Pflegende Öle: Babymassage leicht gemacht

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Pflegende Öle: Babymassage leicht gemacht

Eine gute Babypflege ist bei einem Neugeborenen das A und O. Es geht dabei nicht nur darum, das Kind zu reinigen, sondern vor allem auch um den intensiven Körperkontakt zu Ihrem Baby. Der Körperkontakt ist für eine gesunde Entwicklung Ihres Babys von essenzieller Bedeutung.

Besonders angenehm für Sie und Ihr Baby können Sie die Nähe mit zarten, streichelnden Massagen erzeugen. Diese können Sie entweder ganz bequem und individuell zu Hause durchführen, oder Sie nehmen an einem Kurs für Babymassage teil.

Der entspannenden Massage kann ein wärmendes Bad vorausgehen. Massieren Sie das Baby mit Öl, pflegen Sie zugleich die Haut, die durch das Bad stark beansprucht wurde.

Lesen Sie in diesem Ratgeber die besten Tipps für eine stimulierende oder entspannende Babymassage und erfahren Sie, welche Pflegeprodukte Sie dabei unterstützen.

Vor der ersten Babymassage

Für Sie und Ihr Baby ist eine Babymassage ein tolles Mittel, um die enge Bindung noch weiter zu verstärken. Die sanften Berührungen und die unmittelbare Körpernähe schenken Geborgenheit und lassen Sie mit Ihrem Baby eine besonders intensive Zeit verbringen.

Das Baby zu massieren ist zwar nicht schwer, dennoch sollten einige wichtige Aspekte berücksichtigt werden. Vor dem ersten Mal sollten Sie deshalb einen Kurs besuchen, in dem Sie angeleitet werden. Viele Hebammenpraxen bieten Babymassagekurse nach Leboyer an. Oftmals muss nicht ein kompletter Kurs absolviert werden, sondern es können auch einzelne Termine wahrgenommen werden. Häufig genügt ein Termin, um die wichtigsten Handgriffe zu erlernen. Allerdings bietet ein Babymassagekurs eine tolle Möglichkeit, um andere Mütter kennenzulernen. In einigen Kursen für Babymassage werden Ihnen außerdem alle Pflegeprodukte gestellt. Häufig bieten Hebammen eine große Auswahl an Ölen, sodass Sie nach Herzenslust probieren können, welches Produkt zu Ihnen und Ihrem Baby passt.

Sollten Sie sich dafür entscheiden, die Babymassage ohne einen Kurs durchzuführen, präsentiert eBay viele Bücher zum Thema Babymassage, um einen Einstieg in das Thema zu finden und die wichtigsten Bewegungen kennenzulernen.

Vorbereitungen für die Babymassage

Sie können vor der Babymassage das Baby baden. Kinder, die beim Bad agil werden, profitieren anschließend von der ruhigen und sanften Massage, um sich wieder zu regulieren und zur Ruhe zu finden. Doch auch Kinder, die beim Bad müde werden, können eine anschließende Babymassage genießen, bei der sie eventuell sogar friedlich einschlummern.

Für die Massage eignet sich eine weiche Unterlage. Diese kann entweder das Bett sein oder aber auch der Wickeltisch. Auf diesen sollten Sie ein weiches Handtuch ausbreiten, alternativ können Sie auch eine fusselfreie Decke verwenden. Falls Sie einen Heizstrahler über dem Wickeltisch haben, sollten Sie diesen anmachen, um das Handtuch anzuwärmen. Sie können aber auch eine Wärmflasche warm befüllen und auf das Handtuch legen.

Es ist immer wieder etwas ganz Besonderes, wenn das Baby zum ersten Mal gebadet wird. Dass das erste Bad in die Zeit des Wochenbetts fällt, hat vor allem den Grund, dass die Hebamme, die Sie während der Nachsorge betreut, Ihnen gern zur Seite steht und Ihnen zeigt, worauf Sie beim Bad achten müssen.

