Passende neue und gebrauchte Stoßstangen als Ersatzteile finden

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Stoßstange als Ersatzteil neu oder gebraucht – so finden Sie passende Modelle

Sie kennen es sicherlich auch: Sie verschätzen sich beim Einparken ein wenig und schon schrammen Sie an einem stehenden Auto entlang oder bremsen zu spät und stoßen mit dem vorderen Wagen zusammen. Vielleicht sind nicht Sie schuld, sondern ein anderer Fahrer, und Sie werden ungewollt in das Geschehen verwickelt. Unfälle passieren ständig und überall. Dort, wo viele Menschen am Straßenverkehr teilnehmen, unterlaufen manchen von ihnen immer wieder Fehler, die in den meisten Fällen dazu führen, dass Beschädigungen an der Karosserie entstehen. Moderne Automobile sind mit vielen Schutzvorrichtungen ausgestattet, die bei einem Unfall die Insassen schützen und möglichst viel Schaden von ihnen abwenden. Airbags zählen dazu, Sicherheitsgurte, Kopfstützen und eben die Stoßstangen.

Sie werden in heutiger Zeit ebenfalls als Schürzen bezeichnet und tragen im Laufe eines Autolebens die meisten Dellen und Kratzer davon, gehören zu den am häufigsten ausgetauschten Ersatzteilen und sind für Ihre Sicherheit unverzichtbar. Nachfolgend erfahren Sie viel Wissenswertes rund um Stoßstangen und finden heraus, ob gebrauchte Artikel den Neuexemplaren das Wasser reichen können.

Moderne Stoßstangen – mehr als nur eine Metallschürze

Bei kleineren Unfällen schützen die Aufprallschutzvorrichtungen die Karosserie und bei stärkeren Zusammenstößen fangen sie einen Teil der Energie ab, die bei einer Kollision freigesetzt wird. Es gibt kein fahrtüchtiges Auto, das keine Stoßstangen besitzt. Sie befinden sich sowohl an der vorderen Seite des Wagens als auch am Heck. Die frühesten Automodelle verfügten noch über einen schlichten querstehenden Bügel aus Stahl, der an Halterungen befestigt war. Dieser Vorrichtung lag der Gedanke zugrunde, dass sich bei einer Kollision die Stange verbiegt und somit die Energie absorbiert. Die zugehörige Haltevorrichtung war mit der Karosserie fest verschweißt und dieser Umstand ermöglichte das Befestigen eines Seils an der Stange, falls das Fahrzeug abgeschleppt werden musste. Das Problem war jedoch, dass es sich um schwere, starre und kantige Metallstücke handelte, die ein hohes Verletzungsrisiko für Mensch und Tier darstellten. Bei einem Zusammenprall trugen Letztere fast immer sehr schwere Verletzungen davon.

In der heutigen Zeit ähneln Stoßstangen den Vorgängern in keinster Weise. Sie sind in einer Plastikumhüllung eingebaut und integrieren sich vollständig in das Design des Autos. Unter der Kunststoffhülle befinden sich Verstärkungen und außerdem ebenfalls ein Stahlträger, der mit dem Rahmen des Fahrzeugs verbunden wird. In ihrer Gesamtheit bieten die Schutzvorrichtungen eine optimale Aufnahme und Abfederung von Energie, die beim Zusammenstoß freigesetzt wird. Das Zusammenspiel der einzelnen Komponenten macht es möglich, dass bei einem kleineren Aufprall die Stoßstange in ihre ursprüngliche Form zurückkehrt und sich bleibende Dellen häufig wieder beinahe spurlos ausbeulen lassen.

Ist eine Reparatur nötig, ist sie nicht selten mit hohen zusätzlichen Kosten für Lackierung und dergleichen verbunden. Daher sollten Sie im Fall eines Schadens darüber nachdenken, eine neue Stoßstange zu erwerben und anzubringen beziehungsweise anbringen zu lassen. Allerdings ist es notwendig, im Vorfeld einige Informationen einzuholen und bestimmte Entscheidungen zu treffen. Vor allem gebrauchte Artikel werden häufig nicht zurückgenommen und Sie ersparen sich viel Ärger, wenn Sie sich gründlich über die Eigenheiten Ihres Fahrzeugmodells informieren und herausfinden, welche Möglichkeiten Ihnen zur Verfügung stehen.

Das sollten Sie vor dem Kauf einer Stoßstange beachten

Dass die Stoßstange eines VW-Polo anders aussieht als die eines Jeeps, ist einleuchtend, doch auch vermeintlich gleichgroße Automodelle verfügen in der Regel nicht über identische Stoßstangen. Da wären die unterschiedlichen Formen und Größen von Scheinwerfern, das Aussehen des Kühlergrills oder die diversen Verschraubungsmöglichkeiten. Sie werden wohl nicht um ein Originalexemplar herum kommen. Doch keine Sorge, für alle gängigen Fahrzeugmodelle existiert eine Vielzahl an Front- und Heckschürzen in neuem und gebrauchtem Zustand.

