Passenden Stromschutz und Zubehör für die Stromverteilung finden

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Der Ratgeber für alles rund um die Stromverteilung

Ohne elektrischen Strom ist die Welt heute nicht mehr denkbar. So segensreich die Erfindung ist, sie birgt auch gewisse Gefahren, besonders dann, wenn bei der Stromverteilung Sicherheitsaspekte vernachlässigt werden. Deshalb sollte das Verlegen und Anschließen der elektrischen Verkabelung in Haus oder Wohnung von einem Fachmann ausgeführt werden. Es gibt eine Reihe von Schutzmaßnahmen, die sowohl für alle Haushaltsgeräte als auch für den Computer beziehungsweise das IT-System angewendet werden können. Das Absichern einzelner Stromkreise wird über Sicherungsautomaten (Leitungsschutzschalter) gewährleistet. Kommt es in einem Stromkreis zu einer Fehlfunktion, schaltet sich die Sicherung ab und der Stromfluss wird unterbrochen. Um mehrere Stromkreise gleichzeitig überwachen und bei Bedarf automatisch abschalten zu lassen, werden sogenannte Fehlerstromschalter (FI) eingebaut.

Auch bei der Stromverteilung an hochwertigen Hi-Fi-Anlagen oder am Computer sollte Sicherheit an erster Stelle stehen. Das gilt – besonders beim PC – aber nicht ausschließlich für die reine Stromversorgung, sondern auch für die Sicherung von Daten bei Stromausfällen. Hier hilft dann eine unterbrechungsfreie Stromversorgung, die es eingebaut in spezielle Steckerleisten oder als externe Geräte gibt. Worauf bei Stromschutz und Zubehör geachtet werden sollte und wie Sie bei der Stromverteilung alles richtig machen, darüber informiert Sie dieser Ratgeber.

Fehlerstromschutzschalter – ein unbedingtes Muss in jedem Haushalt

FIs sind zwar gesetzlich in Deutschland noch nicht vorgeschrieben, sollten aber trotzdem bei der Stromverteilung eingebaut werden. Fehlerstromschutzschalter verhindern zum Beispiel, dass Strom durch den Körper von Lebewesen fließen und Gesundheitsschäden oder Schlimmeres hervorrufen kann. Durch FIs begrenzen Sie diesen Fehlerstrom auf einen ungefährlichen Wert und auf eine ungefährliche Zeit. Je nachdem, an welcher Stelle im Stromkreislauf der FI eingebaut wird, schaltet sich bei Fehlfunktionen im Kabelnetz oder an Geräten die gesamte Stromversorgung aus.

Achtung: FIs schützen nicht vor dem Entstehen von unzulässig hohen Berührungsströmen, sie sorgen lediglich dafür, dass diese bestehen bleiben. Damit ist ein Fehlerschutzstromschalter eine sehr effektive Methode zur Vermeidung von Stromunfällen. Außerdem verhindern sie das Entstehen von Bränden durch überlastete und damit zu stark erhitzte Stromleitungen.

Hinweis: Der Fehlerstromschutzschalter dient ausschließlich dem Personenschutz und nicht dem Schutz der an das Stromnetz angeschlossenen Geräte. Dafür müssen weitere Maßnahmen getroffen werden.

Leitungsschutzschalter und Schmelzsicherungen: Unbekannte Begriffe, bekanntes System

Leitungsschutzschalter werden im allgemeinen Sprachgebrauch als Sicherungsautomaten bezeichnet, Schmelzsicherungen einfach als Sicherungen. Diese beiden Stromschutzteile bezeichnet man auch als Überstromschutzeinrichtung.

Hinweis: Bei Neubauten dürfen in Deutschland nur noch Sicherungsautomaten eingebaut werden. Schmelzsicherungen sind ausschließlich für bestimmte Geräte wie zum Beispiel Durchlauferhitzer erlaubt.

Der Sicherungsautomat kennt vier Arten der Auslösung:

  • Überlastung des Stromnetzes (thermische Abschaltung),
  • Kurzschluss (elektromagnetische Abschaltung),
  • manuelle Auslösung und
  • Auslösung durch Zusatzmodule (Fehlerstromschutzschalter).

Die Auslösung bei Überlast erfolgt, wenn über einen längeren Zeitraum der Nennwert des fließenden Stroms überschritten wird. Hierbei wird ein Bimetall verwendet, das die Erwärmung des Kabels erkennt, sich verbiegt und dadurch den Mechanismus zum Abschalten auslöst.

Bei einem Kurzschluss im Leitungssystem erfolgt die Abschaltung des Leitungsschutzschalters (Sicherungsautomat) innerhalb von Millisekunden. Müssen Wartungsarbeiten an der Verkabelung vorgenommen werden, kann der Sicherungsautomat kurzfristig durch einen Kippschalter manuell abgeschaltet werden. Da es für jeden Stromkreis getrennte Leitungsschutzschalter gibt, funktionieren alle anderen Stromkreise ungestört. Ist ein Fehlerstromschutzschalter (FI) eingebaut, kann auch dieser für eine Abschaltung der Sicherungsautomaten sorgen.

