Pixma iP1500 kann auch länger, als von Canon vorgesehen

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An diesem Drucker gefällt mir zum einen, daß die Patronen noch ohne die heutzutage übliche Chip-Schikane funktionieren. Nimmt man Patronen ohne Original-Canon-Tinte, so sind sie sehr günstig: z.B. 0,99€ für Schwarz, 1,49€ für Bunt. Bekanntermaßen verdienen die Hersteller nicht so sehr am Drucker selbst, sondern an den Betriebskosten und da v.a. an der unverhältnismäßig teuren Tinte. Dieses Ärgernis kann man hier ganz einfach umgehen. Zum anderen gefallen mir das kleine, kompakte Maß und die relativ einfache Bauweise. Wie die meisten Tintendrucker, so hat auch dieser „Sollbruchstellen": Hersteller konzipieren Drucker so, daß sie nicht ewig halten. Verschleißteile sollten möglichst auch nicht einfach auswechselbar sein. Ist schlecht für´s Geschäft. Eine häufige „Sollbruchstelle“ beim Pixma iP1500 ist die Meldung, daß die „waste ink absorber“ voll sind. Das sind saugfähige Pads tief unten im Drucker, die Überschußtinte aufnehmen. Man würde sich ja schön bedanken, wenn Überschußtinte unten aus dem Drucker z.B. auf Möbel oder den Teppich quellen würde. Normalerweise denkt man jetzt: Kaputt, also neuen Drucker kaufen. Es ist aber bei diesem Drucker gar nicht so sehr schwer, das zu richten. Auf Youtube z.B. gibt es 2 ganz hervorragende Videos (Part 1 + 2), die Schritt für Schritt und Schräubchen für Schräubchen zeigen, wie´s geht. Suchen mit „fix Waste Ink Absorber Pixma iP1500“. Teil 1 zeigt, wie das Auseinander bauen geht (Zusammenbau entsprechend genau umgekehrt). Teil 2 zeigt, wie das anschließend notwendige Resetten geht. Das Service-Tool ist als kostenloser Download leicht im Net zu finden und sollte man als Besitzer eines Canon-Druckers eh haben. Mit ein bißchen Geduld, Geschick und empfehlenswerterweise Ärzte-Einmalhandschuhe (gg. Tintenfinger) kann man dieses Problem ohne Kosten und ohne Ersatz-Pads beheben. Es sind wieder saubere Drucke möglich und die Drucker-Lebensdauer ist erheblich verlängert. Dem eigenen Geldbeutel und der Umwelt tut das gut. Profit-Maximierern wird´s weniger gefallen. Und so kann man weiter zu Preisen drucken, die mit den kleinen Geräteausmaßen korrespondieren. Wenn Sie den Drucker sonst eh wegwerfen würden, können Sie den Versuch ja wagen - schlimmstenfalls machen Sie etwas an Ihrem Müll kaputt. Ich meine: Der Canon Pixma iP1500 muß in vielen Fällen eigentlich noch lange nicht weggeworfen werden. Es sei denn, der Druckkopf ist defekt. Der ist leider irreparabel und als Neu-Ersatzteil wirtschaftlich kaum sinnvoll. Manchmal kann man jedoch bei eBay noch funktionierende Druckköpfe gebraucht kaufen. Der Druckkopf-Wechsel ist fast so einfach, wie das Patronenwechseln. Im Wartungsprogramm (Drucker > Eigenschaften) muß anschließend nur noch der Druckkopf ausgerichtet werden. Dabei wird man angeleitet. Ich hoffe, das der Bericht dem einen oder anderen weiterhilft. Manchen wird er wenigstens zum Nachdenken über Ressourcenvergeudung anregen. Dann hat er sich auch gelohnt.
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