Pflege von Plüschtieren und -figuren: Auch Schmusetiere müssen mal gewaschen werden!

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Pflege von Plüschtieren und -figuren: Auch Schmusetiere müssen mal gewaschen werden!

Kleine Mädchen, Jungs und manchmal sogar Erwachsene: Viele Menschen mögen ihre Plüschtiere so sehr, dass diese fast zu gleichwertigen Familienmitgliedern werden. Plüschtiere leisten Kindern im Bett Gesellschaft - wer nicht allein ist, muss sich im Dunkeln nicht fürchten. Egal, wo es hingeht, die bekannten und innig geliebten Gefährten vermitteln ein Gefühl von Nähe, Geborgenheit und Sicherheit. Außerdem regen Schmusetiere spielerisch die Fantasie an und steigern damit die Kreativität eines jungen Menschen. Kinder taufen ihre Kuscheltiere häufig auf einen Namen und versehen Ihren selbst gewählten Freund mit speziellen Eigenschaften - je länger das Schmusetier einem Kind gehört, desto tiefer wird die Beziehung. Natürlich sind die putzigen Tierchen hervorragende Spielkameraden, die einsame Momente in spannende Abenteuer verwandeln. Immer wieder kommt es im Kinderzimmer oder auf Reisen aber zu kleinen Unglücken. Ein kurzer unachtsamer Moment und schon ist das plüschige Fell des Lieblingshasen besudelt. Das hält die Kleinen aber in der Regel nicht davon ab, dieses Kuscheltier trotzdem zu drücken, zu herzen und vielleicht sogar zu küssen. Erfahren Sie hier, wie Sie Schmusetiere gefahrlos waschen können.

Die Gesundheit geht vor - warum Sie Plüschtiere waschen sollten

Zu den beliebtesten Plüschtieren gehören traditionell Teddybären, berühmte Cartoonfiguren oder einfach das Lieblingstier aus dem echten Leben. Wenn ein Kuscheltier aber jede Nacht mit ins Bett genommen wird und fast den ganzen Tag überall mit dabei ist, fragen sich vor allem die Eltern irgendwann, ob das Kuscheltier nicht doch wieder einmal gewaschen werden müsste. Damit ziehen Sie sich zwar gelegentlich den Unmut der Kinder zu, aber aus hygienischen Gründen ist ein regelmäßiger Waschgang ganz sicher notwendig. Kuschelfreunde, die voller Bakterien und anderer Krankheiten sein könnten, gehören in kein Schlafzimmer. Dennoch: Wenn das Kuscheltier im Hausmüll anstatt der Waschmaschine endet, kann das einem Vertrauensbruch gleichkommen.

Jedes Plüschtier hat eigene Bedürfnisse - auch bei der Wäsche

Kuscheltiere werden in verschiedenen Farben und Formen hergestellt, zudem können Material und Qualität sehr unterschiedlich sein. Dies hat zur Folge, dass die Bedürfnisse für den Waschgang bei jedem Kuscheltier unterschiedlich sind. Falls Ihr Teddy ein Tanzbär ist, dann wird er aller Wahrscheinlichkeit nach von Batterien betrieben - und diese sollten natürlich nicht mit Wasser in Kontakt kommen. Achten Sie also darauf, dass Sie elektrische Komponenten vor dem maschinellen Waschgang entfernen - auch wenn die Batterie bereits aufgebraucht sein sollte. Oft lässt sich per Reiß- oder Klettverschluss auf das technische Innenleben zugreifen. Hohe Schleuderzahlen machen Ihre Wäsche zwar knitterfrei und etwas trockener, für Plüschtiere stellen diese aber eine Gefahr dar. Die großen Kräfte, die durch das Schleudern auf die Einzelteile einwirken, erhöhen die Gefahr für Beschädigungen. Damit sich weder Kuscheltiere noch Ihre Hosen und Hemden verfärben, sollten Sie die Waschgänge zudem trennen. Wenn Sie viele verschiedene Stofftiere in den unterschiedlichsten Farben Ihr Eigen nennen, empfiehlt es sich darüber hinaus, die Tierchen selbst nach deren Farbe zu sortieren und nur zusammenpassende Exemplare gemeinsam zu waschen.

