Patches für Musik-Fans: Wie Sie die beliebten Aufnäher perfekt anbringen

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Fanartikel sind – wie der Name schon sagt – vor allem bei Fans sehr beliebt und bieten diesen die Möglichkeit, sich offenkundig mit ihrer Lieblingsband oder ihrem favorisierten Künstler zu identifizieren. Klassische Merchandise-Artikel sind natürlich die überaus beliebten T-Shirts, die mit dem Logo der Band oder sonstigen Identifikationsmerkmalen ausgestattet werden und bereits beim ersten Anblick zeigen: „Schaut her, ich bin ein Fan." Allerdings gibt es auch viele andere Möglichkeiten, mit denen Fans ihre Begeisterung zum Ausdruck bringen können.

Eine schon seit Jahrzehnten sehr beliebte Methode, die meistens von Jugendlichen genutzt wird, ist das Aufnähen von sogenannten Patches, deren Name sich aus dem englischen Wort für „Flicken" ableitet, und die meistens auf Jacken, Hosen und Schulranzen angebracht werden. Manche Fans gehen sogar so weit und fertigen eine Sammlung mit Patches an, die sie zum Beispiel auf Konzerten ergattert haben. Dabei sind Patches, die das Logo von Bands tragen, vor allem im rockigen Bereich der Musikkonzerte zu finden: Egal, ob Punk-Rock, Metal oder sonstige Musikstile, solange es rockig genug klingt, machen sich die Flicken nicht nur auf Jeansjacken gut. Allerdings können Sie auch immer wieder von Größen der Pop-Musik oder des Hip-Hops solche Aufnäher finden, obwohl diese in der Szene nicht so beliebt sind, wie es bei den verschiedenen Rock-Genres der Fall ist.

Patches: Vom Militärabzeichen über politisches Statement zum Fanaufnäher 

Ursprünglich wurden die Stoffaufnäher dazu benutzt, um dienstliche Rangordnungen – vor allem beim Militär und polizeilichen Kräften – auf den Uniformen festzuhalten, quasi als direkte visuelle Bestätigung des Ranges. Allerdings änderte sich dies bereits nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, denn ab dann wurden von verschiedenen Protestgruppen die Stoffpatches dazu genutzt, den eigenen politischen Ambitionen ein Label zu verleihen. Dieser Ausdruck der eigenen politischen und sozialen Haltung hat sich bis heute fest in verschiedenen Gruppierungen etabliert – denken Sie nur einmal an die Anti-Atomkraft-Bewegung.
Die heutige Verwendung der Patches entwickelte sich in etwa gegen Ende der 1970er-Jahre, beziehungsweise am Anfang der 1980er-Jahre, und wurde zunächst vor allem von Motorradclubs genutzt. Kurz darauf begannen jedoch auch verschiedene Musik-Festivals die Aufnäher extra für ihre Treffen herzustellen, wobei vor allem die Szene der Metal Musik mit Patches hervorragend bei ihren Fans angekommen ist. Viele regelmäßige Besucher haben sich zum Beispiel ihre Patches auf den Rücken der eigenen Jeansjacke nähen lassen und konnten so überall zeigen, auf welchen Festivals – und wie oft – sie bereits gewesen sind. Auch heute noch sind die Patches enorm beliebt und manche Aufnäher sind dabei zu echten Raritäten geworden. Wenn Sie zum Beispiel nach Aufnähern von Bands suchen, die schon Jahrzehnte dabei sind, werden Sie feststellen, dass manchmal Schätze angeboten werden, die bereits in den 1980er-Jahren verkauft worden sind.

