Peter Hoeg Das stille Mädchen

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Peter Hoeg

Das stille Mädchen

Erstausgabe 2006 Roman Hanser

 

"Der Autor von Fräulein Smillas Gespür von Schnee hat einen neuen literarischen Thriller geschrieben. Kinder werden entführt, ein Teil Kopenhagens versinkt im Meer und Kasper Krone, der berühmte Clown mit dem phänomenalen Gehör, macht sich auf zu einer gefährlichen Mission...."

Wer "Fräulein Smillas Gespür von Schnee" gelesen hat, zögert nicht, einen neuen Roman von Peter Hoeg zu kaufen - und wird überrascht. Dieses Buch eignet sich - würde ich sagen - nur für Personen, die über ein bisschen Lebenserfahrung verfügen. Eine Mischung aus "Der Schwarm" (wegen der teilweise sehr dfiffizilen Handlkung, sorry, Herr Hoeg), Der kleine Prinz, Der Alchimist (aufgrund der tiefgründigen Lebensweisheiten) und dem spannungsreichen Roman "Fräulein Smillas..." fordert unsere ganze Energie und Aufmerksamkeit. Wortwitz und tiefer Ernst, Spiritualität und Action, Märchen und Kriminalistik, Feinfühligkeit und Grobheit - alles liegt dicht beieinander. Und trotzdem: der Rhytmus des Geschriebenen stimmt. Das Buch ist nie langweilig. Auch kann man nicht einfach ein paar Seiten überschlagen - selbst wenn man einen Satz nicht liest, hat man das Gefühl, aus dem Takt gekommen zu sein. Besonders hervorzuheben: die doch etwas "unnatürlichen" Dialoge - unnatürlich deshalb, weil man sich nicht vorstellen kann, daß in der Realität so gesprochen wird. Denn Kasper Krone, die Hauptperson, begnadeter Clow, Musiker und Pokerspieler, Bach-Verehrer, ist anders: er hat seit einem Unfall in seiner Kindheit eine besondere Begabung: Er hört jeden Menschen in seiner eigenen Tonart. Seitdem ist er ein Suchender der Stille. Und redet schonungslos die Wahrheit. Nur etwas für hartgesottene Leser, die die Wahrheit ertragen können, denn sie ist doch nicht immer das, was wir wissen möchten. Und vielleicht sollte man auch etwas von Musik verstehen. "Unvergeßlich bleibt, daß Das stille Mädchen auf dieselbe Weise wie Patrick Süsskinds Parfüm eine Wahrnehmung in den Mittelpunkt stellt : nicht den Geruchssinn, sondern den Gehörsinn. Wer diesen Roman gelesen hat, wird anders hören. Wann hat man zuletzt ein Buch mit solcher Wirkung gelesen ? (Jan Kjaerstd, Poliken) ". Wohl war, ein außergewöhnliches Buch.

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