Die Beschaffenheit von Schmelzsicherungen

Schmelzsicherungen, wie sie heute noch in einigen Geräten vorhanden sind, bestehen aus einem isolierenden Gehäuse (meist Keramik), in dem sich zwei elektrische Kontakte befinden, die durch einen sogenannten Schmelzleiter verbunden sind. Der durchfließende Strom erwärmt den Schmelzleiter. Wird der vorgegebene Nennstrom deutlich überschritten, schmilzt der Schmelzleiter und die Sicherung wird ausgelöst. Im Gegensatz zu Sicherungsautomaten können einmal ausgelöste Sicherungen nicht mehr verwendet werden und sind durch eine neue Schmelzsicherung zu ersetzen.

Damit eine solche Sicherung bei einem Kurzschluss sicher auslöst, muss das jeweilige Ausschaltvermögen beachtet werden. In den Bedienungsanleitungen oder in den technischen Datenblättern auf der Webseite des Herstellers der Geräte, die Schmelzsicherungen verwenden, ist die geeignete Gerätesicherung deutlich spezifiziert. Wenn Sie Ersatzsicherungen kaufen, sollten Sie die dort angegeben Werte unbedingt beachten.

Achtung: Das Schaltvermögen für Schmelzsicherungen bei Wechselstrom ist deutlich höher als bei Gleitstrom. Deshalb dürfen zwar Sicherungen, die für Gleichstrom vorgesehen sind, auch bei Wechselstrom verwendet werden. Umgekehrt ist das aber nicht möglich.

Stromkabel – auch hier steht Sicherheit und Stromschutz an erster Stelle

In der Elektrotechnik bezeichnet man einen Verbund von Drähten zur Leitung elektrischer Energie, die mit Isolierstoffen umgeben sind, als Kabel. Es gibt verschiedene Arten von Isolierstoffen. Für normale Stromleitungen wird hier überwiegend vernetztes Polyethylen (VPE) verwendet. Die leitenden Adern selbst bestehen in der Regel aus Kupfer.

Ein normales Stromkabel zeigt drei mit unterschiedlichen Farben ummantelte Adern. Der Schutzleiter ist grün-gelb, der Außenleiter meist braun oder schwarz und der Neutralleiter ist blau. Der Schutzleiter, auch Erde genannt, sorgt dafür, dass kein Strom durch leitfähige Gehäuseteile oder Bedieneinheiten fließen kann. Dafür muss dieses Kabel an ein im Gerät vorhandenes Erdungsmetall angeschlossen werden. Kabel, die in der IT- oder Kommunikationstechnik verwendet werden, können zwischen zwei und mehreren Tausend Adern haben. In Kommunikationsnetzen sind auch optische Leiter (Glasfaser) anstelle von Kupferleitungen möglich.

Stromkabel müssen unterschiedlichen Belastungen, auch mechanischer Art, gewachsen sein. Deshalb unterscheidet man bei der Stromverkabelung im Haus und für elektrische oder elektronische Geräte Kabel auch anhand dieser Vorgaben:

  • Für bewegliche Geräte werden sehr feine Drähte verwendet, die eventuell über eine flexible Gummiisolierung verfügen.
  • Bei hoher mechanischer Beanspruchung (starkes Verbiegen oder Führen über Kanten) wird für die Isolierung in der Regel Gewebe, Lackgewebe oder Lackglasfasergewebe eingesetzt.
  • In Räumen mit erhöhter Brandgefahr muss die Isolierung halogenfrei und schwer entflammbar sein.
  • Bei PC-Verkabelungen oder anderen Geräten, die eine hohe elektrische oder magnetische Störanfälligkeit haben, werden verdrillte Adernpaare eingesetzt, die einfach oder doppelt abgeschirmt sind.

Stromzuleitungen verlängern – Stromschutz beachten

Wer kurzfristig ein Gerät weiter entfernt von einer Steckdose anschließen möchte, greift in der Regel zum Verlängerungskabel oder zur Kabeltrommel. Kabeltrommeln haben den Vorteil, dass sie über eine integrierte Mehrfachsteckdose verfügen und so mehrere Geräte gleichzeitig angeschlossen werden können.

Achtung: Bitte überzeugen Sie sich davon, wie viel Leistung die Mehrfachstecker insgesamt maximal abgeben dürfen und vergleichen Sie diese Leistung mit der der angeschlossenen Geräte. Außerdem darf die volle Leistung nur ausgenutzt werden, wenn Sie das Kabel vollständig von der Kabeltrommel abrollen.

Bleibt ein Teil des Kabels aufgewickelt, kann es Probleme geben. Der Strom erzeugt Wärme, die bei teilweise aufgerollten Kabeln nicht nach außen abgeführt werden kann. So können Überhitzungen entstehen, die auch die angeschlossenen Geräte beschädigen können. Im schlimmsten Fall droht sogar ein Kabelbrand.