Speziell ausgezeichnete Plüschtiere erleichtern die Wäsche in der Maschine

Wollen Sie ganz sicher gehen, dass Ihr neues Schmusetier die erforderliche Wäsche garantiert ohne Schleudertrauma übersteht? Dann sollten Sie sich nach einem Kuscheltier umsehen, das robust hergestellt und mit einer Waschanleitung versehen ist. Falls das Schmusetier also einmal in einer Pfütze gelandet oder schon monatelang im Dauereinsatz ist, können diese Kuscheltiere in der Regel bei etwa 30 Grad gewaschen werden. Trotzdem: Stellen Sie bei Ihrer Waschmaschine am besten den Schongang ein, damit das Plüschtier keinen Schaden nimmt. Bei diesen niedrigen Temperaturen können allerdings nicht alle Bakterien und Schädlinge beseitigt werden. Zusätzlich können Sie dann einen Hygienespüler beigeben, damit die Kuscheltiere keimfrei bleiben und frisch riechen. Damit wirklich alle - besonders die berüchtigten hartnäckigen - Flecken spurlos verschwinden, sollten Sie darauf achten, ein hochwertiges Flüssigwaschmittel zu verwenden.

Nachdem das Programm durchgelaufen ist, stellt sich die Frage, wie Sie Ihr Kuscheltier wieder trocknen können. Einige Tierchen werden dem Trockner ohne weitere Komplikationen trotzen, aber die maschinelle Behandlung ist insgesamt nicht die sicherste Variante. Da die plüschigen Gefährten aufgrund ihres weichen, aber auch saugstarken Materials häufig nur langsam trocknen, sollten Sie die Kuscheltiere an einen warmen Ort bringen - ist das Kuscheltier zu lange feucht, kann sich ein unangenehmer, leicht modriger Geruch entwickeln. Deswegen ist es wichtig, dass die Schmusetiere häufig gewendet werden oder gleich von Anfang an alle Seiten einen frischen Luftzug genießen. So wird der Trockenvorgang beschleunigt. Ein kleiner Tipp, wenn es wieder einmal besonders schnell gehen muss: Steht die nächste Urlaubsreise an, und der Steiff Bär oder Plüschhund darf auf keinen Fall fehlen? Wenn die Sonne gerade nicht scheint, dann können Sie die noch feuchten Kuscheltiere entweder auf die Heizung legen oder vorsichtig trocken föhnen.

Handwäsche: Besonders empfindliche Schmusetiere werden es Ihnen danken

Manchmal bedürfen Kuscheltiere ganz besonderer Aufmerksamkeit. Ist der Lieblingsbär Ihres Kindes vielleicht außergewöhnlich alt und kostbar? Dann kann eine maschinelle Wäsche mehr Schaden anrichten, als diese helfen würde. Viele Kuscheltiere bleiben über viele Jahre hinweg ein treuer Begleiter. In den vielen Kuscheleinsätzen ist es natürlich möglich, dass sich manche Teile schon gelockert haben oder sich Risse im Material befinden. Bei einigen Kuscheltieren heißt es also: Bitte nur Handwäsche.

Handwäsche-Programm bei der Waschmaschine

Viele moderne Waschmaschinen bieten indes ein sogenanntes "Handwäsche-Programm" an, bei dem deutlich schonender gewaschen wird. Für Plüschtier-Besitzer mit einem begrenzten Zeitkontingent ist dies eine valide Alternative. Vor allem für weniger stark verschmutzte Kuscheltiere eignet sich diese Methode gut. Damit es auch hier nicht zu Unfällen kommt, sei noch auf einen Tipp hingewiesen: Ein Wäschenetz oder ein farbneutraler Kissenbezug dient Teddy & Co. als zusätzlicher Schutz. Einen besonders positiven Eindruck machen bei Kindern XXL Stofftiere. Eine tolle Geschenkidee ist zum Beispiel eine riesige Wildkatze, die mit ihrer imposanten Größe einen guten Beschützer abgibt. Die extra großen Begleiter - manchmal sogar im lebensechten Körpermaß - passen naturgemäß nicht in jede Wäschetrommel. Schlimmere Flecken, wie sie zum Beispiel durch Schokolade entstehen können, sollten Sie vor der Handwäsche mit einem Fleckenmittel behandeln und einige Zeit warten. Danach erst beginnt der eigentliche Waschvorgang. Verschiedene Methoden können dabei zum gewünschten Ergebnis - einem wirklich sauberen Kuscheltier - führen. Ein lauwarmes Bad in Seifenlauge weicht den Schmutz ein, mit einer Bürste können Sie diesen danach vorsichtig entfernen. Als Ersatz für die manchmal zu gefährliche Wäschetrommel eignet sich das heimische Waschbecken hervorragend. Sollten Sie gleich eine große Anzahl Plüschtiere- oder Figuren waschen, können Sie diese auch in das Wasser der Badewanne geben. Wenn Ihnen selbst das Wasserbad schon zu riskant erscheint, können Sie ein Mikrofasertuch mit einem schonenden Seifengemisch benetzen und das Plüschtier so ausschließlich äußerlich abtupfen und schonend reinigen. Vorsicht: Bei dieser Reinigungsart werden nicht alle Bakterien, Pilze und andere potenziell schädigende Gefahrenstoffe eliminiert. Ein Tag in der Tiefkühltruhe - nachdem die Kuscheltiere wieder restlos getrocknet sind - sollte deswegen auf jeden Fall als weiterer Zwischenstopp eingeplant werden. Für die Pflege zwischendurch kann zusätzlich ein desinfizierendes Textilspray aufgesprüht werden. Eine regelmäßige Reinigung kann dies aber nicht ersetzen.

