Pedro's Point Villa: Erholung im Paradies

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Denkt man an Jamaika, denkt man an: Sonne, Müßiggang, Rum und Reaggea. Und genau das ist es auch was wir dort erlebt haben.

Mein Mann und ich haben dieses Jahr drei Wochen bei Kerstin in ihrem Haus auf Jamaika verbracht und waren sehr zufrieden.

Die Villa liegt in einer ruhigen, aber schönen Wohngegend, etwas entfernt vom Ortskern in Lucea, auf einem Hügel. Das Haus selbst ist offen gebaut, anstatt Glasfenster oder Terrassentüren gibt es wirklich Holzstreben mit Fliegengittern, dies ist in der Tat anfangs etwas ungewöhnlich. Doch natürlich sind vor allen Fenstern Gardinen angebracht und wir fühlten uns in keiner Weise in der Privatsphäre gestört. Wenn man so offen wohnt, kriegt man natürlich das Ein oder Andere der Bewohnern mit. Geht einen aber nix an, also einfach weghören. Die Zimmer selbst sind praktisch eingerichtet, ein Wohn-Schlafraum mit Küchenzeile und ein Bad. Die Möbel sind allesamt europäisch und sogar die Teekerzenhalter (die wir als Aschenbecher missbraucht haben) waren von Ikea importiert. Wir hatten das Zimmer der mittleren Kategorie, dies hat sogar einen Safe und ist das neueste der insgesamt drei Apartments. Das Bett war riesig und superbequem. An Kochutensilien war so ziemlich alles da und das was fehlte haben wir durch nachfragen sofort bekommen. Da wir uns mit allen im Haus gut verstanden haben, haben wir auch die anderen Gästezimmer inspizieren können. Das kleinere Zimmer war in etwa wie unseres, nur eben alles etwas kleiner (Bett, Couch, Küche), dafür direkt am Pool. Das große Appartment nimmt den ganzen ersten Stock ein und ist einfach riesig! In jedem Zimmer ist ein Radio, ein Fernseher und ein DVD-Player. Da es relativ früh dunkel wird, waren wir froh über Kerstins große DVD-Sammlung und haben Abends den ein oder anderen Film angeschaut. Denn normales Fernsehprogramm gab es  nicht.
Unser Zimmer (mittlere Kategorie).

Die Aussicht ist wirklich der Hammer!!! Da das Haus ganz oben auf dem Hügel steht hat man ein wunderbares Panorama, dies haben wir auch bis zum Letzten genossen. Der Pool ist vollkommen ausreichend. Für die Liegen gibt es auch Auflagen. Die Sonnenschirme haben wir nur einmal versucht aufzumachen, es war zu windig, die wären umgefallen. Es gibt auch eine OpenAir-Hausbar, dort haben wir auch mal gefeiert. In die Bar integriert ist eine Musikanlage und der Sohn des Hauses legt ab ungefähr zwei Uhr Nachmittags Musik auf (ich muss dazu sagen das Daniel nicht immer auf Jamaika ist. Deswegen wird es wohl auch nicht immer so sein.). In unserem Zimmer konnte man die Musik Abends trotz der offenen Bauweise nicht mehr hören. Jeder der Jamaika hört denkt sofort an Reggea, das wird zwar auch gespielt, ist aber wie wir erfahren mussten auf Jamaika das was bei uns die Schlager sind. Die moderne Musik nennt sich Dancehall und Reaggea-Muffin, was uns auch nicht unbekannt ist und gefällt. Wir fanden es toll am Pool zu liegen und Hintergrundmusik zu haben. Uns war die Musik nicht zu laut, die letzte Urlaubswoche war auch ein älteres Pärchen eingemietet und es wurde dann auch mal andere Musik aufgelegt und bei Wunsch leiser gemacht.
Pool mit Aussicht. Party in der Bar mit Daniel & Ricko

Zum öffentlichem Strand muß man den Hügel runter und ein Stück die Straße lang. Die ist allerdings nicht stark befahren, sodass das kein Problem ist. In der Nähe vom Strand gibt es einen Obsthändler bei dem man unter anderem frische Kokosnüsse für lau erwerben kann. Die werden vor Ort aufgeschlagen und man kann die köstliche Milch genießen. Da man auf dem Hinweg runter geht muss man halt, logisch, am Rückweg wieder rauf. Deshalb sollte man schon schauen dass man zeitlich nicht gerade in der größten Hitze zurückgeht. Die Einheimischen sind recht offen und freundlich, aber selten aufdringlich. Was jeder weiß ist dass dort Marihuana konsumiert wird. Es wird einem überall und oft angeboten. Es ist aber kein Problem wenn man nicht möchte, einfach nein sagen und schon sind sie wieder weg.
Der Strand.

