Paypal für Verkäufer das pure Risiko

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Hier möchte ich einen Fall schildern, der mir widerfahren ist.

Ich hatte nach Spanien eine Pentax MX verkauft, für ca. 130,00 €. Bezahlt wurde per PayPal. Auf Wunsch des Kunden erfolgte die Lieferung als unversichertes Päckchen. Päckchen haben keinen Ident-Code, sind also nicht nachverfolgbar. Deshalb fotografierte ich immer in der Post das frankierte und abgestempelte Päckchen als Einlieferungsbeweis. Angeblich kam das Päckchen dort nie an. Ich schickte dem Kunden das Foto. Alles umsonst, er leitete über Papal ein Verfahren ein. Ergebnis: da ich unversichter versendet hatte, mußte ich die Zahlung zurückerstatten, bzw. mir wurde über den Betrag das Konto gesperrt. Alle meine Einwendungen halfen nichts. Dieses ist mir noch 2 x passiert, allerdings mit Beträgen unter 50,00 €. In diesem Falle zahlt Paypal. Aber Vorsicht, die Versandkosten werden zum Warenwert gerechnet. Da diese 50 EURO- Grenze inwischen bekannt ist, wird das von einigen Schlaumeiern ausgenutzt. Ab dem 10 Fall übernimmt Paypal dann nicht mehr die Rückerstattung dem Käufer gegenüber, sondern sperrt vielmehr das Konto der Verkäufers und friert das Geld ein. So erging es einem Kollegen von mir. Er prozessiert jetzt seit 1 1/2 Jahren in England, bislang ohne jeden Erfolg. Es interessiert Paypal wenig, das Käufer - insbesondere aus dem Ausland - nicht bereit sind, die ernormen Kosten für ein Paket zu zahlen. Es ist unsinnig, wenn ich eine Ware für 35,00 € ersteigert haben, dann auch noch 23,00 € für den versicherten Versand zu zahlen. Wenn der Käufer erklärt, daß er die Lieferung auf  EIGENES RISIKO auf dem preiswertesten Weg haben will, dann muß normalerweise der Paypal-Käuferschutz entfallen.

URLAUBSFALLE: Jeder Verkäufer fährt mal in den Urlaub. Kommt er dann wieder, kann es sein, daß sein Konto gesperrt ist, weil angeblich eine Ware, die er vor 8 Wochen verschickt hat beim Käufer nicht angekommen ist. Dabei ist es egal, ob versichert oder unversichert. Er muß nach einer Beschwerde innerhalb 10 Tagen reagieren, sonst ist die Kohle weg. Wenn ich 4 Wochen in Lappland wandere, habe ich kaum die Chance zu reagieren. Ich muß also, wenn ich sicher gehe will, alle Paypalzahlungen mindestens 8 Wochen vor meinem Urlaub einstellen. Meine positiven Bewerungen von 99,9% helfen hier gar nichts.

Liest man sich einmal die AGBs von Paypal genauer durch, kann man Verkäufern nur abraten, diesen Zahlungsservice anzubieten. Paypal hat im Zweifelsfall immer recht!!! Zuständig ist dort im Ernstfall niemand für einen und rechtlich muß man in England oder Irland klagen. Das ist auch kein Vergnügen.

Es gibt weitere Ärgernisse:

1) Zahle ich von meinem Girokonto eine Betrag auf mein Paypalkonto ein, so ist dieses Geld innerhalb 24 Stunden auf meinem Paypalkonto - oft schon am gleichen Tag. Will ich hingegen einen Betrag von meinem Paypalkonto abheben und auf mein Girokonto überweisen, dann dauert das IMMER 6-7 Tage!

2) Paypal ist einfach nur eine geniale Geldvermehrungsanlage dank enormer Gebühren und verzögerter Auszahlungspraxis.

3) Bei einem Guthaben auf dem Paypalkonto von über 1700,00 EURO haftet Paypal nicht bei Insolvenz.

Fazit: Ich biete Paypal als Verkäufer nicht mehr an, da Paypal auf die Verkäufer sämtliche Risiken abwälzt.

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