Photovoltaik Fotovoltaik Solarstrom Solar Sonnenenergie

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In diesem Ratgeber möchte ich potentiellen Interessenten Tipps für die Genehmigung, Errichtung , Betreibung, Wartung und sonstigen technischen Informationen geben, die auch für Laien verständlich sind.
Ich selbst habe schon mehrere Anlagen errichtet und kann deshalb auf theoretische und praktische Erfahrung zurückgreifen.

Ferner werde ich auch versuchen, diesen Ratgeber immer aktuell zu halten.

Es gibt zwei Arten des Anlagenbaues.

1. Inselbetrieb. Dieser ist nur für Eigenverbrauch gedacht und nicht für eine Netzeinspeisung, also für
    Anlagen die über keinen Netzanschluß von einem Energieversorgungsunternehemen (EVU) verfügen. Also
    für Anlagen bei denen es einfach viel zu teuer wäre sich an den Energieversorger anschließen zu lassen.
2. Netzeinspeisung.
    Die Netzeinspeisung ist ein lukratives Geschäft, wenn man die Anlage günstig errichten kann, den idealen
    Standort hat, die Finanzierung stimmt und noch andere Voraussetzungen erfüllt sind.
    Dies ist aber wie immer alles ein Rechenexempel. Ich kann also hier nur neutrale Entscheidungshilfen geben.

So nun aber zur Sache:
  
