder gerade Holzbalken,  über die man mit einer geraden Brettkante die Fläche abzieht. Die Lage der Rohre / Holzbalken bestimmt auch das Gefälle. Sie sollten außerdem verankert sein, da der Flüssigbeton erheblichen seitlichen Druck ausübt. Wer in der Ausführung unsicher ist, beauftragt am besten einen Maurer damit.

Außerdem muß an der Wasserablaufkante der Betonfläche ein Kiesstreifen in der Breite von 30 cm (und 30 cm Tiefe) entlang der Kante vorhanden sein, da hier das meiste Wasser anfällt und schnell abgeführt werden muß. Eine andere Lösung wäre eine Rinne, die Anschluß an eine Dränage hat.

Der obige Vorschlag ist eine Variante für mittlere Bodenverhältnisse. Stark sandiger oder stark lehmiger Boden wären die beiden entgegengesetzten Extreme.
Auf den Unterbau (Betonplatte) kann man Plattenlager legen oder Stelzlager stellen. Darauf legt man dann die Terrassenplatten aus Beton, Terrazzo , Granit oder Keramik.
Wenn die Betonplatte eine größere Ausdehnung hat, wird sie sich bei Temperaturschwankungen aus dehnen und zusammenziehen. Dadurch entstehen Haarrisse in die Nässe eindringt. Durch Frost-/Tau-Wechsel werden sich die Risse vergrößern und letztlich die Betonplatte zerstören. Wer die Terrasse lange nutzen will, sollte die Betonplatte abdichten (z.B. mit EPDM-Folie). Darüber kommt als Schutz eine Bautenschutzmatte . Erst auf die Bautenschutzmatte werden dann die Plattenlager oder Stelzlager gesetzt.

Statt der Terrassenplatten kann man auf die Stelzlager oder Plattenlager auch die Unterkonstruktion (Querhölzer) einer Holzterrasse auflegen. Auf den Querhölzern werden dann die Holz- oder WPC-Dielen befestigt.

 

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