Der ideale Zeitpunkt und die Häufigkeit der Babymassage

Wann die optimale Tageszeit ist, um Ihr Baby zu baden und anschließend zu massieren, das können Sie nur durch Ausprobieren herausfinden. Babys, die beim Baden und anschließenden Massieren ruhig werden, sollten entweder vorm Mittagsschlaf oder am Abend massiert werden. Sie können die eintretende Ruhe dann nutzen, um das Baby direkt ins Bett zu bringen.

Es ist aber auch normal, dass Babys auf ein Bad und eine sich daran anschließende Massage stimuliert reagieren und richtig wach werden. Für diese Kinder ist eine Massage am Morgen, direkt nach dem Aufstehen, genau das Richtige.

Das Baby kann ab dem Zeitpunkt, an dem der Nabelrest abgefallen ist, massiert werden. Die Babymassage sollte täglich, mindestens aber fünfmal pro Woche erfolgen. So kann sich das Baby an die zu Anfang ungewohnten Bewegungen gewöhnen und wird diese schon bald mitmachen.

Wenn Sie Ihr Baby täglich massieren, dann sollten Sie es nicht zugleich auch täglich baden. Das häufige Baden schadet der Haut, es kann sie austrocknen. Diese Strapaze der Haut lässt sich auch nicht mit Cremes oder anderen Pflegeprodukten auffangen. Das Gleichgewicht der Haut ist bei einem Baby noch sehr empfindlich und sollte deshalb nicht gestört werden.

Das Bad vor der Massage

An Tagen, wo Sie sich für ein Bad vor der Massage entscheiden, sollte alles gut vorbereitet werden. Wenn Sie allein mit dem Baby sind, sollten Sie es in einer Babybadewanne oder einem Babybadeeimer baden. Wenn Sie das Kind anschließend massieren wollen, ist die Familienbadewanne ungeeignet, da Sie sich so einerseits um das Kind kümmern müssten und andererseits auch darum, dass Sie wieder trocken werden. In diesem Chaos noch eine Massage unterzubringen, ist weder beruhigend für das Kind noch eine entspannende Situation für Sie.

Falls Sie mit Öl massieren, muss das Baby nach dem Baden nicht vollständig trocken gerubbelt werden. Bei der Massage schließt das Öl die restlichen Wasserpartikel ein und leitet diese an die Haut weiter.

Pflegende Öle und Cremes

Zur Babymassage eignen sich am besten Öle, da diese beim Massieren angenehm warm werden. Zudem pflegen Sie damit die Haut des Kindes. Einige Öle können aber auch austrocknend wirken. Falls Sie nach der Massage trockene Stellen an der Haut Ihres Kindes bemerken, können Sie auch auf eine pflegende Lotion wechseln.

Bei der Auswahl aller Pflegeprodukte für das Baby sollten Sie darauf achten, nur solche Produkte zu verwenden, die für Babys zugelassen sind. Der Grund liegt vor allem darin, dass die Babyprodukte strengen Gesetzen und entsprechenden Kontrollen unterliegen. Schädigende chemische Zusätze dürfen in diesen Produkten nicht enthalten sein. So können Sie bei Babyprodukten sicher sein, dass beispielsweise kein Carbomer, keine Polymere oder Parabene enthalten sind. Alle diese Stoffe gelten als krebserregend und sind in den meisten konventionellen Kosmetikprodukten enthalten.

Falls Sie keine speziellen Babypflegeprodukte verwenden wollen, ist eine Alternative die Naturkosmetik. Auch in Produkten aus rein biologischen Rohstoffen sind die potenziell gefährlichen Stoffe nicht enthalten, da diese alle synthetisch erzeugt sind.

