Passive Bauelemente: Widerstände, Trimmer, Potentiometer

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Passive Bauelemente: Widerstände, Trimmer, Potentiometer

Von einem passiven Bauelement wird in der Elektrotechnik oder Elektronik gesprochen, wenn es sich nicht um ein verstärkendes Element handelt. Dabei übernimmt es keine Steuerungsfunktion. Es setzt der auftretenden elektrischen Spannung etwas entgegen. Einige dieser passiven Bauelemente sollen hier kurz vorgestellt werden – Widerstände, Trimmer und Potentiometer.

 

Der Eingangsspannung etwas entgegensetzen – der Widerstand

Widerstände sind zweipolige elektronische Bauelemente, die dafür eingesetzt werden, Ströme auf die gewünschte Stärke zu begrenzen oder elektrische Spannung innerhalb einer Schaltung aufzuteilen. Außerdem werden sie genutzt, um elektrische Energie in Wärmeenergie zu wandeln. So kommen sie als Vorwiderstand, Shuntwiderstand oder Spannungsteiler zum Einsatz. Die Stärke des angelegten Widerstands wird in Ohm gemessen. Zu den bekanntesten Widerständen zählen die zylindrischen, aus Keramik bestehenden Widerstände mit axialem Anschlussdraht. Das sind jene, deren "Drahtbeinchen" in den Löchern einer Platine festgelötet werden. Die verschiedenen Streifen auf den Widerständen stehen für unterschiedliche Größen. Widerstände werden sowohl in Reihe als auch parallel geschaltet.

 

Kondensator, Potentiometer, Trimmer – hier geht es um Begrifflichkeiten

Nun wird es ein wenig verwirrend. Der Begriff "Trimmer" findet in zwei sich naheliegenden, aber unterschiedlichen Bereichen Anwendung: In der Elektrotechnik steht der Begriff für einen variablen Kondensator, in der Elektronik wird er umgangssprachlich für das Potentiometer verwendet. Korrekt heißt er dort Trimmpotentiometer.

Der Trimmerkondensator ist darauf ausgelegt, einmalig beziehungsweise selten genutzt zu werden, zum Beispiel zum Abgleich von Filtern und Schwingungskreisen, wenn ein Gerät erstmalig in Betrieb genommen wird oder nach einer Reparatur. Trimmer haben zumeist keinen Drehregler, sondern nur einen Schraubendreherschlitz, mit dem einmalig Gewünschtes festgestellt wird. Die Drehkondensatoren hingegen sind in fortgesetztem Gebrauch.

 

Das Potentiometer ist zumeist als Drehregler in Gebrauch

Auch Potentiometer übernehmen keine Steuerung im eigentlichen Sinn, wenn sie in elektrischen Geräten eingesetzt werden. Ein Potentiometer sorgt zum Beispiel dafür, dass an einem Herd die Temperatur oder an einem CD-Spieler die Lautstärke eingestellt werden kann. Somit erweist sich das Potentiometer als Spannungsteiler. Auf nicht leitendem Grund sind Widerstände angebracht. An den Enden der Widerstände befinden sich zwei Anschlüsse. Der Gleitkontakt, Schleifer oder "Drehknopf" teilt den angebrachten Gesamtwiderstand in zwei entgegengesetzte Widerstände. Handelt es sich um ein Potentiometer, das für den seltenen Gebrauch gedacht ist, heißt es Trimmkondensator. Mittlerweile wird das Potentiometer – laut neuer Rechtschreibung Potenziometer – mehr und mehr von Tasten ersetzt. Das liegt nicht zuletzt daran, dass durch die mechanische Betätigung ein Abrieb am Potentiometer nicht zu verhindern ist.

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