Plüschtiere, die aus verschiedenen Materialien gefertigt sind, können in der Waschmaschine ebenfalls zu Schaden kommen, da die unterschiedlichen Stoffe nicht einheitlich auf das Wasser und die Seife reagieren und somit die Ergebnisse eines Waschgangs nicht immer sicher vorhergesagt werden können.

Kuscheltierpflege - einige Tipps für Allergiker, die nicht ohne Plüschtiere leben möchten

Bei aller Niedlichkeit können Kuscheltiere in manchen Fällen gesundheitliche Beeinträchtigungen auslösen. Gerade bei Kindern mit einer Hausstauballergie sollten Eltern einige Hinweise beachten, damit sich die Überempfindlichkeit gegenüber den Ausscheidungen von Hausstaubmilben nicht durch Plüschtiere verschlimmert.

Schockgefrierung

Damit das liebevolle Kuscheln nicht durch Symptome wie Schnupfen, Niesen und Jucken verhindert wird, ist neben der regelmäßigen Wäsche auch eine Schockgefrierung hilfreich und wichtig. Wenn Sie die Plüschtiere vor der nächsten Wäsche in Ihre Tiefkühltruhe legen, hilft die extrem niedrige Temperatur, die Milben unschädlich zu machen. Milben brauchen eine hohe Luftfeuchtigkeit und sind gegen Eiseskälte nicht gewappnet. Die Ungeziefer auf den Kuscheltieren sterben also tatsächlich ab. Deswegen sollten Sie nicht vergessen, die Plüschtiere im Anschluss zusätzlich zu waschen, um Hinterlassenschaften und abgestorbene Milben zu entfernen. Kinder mit einer Allergie müssen also keineswegs auf die Begleiter verzichten. Ein gutes Schlafumfeld ist für empfindliche Kinder besonders wichtig - und dazu gehören auch gewaschene und milbenfreie Kuscheltiere.

Regelmäßig waschen

Verschmutzte oder muffig riechende Plüschtiere müssen also keineswegs entsorgt werden. Wenn Sie Kuscheltiere regelmäßig waschen, sind die tierischen Freunde gesundheitlich vollkommen bedenkenlos mit ins Bett zu geben. Dabei sollten Sie lediglich die individuellen Bedürfnisse der Schmusefreunde beachten und sowohl beim Waschen als auch beim Trockenvorgang Vorsicht walten lassen. Ihr Sohn oder Ihre Tochter, die Ihre Gefährten schon im frühesten Kindesalter ins Herz schließen, werden es Ihnen danken.

Professionelle Reinigung antiker Kuscheltiere

Falls Sie selbst ein quasi-sakrales Kuscheltier besitzen, das Sie durch Ihr Leben begleitet oder Ihr Steiff Bär aufgrund seines Alters schon einen antiquarischen Wert für Sammler hat, kann darüber hinaus natürlich eine professionelle Reinigung mit der Kuscheltierwäsche beauftragt werden. Mittlerweile richten gemeinnützige Organisationen wie das Deutsche Rote Kreuz sogar Kuscheltier-Krankenhäuser für besonders schwere Fälle ein - alles für den guten Zweck.

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