Zur Auswahl des Öls

Sie können für die Massage ein normales Olivenöl verwenden. Dieses ist für die Haut des Kindes ideal, und es enthält keine allergenen Stoffe. Da viele Menschen auf den herben Geruch des Öls empfindlich reagieren, können Sie alternativ auch ein parfümfreies Mandel- oder Sesamöl verwenden. Einige Öle sind mit ätherischen Essenzen versetzt, so dass sie angenehm duften. Sie sollten bedenken, dass der Geruchssinn Ihres Babys noch sehr fein ist, sodass es unter Umständen extrem empfindlich auf Gerüche reagiert. Ein optimales Babyöl ist deshalb auf die sensible Nase des Babys abgestimmt und riecht sehr dezent.

Viele Apotheken bieten spezielle Babyöle an, die häufig nach eigener Rezeptur gemischt werden. Besonders die Produkte der anthroposophischen Apotheken sind dabei zu empfehlen, da diese auf die Ganzheitlichkeit des menschlichen Körpers achten und so Aromaöle kreieren, die auch Wirkung zeigen: Die Öle können anregend, beruhigend, vitalisierend oder stimmungsaufhellend sein.

Weiche Massagebewegungen und sanfte Gymnastik

Die Babymassage ist keine reine Massage, sondern Sie enthält auch Bewegungen, die Sie mit dem Kind ausführen, die als sanfte Gymnastik bezeichnet werden. Wichtig ist, dass Sie sich im Vorhinein gut informieren, wie Sie welche Bewegungen ausführen sollten. Die folgenden Tipps und Hinweise können keinesfalls einen guten Ratgeber oder, besser noch, einen Babymassagekurs unter kundiger Anleitung einer Hebamme ersetzen.

Jede Babymassage beginnt damit, dass Sie das Öl zwischen Ihren Händen erwärmen, indem Sie diese aneinander reiben. Die warmen Hände werden flach auf den Brustkorb des Babys aufgelegt. Es wird sich strecken und die angenehme Wärme Ihrer Hände spüren. Beginnen Sie die Massage mit kreisenden Bewegungen rund um den Oberkörper. Sie sollten dabei sowohl die Brust als auch den Bauch einschließen. Diese Bewegungen wärmen den gesamten Oberkörper. Im Anschluss daran führen Sie Ihre Hände mit den Handflächen zusammen und setzen die geschlossenen Handunterseiten in der Mitte des Brustkorbs Ihres Babys auf. Führen Sie die Hände je nach links und rechts zur Hüfte des Kindes, während Sie die Handflächen auseinanderführen und leicht drehen, sodass immer möglichst viel Handkontakt mit der Haut des Babys besteht.

Es gibt für den Oberkörper eine Reihe weiterer Massagebewegungen. Sie können anfangs mit wenigen Bewegungen beginnen und später dann mehrere dazu nehmen. Auf diese Weise dehnen Sie die Massage von Behandlung zu Behandlung aus, natürlich ganz in Reaktion auf das Befinden des Kindes.

Nach dem Oberkörper werden die Arme und anschließend die Beine und Füße massiert. Sind Sie mit der Massage der Füße fertig, sollten Sie dem Baby Söckchen anziehen. Besonders gut geeignet sind Wollsocken. Durch die Massage sind die Füße angenehm warm, das Gefühl sollten Sie dem Baby erhalten, damit es auch den Rest der Massage genießen kann.

Nachdem der Frontbereich massiert ist, sollten Sie einige Beinübungen wie Radfahren oder sanfte Hüftbewegungen durchführen. Diese bilden einen Kontrast zur entspannenden Massage und wirken revitalisierend vor der nächsten Entspannungsphase.

Anschließend drehen Sie das Baby auf den Bauch, sodass Sie es bequem am Rücken massieren können. Fahren Sie langsam die Wirbelsäule nach, allerdings ohne diese zu drücken.

Als Abschluss können der Kopf und die Ohren massiert werden. Allerdings mag nicht jedes Kind diese Berührungen.

Bei allen Massagebewegungen gilt, dass Sie auf die Reaktion des Babys achten sollten. Es wird Ihnen ganz genau anzeigen, ob ihm Ihre Berührungen gefallen.

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