Den Aufnäher der Lieblingsbands einfach und schnell anbringen

Natürlich stellt sich beim Kauf eines Patches für jeden Neuling erst einmal die Frage, wie genau man den Aufnäher denn auf die ausgesuchte Stelle bekommt – und wohin genau man ihn eigentlich überhaupt sticken möchte. Das „wie" ist dabei schnell geklärt, ist die Antwort doch schon im Namen enthalten: Der Aufnäher wird einfach mit Nadel und Faden aufgenäht, was zwar etwas Geschick im Umgang mit der Nadel voraussetzt, aber mit ein wenig Übung schnell und funktionstüchtig von der Hand geht. Die Frage nach dem „wo" bleibt Ihnen natürlich selbst überlassen, allerdings gibt es ein paar klassische Ziele: Wie bereits erwähnt, nähen viele Fans von Heavy-Metal und ähnlichen Musikrichtungen ihre Patches von zum Beispiel Iron Maiden oder Metallica auf ihre Jeans- oder Lederjacken und zeigen so ihre langjährige Zugehörigkeit als Fan. Andere, vor allem Bügeln Jugendliche, nutzen die eigenen Schulranzen, um allen zu zeigen
, zu welcher Gruppierung innerhalb der Musikszene man sich zugehörig gefühlt. Außerdem gibt es – heute wie früher – natürlich immer wieder Mütter, die versuchen, Löcher in Hosen zu verdecken, die ihre Kinder beim Herumtollen unvorsichtigerweise in ihre Klamotten gerissen haben. Natürlich ist hier das Motiv des Patches eher zweitrangig, obwohl viele Eltern ihre Kinder mit ihrem eigenen Musikgeschmack anstecken.

Genial: aufbügeln statt aufnähen

Allerdings gibt es auch schon seit einiger Zeit Patches, die nicht mehr mühsam aufgenäht werden müssen: Dank einer genialen Erfindung ist es möglich, dass die Aufnäher ohne großen Aufwand auf das Objekt des Wunsches aufgebügelt werden. Dazu ist lediglich ein Bügeleisen nötig sowie natürlich der passende Patch. Allerdings sollten Sie beim Aufbügeln darauf achten, dass Sie das Bügeleisen nicht zu heiß einstellen, weil dies sonst den Patch oder das Textil, auf dem der Patch später haften soll, beschädigen könnte. Eine Möglichkeit besteht darin, dass beim Aufbügeln das Bügeleisen zwar auf der höchsten Stufe steht, jedoch eine Zwischenlage als Schutz genutzt wird. Hierzu eigenen sich hervorragend Küchenhandtücher aus Stoff, die beim Bügeln eine Art „Hitzepuffer" darstellen und zwar genug Wärme durchlassen, damit der Patch später auch noch hält, jedoch dafür sorgen, dass keine Verbrennungen beim intensiven Bügeln entstehen. Nach ungefähr einer Minute sollte der Aufnäher haften und muss dann lediglich auskühlen. 

Pasches zu den verschiedenen Musikrichtungen

Natürlich gibt es heutzutage in fast allen Genres und auf so ziemlich jedem Festival solche Patches, die sogar manchmal von speziellen Verkäufern angeboten werden, die ihr Angebot auf die verschiedensten Arten von Aufnähern reduziert haben. Allerdings gibt es einige Musikrichtungen, in denen die Patches beliebter sind und von den Fans öfter öffentlich getragen werden, als das in anderen Genres der Fall ist. Bei Fans der Musikrichtung "Rockabilly" ist dies zum Beispiel der Fall. Dabei handelt es sich um eine spezielle Form des Rock'n'Roll, der ebenfalls für seine verschiedenen Arten von Patches bekannt ist. Diese Aufnäher besitzen vor allem Motive, die aus der Glanzzeit ihrer Musikepochen stammen, was bei den beiden eben genannten vor allem die 1950er- und 1960er-Jahre des letzten Jahrhunderts sind. Die meisten sind dabei sehr klassisch gehalten und zeigen zum Beispiel Totenköpfe, Herzen und die typischen, wie Regenbögen gewölbten Banner mit einem Schriftzug, der den Namen der Musikrichtung beinhaltet. Aber auch Anker, Kreuze und Logos von bekannten Bands der Szene sind immer wieder auf den verschiedenen Patches zu finden.

