Perlen, die Diamanten der Meere ?! - Ein Kaufratgeber

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Nicht jede Perle ist hochwertig !  Behalten Sie die Übersicht :

Gerade der, der sich für eine Perlenkette bei eBay interessiert ist gut beraten, vorbereitet und informiert zu sein, denn nicht jede Perle ist hochwertig !

Um Ihnen einen Überblick zu geben, hier eine Übersicht der marktgängigsten Perlenarten.


Die Barockperle

Unregelmäßig geformte Natur- oder Zuchtperle.
Man bezeichnet sie auch als Monster oder Monstré-Perle. Solche Perlen wurden bereits in der Renaissance zur Herstellung von figürlichen Anhängern und im 18. Jh. zu Kabinettstücken (objet d‘art) verarbeitet, wobei die Perle je nach Form und der Kunst des Goldschmiedes für Tierleiber und bizarre Körper Verwendung fand. Die Namensgebung für die genannte Perle fand erst im 20. Jh. statt:


Die Akoya-Perle

Handelsbezeichnung für japanische Zuchtperlen. Sie werden in einer zweischaligen Muschel gezüchtet (Familie Pteeriade, Gattung Pinctata, der Art fucata und der Unterart martensii). Bezeichnet wird sie als "Pinctata fucata martensii". Die Japaner bezeichnen die Muschelart in der Verbalsprache als "Akoya" = Muschel. Die Muschelart ist weitverbreitet und befindet sich in Japan, Korea und China. Ferner im ganzen asiatischen und indisch-pazifischen Gebiet. Sie kommt auch im Roten Meer, persischen Golf, Mittelmeer, Südafrika und in der Karibik vor.


Die Biwa-Perle

Vom japanischen "Biwako See" (Biwa See: Binnen Water = Süßwasser). Die ersten Versuche im "Biwako See" (1924 bis 1928) nahe von Kyoto Perlen zu züchten, wurden mit Kern durchgeführt. Da die Erfolge nicht sehr vielversprechend waren, stieg man auf Implantate (1946) um. Diese Zuchtergebnisse brachten traumhaft schöne Farben, die bis heute nicht mehr anzutreffen sind (gold bis goldbraun und bis violett). Die Erfolge hielten nicht sehr lange an, denn die Verschmutzung des Sees nahm überhand. So musste man die Produktionen einstellen. Seit ca. 25 Jahren ist der Biwako See leider biologisch tot und daher sind nur mehr alte Bestände, die aus Japan stammen, als Biwa zu bezeichnen.
Alle anderen angebotenen Schnüre sind als Süßwasser Zuchtperlen zu bezeichnen und auch so zu verkaufen. Somit gibt es keine "Biwa Perlen" mehr auf dem Markt. Es hat sich aber dieser Name so eingebürgert, dass es immer wieder vorkommt, dass man die heutigen Süßwasser Zuchtperlen als "Biwas" bezeichnet. Nur ganz selten findet man noch "original Biwa Zuchtperlen". Die ersten Biwa Zuchtperlen waren mit Kern gezüchtet. In weiterer Folge waren sie kernlos.


Die Blisterperle (lt. CIBJO)

Durchbricht eine Perle den Mantel der Molluske, so kann sie mit perlmuttartigem Material überzogen werden, während sie noch an der Innenwand der Schale haftet. Dies führt dazu, dass die anschließend gebildeten Schichten der Perle kontinuierlich in die Muschel übergehen und dadurch eine angewachsene Perle entsteht. Die Blisterperlen können eine gerundete oder unregelmäßige Form aufweisen. Sie werden ohne menschliche Einflussnahme abgesondert.


Die chinesische Zuchtperle

Bereits im 13. Jh. entdeckten Chinesen, dass Perlen mit Hilfe von Süßwassmuscheln gezüchtet werden können. In erster Linie kommen die Süßwasser Zuchtperlen heute aus China. Ursprünglich waren sie alle barockartig. Die letzten Produktionen sind bereits vollkommen rund und sind vom Aussehen her schon sehr schwer von Akoya Perlen zu unterscheiden. D.h. es gibt bereits runde Zuchtperlen ohne Kern. In Süßwasser-Zuchtmuscheln werden auch Figuren, Glücksbringer usw. hergestellt. Man kann in einer Muschel (wie bei Blister) mehrere Figuren mit einer Perlmuttschicht überziehen, nachdem man zuerst eine Form einpflanzt.

Ein langer Forschungsweg hat sein Ziel erreicht. Im Bereich Süßwasser Zuchtperlen beherrschen die chinesischen Züchter den Weltmarkt. Sie züchten unkontrolliert und man spricht zur Zeit davon, dass ca. 500 bis 800 Tonnen jährlich produziert werden.


Die "echte Perle" (lt. CIBJO)

Der Begriff "Perle" ohne Zusatz bezeichnet ausschließlich echte Perlen. Es ist unzulässig, mit dem Begriff "Perle" ohne weiteren Zusatz Gegenstände oder Produkte, bei denen es sich nicht um echte Perlen handelt, zu bezeichnen.
Die Bezeichnung "Orientperle" oder "Süßwasserperle" darf nur für echte Perlen verwendet werden.
Art Varietät Handelsübliche Bezeichnung
Perle Salzwasserperle Perle (alle Farben)
Orientperle
Abaloneperle
Blister, Blisterperle
Seedperle
Pinkperle (Conchperle)
Süßwasserperle Perle (alle Farben)
Flussperle
Blister, Blisterperle
Seedperle


Die Frischwasserzuchtperle

Auch Süßwasserzuchtperlen. Zuchtperlen ohne Kern (Nucleus) aus Japan (Biwako See) und verschiedenen Süßwasserteichen aus China. Eine Bezeichnung, die früher für Flussperlen verwendet wurde.


Die Grießperle

Lotperle, Staubperle, Saatperle, Bezeichnung für eine sehr kleine Perle mit einem Durchmesser um 1,00 mm und darunter.


Die Hackperle

Diese Technik lässt sich seit dem 16. Jahrhundert nachweisen. Ausgangsmaterial sind farbige Glasröhren. Diese Röhren werden kalt gezwickt, gehackt oder gesprengt, daher auch der Name Hackperle oder Sprengperle. Bis zur Einführung von Sprengmaschinen wurden die Glasröhren gezogen, geritzt und an einer sich drehenden Steinscheibe abgesprengt. Durch Erwärmen wurden die Ränder abgerundet. Kleine und kleinste Perlen wie Rocailles, Margaritini oder Schmelzperlen wurden in dieser Technik hergestellt.


Die Lotperle

Auch Saat- oder Seedperlen. Sind kleine natürliche Perlen mit einem Durchmesser von ca. 0,50 mm bis 2,00 mm und werden noch heute händisch mit einen Perlenbohrer mit "Fidelantrieb" gebohrt. Die Perlenbohrer sind meistens Inder.







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