Pathfinder, Fährte des Kriegers, Extended Edition, DVD

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Pathfinder (Director's Cut), - hat eben nur noch's Thema mit der "1987 Version" gemeinsam
   
Und gerade daher ist es völlig überzogen wie etwas übertrieben kritisch, diese beiden eher unterschiedlichen interpretationen, - bzw. Filme nun hier ernsthaft gegenüber stellen zu wollen. Sie miteinander zu vergleichen oder sich über natürlich die reichlichen Logikfehler, schlecht authentische Bezüge oder mehr in den phantastischen Bereich gehenden Erzählmuster aufzuregen.

Zur Story: Wir schreiben ca. das Jahr 1000 nach Christi (also eben die Zeit eines Leif Erikson, der, inzwischen bekanntermaßen und erwiesen, sehr wschl. lange vor den Fahrten eines Christoph Kolumbus die "neue Welt" erreichte). Schauplatz ist der nordamerikanische Kontinent, - oder besser, die Küstenregion dieser Gegend (also nicht Südamerika bzw. vorgelagerte Inseln).

Eine der ehemaligen "Ureinwohner" trifft beim Gang durch die freie Natur auf ein bis dahin noch vollkommen unbekanntes und mystisches Wesen, - ganz einfach ein (weißes) Pferd. Sie folgt dem seltsamen Tier bis zum Ufer und findet dort eines der legendären Drachenboote (der sog. "Wikinger"). An Bord sind alle verstorben, einzig ein kleiner Junge lebt noch. Gerührt nimmt sie ihn mit zu ihrem Stamm. Der Schamane (einfacher, - Medizinmann) erzählt etwas von der alten Prophezeiung ...

 , - An dieser Stelle, und auch später nochmal im Film wird's interessant, - wie manchen hier vielleicht schon bereits bekannt ist, hielt sich bei den "Indianern" hartnäckig die Legende, ihre Götter würden dereinst wieder über's Wasser zurück kommen. Was ja auch, - dh.  mit, einer der Gründe dafür war, das es speziell die Konquistatoren am Anfang so spielend einfach hatten, die von ihnen angetroffenen Wilden zu bekehren oder zu erobern. , -

... und deshalb wird das Kind als ein Symbol oder Zeichen angesehen, nicht getötet oder sich selbst überlassen und, mehr oder weniger von allen gern so akzeptiert, in die eigene Kultur integriert. Jahr(zehnt)e später tauchen allerdings erneut die bösen Nordmänner auf, richten mit überlegenen Waffen und ihrer todesverachtenden Brutalität ein Gemetzel unter den "Eingeborenen" an. So das sich dieser Außenseiter dafür entscheiden muß, wem er denn nun die Treue hält.

Bis hier und noch etwas weiter ist dieser Film fast identisch mit der "Pathfinder" - Version aus Norwegen (ebenfalls hier auf DVD erhältlich). Auch, was seinen Entschluß und die darauf folgenden Konsequenzen betrifft. Möchte besser erstmal nichts weiter über die Handlung verraten, auch für all jene, die bisher weder diesen noch den anderen Film bereits kennen, - vielleicht nur noch soviel dazu.

Pro - Gründe zum mal ausleihen, - für diesen Film oder besser diese DVD

Die Umsetzung / Inszenierung der Geschichte ist bewußt düster gehalten. Und auch der gewisse Schwerpunkt in Richtung Action - Lastigkeit ist unübersehbar. Wer also etwas mehr sinnfreies und grobschlächtiges wie eben z.B. "der 13. Krieger" usw. usf. sehen möchte, bei dem nachdenken nun nicht unbedingt erforderlich und Vorraussetzung ist, wird zufrieden sein.

Auch die (wie schon in einigen der anderen Rezensionen hier wieder, - völlig zu Recht bemängelten) phantastischen Elemente, - das beginnt nur mal beispielsweise mit der auch hier wieder gezeigten, inzwischen recht bekannten Falschdarstellung von Hörnern an, - bzw. auf den Helmen (nur weil hier mal ein paar Historiker den Fehler machten, nach Grabfunden zusammen mit Waffen und Ausrüstungen darauf zu schließen), Rüstungen bzw. Metallschilden. Die hier selbst die einfachsten Krieger noch tragen. Bis zur auch immer wieder gern so gezeigten dummen, primitiven und grobschlächtigen Art dieser Menschen, befriedigen eher die Ansprüche solcher Zuschauer wie vom "Herr der Ringe".

Und zuletzt (allerdings war dies in erster Linie mehr mein subjektiver Eindruck), die Darstellungen des den Ziehvater spielenden Akteur's ,die mich stark an "der letzte Mohikaner" (die Verfilmung mit Daniel Day Lewis) erinnert haben. Oder eben die gezeigten Leistungen von Clancy Brown ("Highlander" - Teil 1) bzw. Ralph Möller ("Universal Soldier", "Gladiator"), - der ja schon bereits in "Islandic Warrior" Gelegenheit hatte, sowas zu üben. Und hier noch besser rüberkommt. Ob der gesprochene Dialekt dabei wirklich korrekt ist oder nicht, stört mich persönlich, - habe zuwenig Info's darüber, dabei nicht allzu besonders.

Contra - Gründe ,- und bzw. ebenfalls auch rein subjektive Ansichten ...

Natürlich diese einseitigen, wie auch reichlich geschichtsverfälschenden Darstellungen der Nordmänner, - umgangssprachlich schlicht "Wikinger". Wobei zwar bekannt ist, das diese wirklich dort in Nordamerika und auch in Neufundland zu dieser Zeit gelandet sind und / oder noch gesiedelt haben. Allerdings, ob eine wirtschaftliche Ausbeutung, - oder gar eine "Übernahme" des "Mutterlandes" o.ä. wirklich jemals, so wie hier gezeigt, stattgefunden oder auch nur wenigstens geplant gewesen war, bleibt reine Spekulation. Gut ein halbes Jahrhundert darauf mit dem Eintreffen der Europäer sah das ganze schon anders (folgenreicher) aus.

Auch gibt es begründete Theorien (deshalb weiter oben die Angabe dieses Mythos und auch in Verbindung mit den Atlantis bzw. Osterinsel - Sagen), das selbst die Wikinger, - von den Ureinwohnern mal ganz abgesehen, nicht die ersten Eindringlinge dort waren, sondern nochmal gut 1000 - 1500 Jahre zuvor bereits Phönizier. Naja, wie auch immer, das alles gehört eigentlich garnicht hierher, wurde auch nur mal eher nebenbei angegeben, falls (beim ansehen / leihen des Filmes) Neugierde, Fragen und gestiegenes Interesse aufgekommen ist.

Also (Fazit) zum Kauftip, - jedenfalls mehr für Fans solcher Sachen nur geeignet, ansonsten auch noch als Ausleihtip ganz vorbehaltlos zu empfehlen.
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