Bei Jugendlichen und Musikfans der 1980er- und 1990er-Jahre immer noch sehr beliebt sind die Bands des Punk Rocks, von denen man in fast jeder Schule dieser Welt Patches finden kann, da Schüler ihre Rucksäcke mit den Aufnähern verschönern. Direkt daran schließen sich natürlich auch die großen Rockbands der 80er-Jahre an, zu denen zum Beispiel Slayer oder Kiss gehören. Und natürlich eine Band, die auch heutzutage noch jedem ein Begriff ist: Die 1970 gegründete Band „Queen" hat enorm viele Patches rund um die Musiker Freddie Mercury, Brian May, Roger Taylor und John Deacon verkauft und viele Fans hüten ihre alten Aufnäher heutzutage wie kleine Schätze. Trotzdem können Sie manchmal auch sehr alte Aufnäher finden, wobei es sich dann um sehr seltene Raritäten handelt.

Seltene Raritäten finden und damit die eigene Patchsammlung erweitern

Manche Musikfans sind so begeistert, dass sie eine ganze Sammlung von den beliebten Aufnähern besitzen und diese dann nicht einmal auf Kleidung aufnähen, sondern sie wie einen Schatz bewahren. Diese Fans spezialisieren sich dann meist auf eine bestimmte Band oder ein Genre und versuchen, möglichst viele unterschiedliche Patches ihres Sammelgebietes zu bekommen. Allerdings gibt es bei manchen Aufnähern sehr seltene Exemplare, die schwer zu finden sind. Wenn Sie nach einer sehr seltenen Rarität suchen, dann sollten Sie bei die Augen offen halten, wenn alte und nur in einer geringen Auflage produzierte Stücke angeboten werden. Es ist von Vorteil, wenn Sie genau wissen, was Sie suchen, beziehungsweise wie genau das Sammelobjekt der Begierde auszusehen hat, denn manchmal wird auf Grund von mangelnder Erfahrung oder auch mit Absicht ein Patch als „selten" und „rar" deklariert, obwohl es sich dabei um eine Neuauflage einer alten Version handelt. Das macht natürlich nicht nur einen Preisunterschied aus, sondern ändert auch wichtige Details, wie Verarbeitung und verwendetes Material.

Festivals als Lieferanten unterschiedlichster Aufnäher

Jedes Jahr im August findet in einer kleinen Gemeinde in Schlewig-Holstein das größte Metal-Festival der Welt statt: Das „Wacken Open Air" ist international bekannt und die Elite der Musikszene trifft dort auf Newcomer und sogar Künstler, die man sonst nicht mit dem Metal-Genre in Verbindungen bringen würde, können manchmal einen der begehrten Auftritte ergattern. Natürlich sind auf solchen großen Festivals auch die Merchandise-atikel ein großes Thema.  Dadurch gibt es immer wieder neue Patches der Veranstaltung, die gerne gekauft werden, um so die Zugehörigkeit zu demonstrieren oder zu Hause zu „beweisen", dass man Teil des Erlebnisses war. Tatsächlich finden Sie jedoch auch viele dieser Aufnäher später im Angebot, da manche Besucher des Open Airs vergessen haben oder keine Zeit hatten, sich solch ein Souvenir zu holen. Der nachträgliche Kauf bietet ihnen die Möglichkeit, noch einmal in die Erinnerungen des Festivals einzutauchen.

Must haves in jeder Patches-Sammlung

Außerdem dürfen gewisse Festivals natürlich in keiner Patch-Sammlung fehlen. Gerade bei Fans, die schon Jahrzehnte auf den verschiedenen Festivals und Auftritten von Bands aus der Szene auftauchen, gehört es zum guten Ton, eine möglichst umfassende Sammlung auf diversen Kleidungsstücken auszustellen. Natürlich bleibt es jedem selbst überlassen, wie viele Patches er auf die „Konzert-Kleidung" bügeln beziehungsweise nähen möchte: Einige Fans versuchen, zu jedem Konzert einen Patch zu bekommen, andere wiederum nutzen nur die für sie aus unterschiedlichen Gründen wichtigen Konzerte und deren Patches als Identifikationssymbol. 

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