Es stimmt das man auf  Kerstin, einen Taxiservice oder auf einen Leihwagen angewiesen ist. Allerdings mussten wir nie etwas bezahlen wenn wir mit Kerstin nur zum Lebensmitteleinkaufen gefahren sind. Und soviel wir mitbekommen haben die Anderen auch nicht. Es gab auch noch die Option uns kostenlos die Fahrräder auszuleihen, aber das wäre uns wirklich zu anstrengend gewesen. Wir wollten uns schließlich erholen! Auch ein Ausflug in eine einheimische Bar und die Fahrt zu einem Konzert waren umsonst.
Markt von Lucea.

Kerstin ist vielleicht anfangs ein bischen schwer einzuschätzen, aber wir hatten viel Spaß mit Ihr. Schon am Flughafen hat sie uns wie alte Freunde begrüßt. Sie hält sich überwiegend im Haus oder in Ihrem Zimmer auf und lässt die Gäste in Ruhe. Doch sie ist immer für einen da und kümmert sich um alles. Wir sind das ein oder andere mal gemütlich zusammen gesessen. Eben jeder so wie er es gerne möchte. Wannie ist das Mädchen für alles und auch die Putzfrau, sie hat nie irgendwas persönliches angefasst. Campbell ist der Gärtner und Hausmeister und einfach ein Original-Jamaikaner, der sich mit seinen 60 Jahren auch mal ein kleines Nickerchen während der Arbeitszeit gönnt. Derrick ist Fahrer, Koch und eine Seele von Mensch. Uns war die Halbpension die angeboten wird zu teuer (wobei man sagen muss das die Lebensmittelpreise teilweise sehr hoch sind). Doch trotzdem haben wir einmal gefrühstückt, zweimal gegrillt und dreimal zu Abendgegessen (1xPasta und 2xEinheimisch). Wobei ein Abendessen unser Flitterwochengeschenk war, bestehend aus einem superleckerem, drei-Gänge-Menü am Pool. Die Mengen waren immer mehr als genug und Derrick ist ein Superkoch.
Derrick und Kerstin beim Domino spielen.

Wir haben auch die einwöchige Rundreise gemacht. Jeder der das erste Mal auf Jamaika ist sollte das auf jeden Fall tun! Die Insel ist echt wunderschön, es gibt so viele atemberaubende Flecken. Wir werden das unseren Lebtag nicht vergessen was wir dort alles erlebt haben. Wir haben z.B. die Dunn's River Falls erklommen, sind in der blauen Lagune geschwommen, auf den Spuren von Bob Marleys gewandert und haben in Negril gefeiert.
Erklimmen der Dunn's River Falls

Lucea ist nur ein kleines Dorf wo es nicht so viel gibt und bis dorthin ist es auch noch ein Stück. Wir waren am Strand, sind am Pool gelegen und hin und wieder nach Lust und Laune spazieren gegangen. Wir haben eben einfach die Seele baumeln lassen. Für uns war es Erholung pur! Ich hab meinen Mann noch nie so gesehen wie dort. Jedes Land hat so seine typischen Eigenarten. Wir wollten das Land und die Leute selbst kennenlernen. Das die Menschen dort nicht viel haben ist ja bekannt, darum muss man halt auch damit rechnen, so wie z.B. bei einem Hotel auf unserer Rundreise: das eine Steckdose einfach mal schief eingebaut war oder das manches etwas älter und nur hingepfriemelt ist. Für uns trug das nur zur Erheiterung bei. Natürlich kann man auch Luxus Pur haben, dazu muß man aber in einen der teuren fünf Sterne Luxus Hotel Bunker gehen.

Alles in Allem, wer Ruhe und Erholung möchte ist auf Jamaika und bei Kerstin goldrichtig.
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