Pink Panther: leise anschleichen ist nicht

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Allein für die Farbe brauchst du Mut – viel Mut. In feinstem Pink wurde dieser Challenger lackiert. Man möchte meinen, ohne Rücksicht auf Verluste. Aber schau selbst. 
Dezent geht anders, Originalität auch. Aber er fällt auf.
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Dezent geht anders, Originalität auch. Aber er fällt auf.

72’er Dodge Challenger in Pink – auffälliger geht‘s nicht

Der Challenger gilt als einer der Nachzügler der Ponycar-Ära. Als sich der Trend hin zu kleinen Autos mit großem Motor langsam dem Ende neigte, zeichnete Designer Carl Cameron eine schlichte, aggressive  Karosserie, die im Plymouth Barracuda und eben im Dodge Challenger Verwendung fand. Beide Modelle waren weitestgehend baugleich und erlangten einen ähnlich hohen Kultstatus in der Fangemeinde. Der mit viel Liebe zum Detail komplett neu aufgebaute Dodge Challenger von RD Classics glänzt in einem absolut makellosen Zustand. Lack und Innenraum fallen besser aus als zum Zeitpunkt der damaligen Werksauslieferung. Dezent geht anders. Und das soll auch so sein. Doch dazu gleich mehr.
Beweis für den absoluten Top-Zustand: Die Türkanten kennen Rost nur aus Schauergeschichten.
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Beweis für den absoluten Top-Zustand: Die Türkanten kennen Rost nur aus Schauergeschichten.

Perfekter Zustand und hohe Handwerkskunst

Jedes Teil der Karosserie wurde angefasst und vom Rost befreit. Auch problematische Stellen wie Türkanten oder Schweller zeigen keinerlei Gebrauchsspuren. Der solide Lack macht das Auto fit für die nächsten Jahrzehnte. Und wer jetzt denkt, der Lack wäre eine Laune des aktuellen Besitzers – der liegt völlig daneben. Denn in genau diesem Farbschema könnte der Wagen ausgeliefert worden sein. „Furious Fuchsia“ war in den späten 1960er Jahren eine vom Mutterkonzern Chrysler lizenzierte Optik, die 2010 mit Sondermodellen des neuen Challengers gefeiert wurde. Wer den „Pink Panther“ also auf der Straße sieht: Bitte nicht verächtlich schnauben. Oder denken, es handle sich hier um eine Misshandlung eines klassischen Musclecars. Nein, das gehört so. Basta.
Sauberes Cockpit ohne Risse und mit neu gepolsterten Ledersitzen.
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Sauberes Cockpit ohne Risse und mit neu gepolsterten Ledersitzen.

Innenraum: wie neu

Selbst im Innenraum wurde jeder Arbeitsschritt der Originalität untergeordnet. Die Sondermodelle „Furious Fuchsia“ bekamen meist elfenbeinfarbenes (Kunst-)Leder und ein schwarzes Dashboard mit auf den Weg. Die Instrumente sind komplett aufgearbeitet. Die Elektrik – die bei gebrauchten Musclecars viel Aufmerksamkeit verlangt – wurde neu verlegt. Im Roadmovie „Vanshing Point“ von 1971 spielt der Challenger in der R/T-Variante eine der Hauptrollen. Der Schauspieler Barry Newman hätte seine wahre Freude an diesem 72er Challenger. Im Film allerdings hat der Motor 440 cui (ca. 7,2 Liter) Hubraum und ist weiß lackiert. Dieser Challenger von RD Classics setzt auf die 340 cui-Variante (ca. 5,6 Liter).

Auch im 1972er Dodge Challenger arbeitet ein V8-Motor.
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Auch im 1972er Dodge Challenger arbeitet ein V8-Motor.

Leistung trifft auf Leidenschaft

Natürlich – wie sollte es anders sein – wartet ein standesgemäßer V8-Motor unter den Lufthutzen. Je nach Baujahr und Einstellung der Vergaser stehen dem Fahrer zwischen 260 und knapp 300 PS zur Verfügung. Die reine Leistung ist aber nicht die entscheidende Messgröße beim Challenger. Viel wichtiger ist das Drehmoment in jeder Lebenslage (massig vorhanden) und der unverkennbare Sound. Die doppelflutige Abgasanlage bläst je nach Drehzahl ein Orchester aus tiefem Blubbern, druckvollem Bollern und metallischem Singen in die Außenwelt. Von vorne gesellen sich feinste Ansauggeräusche aus dem Luftfilterkasten hinzu. Es ist eine wahre Freude, diesem Aggregat bei der Arbeit zuzuhören. 

An den vierteiligen Rückleuchten zu erkennen: Der 1972er Challenger
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An den vierteiligen Rückleuchten zu erkennen: Der 1972er Challenger

Einfach einsteigen und losfahren

Auch der zweitkleinste V8, der ab Werk verbaut wurde, reicht zum Burnout locker aus: Im Stand die Bremse treten, Halbgas geben, um die Automatik „vorzuspannen“, Bremse lösen und Vollgas. Was dann folgt lässt keinen Menschen mit nur einem Tropfen Benzin im Blut kalt. Die Karosserie des „Pink Panthers“ schaukelt und bäumt sich auf. Der Vorderwagen hebt sich. Du musst das Lenkrad gut im Griff haben. Dann setzt sich das Auto unter jubelndem Getöse langsam in Bewegung. Du schaust in den Rückspiegel und siehst eine Rauchfahne aufsteigen – der Burnout ist samt Gummiabrieb und Benzingeruch das Lebenselixier aller Petrolheads. Dezent und unauffällig im „Furious Fuchsia“-Challenger? Vergiss es! Dreh einfach den Schlüssel im Zündschloss und lausche den Geschichten einer legendären Autogattung, den Musclecars.

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Fotos: rdclassicusacar, eBay-Verkäufer
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