Pferdehaltung nur im Sondergebiet

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Nach einhelliger Meinung entspricht die Haltung von Pferden nicht der Eigenart eines allgemeinen oder gar reinen Wohngebiets (VGH Mannheim, Urt. v. 10.10.2003 - 5 S 1692/02 -, VBlBW 2004, 181; auch nicht eines Mischgebiets: OVG Lüneburg, Urt. v. 25.7.1988 - 1 A 46/87 -, BauR 1989, 63; vgl. im Übrigen Beschl. d. Sen. v. 17.12.2001 - 1 MA 3241/01 - u. v. 6.2.2008 - 1 LA 182/06 -; OVG Lüneburg, Beschl. v. 28.3.2002 - 9 MB 43/02 -, Veröffentlichung dieser Entscheidungen nicht bekannt; VGH Mannheim, Beschl. v. 16.5.1990 - 3 S 218/90 -, juris; OVG Saarland, Beschl. v. 19.9.2007 - 2 B 355/07 -, BauR 2007, 2112 (Leitsatz); BVerwG, Beschl. v. 27.11.1990 - 4 B 147.90 -, juris). Nach der Rechtsprechung des niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts ist ein "Wohnen mit Pferden" nur in einem entsprechenden Sondergebiet nach § 11 BauNVO angängig (Urt. v. 5.4.2001 - 1 K 2758/00 -, BauR 2001, 1546; Beschl. v. 19.11.2008 - 1 ME 233/08).

Auch die Haltung von Ziegen in einem überwiegend von Wohnnutzung geprägten Gebiet ist regelmäßig mit der Eigenart des Baugebiets unvereinbar (zu einem nach § 34 Abs. 1 BauGB beurteilten Fall vgl. VGH BW, Beschl. v. 19.11.1997 - 8 S 2832/9097 - UPR 1998, 273). Grund dafür ist, dass Ziegen einen spezifischen Geruch besitzen, der ''nicht jedermanns Sache ist'',  und dass Ziegen auch beim Auslauf ins Freie Mist verursachen und dass dadurch Fliegen angezogen werden können.

VG Lüneburg, Beschluss vom 21.04.2009



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