Zuerst sollte man einen guten bis sehr guten Standort für die in Frage kommende Anlage wählen.
   Wenn möglich ein Dach, das in südliche Richtung ausgerichtet ist.
   Es sollten keinen großen Bäume vor der Anlage vorhanden sein, oder Bäume, von denen in ein paar Jahren 
   einen Beschattung der zu erwarten ist. Ebenso sollte das Dach selbst nicht zu alt sein, denn es muss ja  
   mindestens die nächsten 20 Jahre halten. Eine Dachneigung (Dachschräge) so um die 30° aufweist.
   Falls das Dach steiler ist, wird die Stromerzeugung im Herbst und Frühling ein  
   bisschen höher sein als im Sommer bei Idealdachneigung. Ist ein Flachdach vorhanden, dann müssen die
   Module  aufgeständert werden, so das sie im idealen Winkel zur Sonne stehen. Das Aufständern verteuert
   allerdings eine Anlage. Die höchste Vergütung erzielt eine Anlage die auf dem Dach montiert ist und nicht
   größer als 30kWp ist. Wird eine größere Anlage geplant, so fällt die Vergütung geringer aus. Eine geringere
   Vergütung gibt es auch für Freiflächenmontage (z.B.Austellung auf Feldern oder im Garten).
   In der Regel bewegt sich die Größe(Leistung) einer Anlage auf einem normalen Wohnhaus so zwischen
   4 kWp bis 15 kWp (dies ist die von den Solarmodulen erzeugte Leistung.
   Diese erzeugte Leistung muss nun vom Dach zu den Wechselrichter(n) weitergeleitet werden.
   Steht nun einen gewisse Leistung an den Wechselrichter(n) an, fangen diese mit der Stromumwandlung
   von Gleichstrom in 230V Wechseltrom an. Auch hier gilt folgendes: Gute Wechselrichter arbeiten mit nur 
   2%  Umwandlungsverlust. Der oder die Wechselrichter, speisen dann den erzeugten Strom über einen
   Stromzähler ins öffentliche Stromnetz ein.
   Die Leitungen von den Wechselrichter(n) zum öffentlichen Netz sollten möglichst kurz sein.
   Ebenso sollten die Wechslerichter an einer kühlen Stelle sitzen, keiner Sonneneinstrahlung ausgeliefert
   sein und genug Abstand zu anderen Wechselrichtern, Decke, Wänden u.s.w. haben, damit deren Abwärme
   gut abgeführt wird. Auch hier gilt hier, wie bei allen elektronischen Geräten, das die Wärme der Feind ist,
   die Lebensdauer verkürzt und die Produktivität leidet.
Angebote:
 Wichtig ist auch bei der Auswahl der möglichen Anlagenbauer, das man sich die Angebote richtig anschaut.
  Mit anderen Worten gilt auch hier, das nicht der billigste der günstigste Anbieter ist, und ob die Anlage
  fix und fertig montiert, geprüft und zugelassen ans Netz gehen kann.  Oft werden solche Anlagen von Firmen 
  die bundesweit tätig sind verkauft, weil sie auf den ersten Blick günstig sind, selbst wenn diese vorher schon
  im Angebot stehen haben, das die Anlage ohne Anschluß angeboten wird. Dies wird dann sehr oft den 
  örtlichen Elektrofachmann überlassen, eben weil diese Vertreiber nicht wissen, was da an Zusatzkosten noch
  dazugerechnet werden muß.
  Die Anlage selbst kann schon Zusatzkosten verursachen, durch schlecht ausgestattete Wechselrichter,
  bei denen man gewisse Sicherheitsteile noch separat installieren muss, die aber bei höherwertigen schon 
  integriert sind. Ist ein freier Zählerplatz vorhanden in der Hausverteilung, um einen Einspeisezähler 
  einzubauen, oder muss man auch da die komplette Hauptverteilung zumindest erweitern, oder gar ersetzen, 
  wenn die schon vom Alter her auch das nicht hergibt. Wie sieht es mit dem Blitzschutz und der Erdung der
  Module aus? Sind lange Leitungswege zu überwinden ? Sind geplant Trennstellen vorhanden für 
  Stringleitungen, um später einmal auf einfache Art und Weise Fehler aufzuspüren. Treten durch 
  Leitungssparen, höhere Verluste ein?
  Sind es namhafte Hersteller, bei denen man auch später noch Ersatz bekommt ? Ist der Wartungsfachmann
  in der Nähe ? Beinhaltet das Angebot auch sämtlichen Schriftverkehr zum Elektroversorgungsunternehmen ?
  Ist auch ein kundeneigener, neu geeichter, Zähler mit angeboten?
  Erst wenn all diese Fragen geklärt sind, dann können Sie Ihren Auftrag vergeben.
Genehmigung:
 Wenn Sie sich entschlossen haben, eine Photovoltaikanlage auf ihrem Haus zu installieren oder installieren zu 
 lassen, müssen Sie, nachdem Sie wissen welche Leistung ihre Anlage haben wird, ein Genehmigungsverfahren
 beantragen. Dies kann auch der Errichter der Anlage in ihrem Auftrag machen.
 Der Antrag ist bei dem örtlichen EVU (im Regelfall E.ON, RWE, Vattenfall, EnBW oder die Stadtwerke)
 zu stellen. Sie müssen erst die Genehmigung haben, um den Auftrag zu vergeben, oder mit dem Anlagenbau zu
 beginnen. Im Normalfall ist eine Netzverträglichkeitsprüfung (so heisst das Genehmigungsverfahren)
 positiv. So ein Antrag darf nur abgelehnt werden, wenn das Netz schon überbelegt ist, die Anlage zu groß
 ist, oder ein anderes netztechnischen Problem vorhanden ist.
Anlagenbau:
 Ist die Anlage dann einmal genehmigt, kann man mit den Aufbau beginnen.
Vergütung:
 Die Vergütung beginnt mit der Inbetriebnahme des zuständigen Netzversorgungsunternehens im Beisein des  
 Anlagenbesitzers und des beim EVU eingetragenen Elektroinstallateurs, der die Anlage angeschlossen hat.
 Von dem Tag an, wird die Vergütung fällig. Sollte die Anlage im Herbst ans Netz gehen, und man danach
 im Folgejahr eine Erweiterung der Anlage macht, die Erweiterung maximal 6 Monate später ans Netz geht,
 so bekommt man für die Erweiterung die gleiche Vergütung wie für die bestehende Anlage.
 Die Vergütung richtet sich nach dem Jahr der ersten Inbetriebnahme. Wir eine Anlage ein Jahr später ans  
 Netz angeschlossen das ist die Vergütung 5 % geringer 20 Jahre lang. Die garantierte Vergütung von
 20 Jahren beginnt nicht mit der Inbetriebnahme, sondern mit dem folgenden Kalenderjahr 20 Jahre lang.
 Das heisst: wenn Sie die Anlage im Januar fertigstellen, dann ist die Dauer der Vergütung fast 21 Jahre
 garantiert. Um Ihre Anlage abzusichern gibt es Photovoltaikversicherung (ca.100€ /Jahr), die deckt alle 
 Schäden an einer Anlage ab, sogar den Einspeiseverlust im Fehlerfalle.
 Man muss zumindest ein Kleingewerbe anmelden, um in den Genuss der Einspeisevergütung zu kommen,
 da man ja offiziell als Stromverkäufer auftritt. So lang man keine Steuernummer bei EVU abliefert,
 bekommt  man diese Vergütung auch nicht ausgezahlt.

 Ich werde diese Seite weiter bearbeiten mit  noch mehr Infos, so wie ich Zeit habe.

  Bitte macht mir dazu Mut in dem ihr mir eine meinen Ratgeber gut bewertet. so kann ich sehen das Interesse
  vorhanden ist auf mehr Infos über dieses Thema

  Danke im Voraus !
  
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