Kauftipp: Wenn Sie eine Kabeltrommel kaufen, achten Sie darauf, dass eine Sicherungsfunktion integriert ist, die im Fall einer Überhitzung die Stromversorgung automatisch unterbricht. Die detaillierte Produktbeschreibung sollte darüber Aufschluss geben. Ersatzweise können Sie sich auch auf der Herstellerwebseite die notwendigen technischen Informationen ansehen.

Sowohl die Länge des Kabels auf einer Kabeltrommel als auch die Länge einer einfachen Verlängerungsschnur geben automatisch vor, wie weit die Steckdose maximal entfernt sein darf. Beachten Sie hier, dass auch die Geräte eine teilweise recht lange Zuleitung haben. Sie muss auf jeden Fall für einen störungsfreien Betrieb der Geräte in die Gesamtkabellänge mit eingerechnet werden.

Die Stromverteilung sollte sinnvoll geplant werden

Häufig reichen die fest installierten Steckdosen nicht aus. Das ist besonders dann der Fall, wenn zum Beispiel am Computer unterschiedliche Peripheriegeräte angeschlossen werden sollen, die jeweils über ein Netzteil eine eigene Stromzufuhr benötigen.

Um das zu gewährleisten, werden häufig Mehrfachstecker (Steckdosenleisten) verwendet. Gerade bei der Auswahl von Mehrfachsteckern ist eine sorgfältige Planung notwendig. Es ist immer sinnvoll, Steckerleisten mit mehr Anschlussmöglichkeiten zu kaufen, als mehrere kleine Mehrfachstecker miteinander zu verbinden. Außerdem sollte man darauf achten, ob sich die Steckerleiste über einen Schalter komplett ausschalten lässt und ob sie einen integrierten Stromschutz hat. Dieser verhindert, dass sich Stromschwankungen schädigend auf die angeschlossenen Geräte auswirken, und übernimmt auch kurzfristig eine unterbrechungsfreie Stromversorgung, wenn der Netzstrom komplett ausfällt.

Kauftipp: Wenn Sie Geräte wirklich sicher vor Stromschwankungen oder Netzausfällen schützen möchten, sollten Sie über eine externe unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) nachdenken. Diese Geräte beanspruchen wenig Platz und ermöglichen es – je nach Modell –, einige Minuten zum Beispiel am Computer auch ohne externe Stromversorgung weiterarbeiten zu können. So lassen sich zum Beispiel relevante Daten noch sichern.

Stromschutz und Zubehör: Steckertypen und Anschlüsse

Es gibt verschiedene Steckertypen, die als

  • Schuko- beziehungsweise
  • Euro-Stecker bezeichnet werden.

Bei Schuko-Steckern handelt es sich um Schutzkontaktstecker. Diese Stecker verfügen neben Leiter und Nullleiter über einen dritten Kontakt, die sogenannte Erdung. Schuko-Stecker sind größer als Euro-Stecker und füllen die gesamte Steckdose aus. Sie können nur in Steckdosen beziehungsweise Steckerleisten verwendet werden, die Metallklemmen haben. Diese Metallklemmen sind wichtig für die Erdung.

Normalerweise haben Schuko-Stecker am Ende eine sogenannte Kaltgerätekupplung. Sie ist meist nahezu rechteckig und verfügt über drei Einfuhrhülsen für die schmalen und dünnen Steckkontakte. Sie eignen sich für alle Geräte, die bei laufendem Betrieb nicht oder nur mäßig warm werden. Die Temperaturobergrenze liegt hier bei etwa 70 Grad Celsius.

Euro-Stecker sind flach und haben keine eigene Erdung. Dadurch ist auch das Kabel meist wesentlich dünner, weil hier nur zwei Adern geführt werden. Euro-Stecker sind auch unter dem Namen Kleingerätestecker bekannt. Häufig sind sie an tragbaren Radios, Haartrocknern oder Rasierapparaten angebracht.

Kauftipp: Es gibt Steckerleisten, in denen sowohl Schuko- als auch Euro-Stecker verwendet werden können. Das erhöht die Flexibilität bei den Geräteanschlussmöglichkeiten.

Neben den relativ einfach aufgebauten Steckerleisten gibt es auch Sonderversionen, die zum Beispiel Anschlüsse für Telefone, Faxgeräte, Antennenkabel oder Audio- und Videogeräte bieten. Diese Sonderanschlüsse finden Sie allerdings nur an Steckerleisten, die über eine integrierte unterbrechungsfreie Stromversorgung verfügen. Stromschutz ist wichtig, denn er bewahrt Sie und Ihre Geräte vor Schäden. Nutzen Sie die Informationen dieses Ratgebers zur Stromverteilung, wenn Sie Kabel, Stecker, Steckerleisten und weiteres Zubehör bestellen.

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