Neben der Bauweise der Schutzvorrichtung stellt sich zudem die Frage nach der Farbe des Ersatzteils. Wenn Sie keinen großen Wert auf das einheitliche Erscheinen Ihres Autos legen, können Sie frei wählen und sich zwischen vielen Exemplaren entscheiden. Wenn es Ihnen jedoch wichtig ist, den exakten Farbton Ihres restlichen Fahrzeugs zu treffen, müssen Sie entweder länger suchen und auf ein passendes Angebot warten oder die Stange umlackieren. Lesen Sie vor allem bei Schürzen aus zweiter Hand sorgfältig die Artikelbeschreibung und schauen Sie sich die Fotos aufmerksam an. Überprüfen Sie die gelieferte Ware und achten Sie vor allem auf Roststellen und tiefe Kratzer, die sich im Laufe der Zeit in Roststellen verwandeln können.

So können Sie die Stoßstange selber lackieren

Es ist nicht so kompliziert, wie es auf den ersten Blick scheint – Sie benötigen nur die richtigen Materialien und etwas Hintergrundwissen. Reinigen Sie zunächst die gesamte Stoßstange gründlich mit einem Silikonentferner und einem Pinsel. Falls es Ihnen möglich sein sollte, erwärmen Sie die Konstruktion in einem Ofen oder Ähnlichem bei etwa 50 Grad für 15 Minuten. Wenn nicht, dann legen Sie sie zumindest in die Sonne. Durch die Erwärmung lösen sich nämlich die Trennmittel aus der oberen Schicht. Wiederholen Sie daraufhin die Reinigung und den Erwärmungsvorgang mehrmals.

Nun wird die gesamte Oberfläche mit Schleifpapier bearbeitet, bis möglichst die gesamte vorherige Lackierung entfernt ist. Füllen Sie eventuelle Dellen oder Kratzer mit Spachtelmasse und schleifen Sie an diesen Stellen gründlich nach. Damit die neue Farbe gut haftet, ist es nun an der Zeit, eine Grundierung sowie Kunststofffüller in dünnen Schichten aufzutragen. Sollten Sie im Inneren arbeiten, sorgen Sie dafür, dass der Raum staubfrei und gut belüftet ist. Auch darf sich keine Nässe in unmittelbarer Nähe zu dem Lack und der Stoßstange befinden.

Anschließend beginnt das eigentliche Lackieren. Denken Sie immer an den Atemschutz, denn die Dämpfe können äußerst schädlich sein. Tragen Sie zunächst den Basislack auf und lassen ihn eine Weile trocknen. Mischen Sie anschließend den Klarlack mit etwa 20 Prozent Weichmacher und tragen Sie diesen mit einer Lackierpistole auf. Um ungewünschte Überraschungen zu vermeiden, sollten Sie sich beim Hersteller Ihres Autos über den genauen Farbton informieren, mit dem Ihr Fahrzeug beschichtet ist.

So können Sie eine Stoßstange selber wechseln

Wenn Ihre neu erworbene Stoßstange endlich da ist, müssen Sie den Wechsel nicht zwangsläufig in einer Werkstatt vornehmen lassen. Auch ohne viel Fachwissen oder Erfahrung können Sie die alte Schürze abmontieren und die neue einbauen. Sie benötigen nur passende Schraubenzieher und idealerweise eine weitere Person, die Ihnen helfend zur Hand geht. Vor dem Abbau der alten Vorrichtung sollten Sie die Nummernschilder abnehmen sowie eventuelle Verkleidungen an den Rädern. Auch Scheinwerfer müssen Sie im Vorfeld entfernen und vorsichtig die dahinter liegenden Kabelverbindungen lösen. Dies ist nicht kompliziert und erfordert lediglich etwas Geschick und Geduld. Schauen Sie vor Arbeitsbeginn nach, ob alle Schrauben und alle nötigen weiteren Befestigungen vorhanden sind. Ist dies nicht der Fall, können passende Ersatzteile in der Regel unkompliziert und günstig erworben werden. Grundsätzlich gibt es für fast jede Komponente der Gesamtkonstruktion passender Ersatz, sodass in vielen Fällen keine aufwendigen Reparaturen nötig sind und Sie das Teil selber austauschen können.

Jedes Auto bekommt bei der Produktion eine passende Stoßstange, die über eine modellabhängige Anzahl von Schrauben verfügt, die nacheinander gelöst werden müssen. Diese können sich an unterschiedlichen Stellen befinden und manchmal erfordert dies einige Anstrengungen. Finden Sie nicht alle Schrauben auf Anhieb, lösen Sie die Blende an der Schürze und schauen Sie dahinter oder klettern Sie unter den Wagen, um eine andere Perspektive zu erhalten. Achten Sie darauf, dass Sie, oder noch besser ein Helfer, die Stoßstange gut festhalten, damit sie nicht herunterfällt und womöglich etwas abbricht. Ebenfalls hilfreich könnte ein aufmerksamer Blick in das Benutzerhandbuch des Fahrzeugs sein. Dieses enthält viel Wissenswertes und kann manches Problem lösen.

Wenn Sie die neue Stoßstange anbringen, sollten Sie dies sehr behutsam und vorsichtig tun. Bitten Sie möglichst einen Freund, Ihnen zu helfen und die Vorrichtung festzuhalten, wenn Sie die Schrauben anbringen. So kann nichts abbrechen und das Befestigen verläuft viel schneller. Achten Sie sorgsam darauf, dass Sie keine Kratzer am Lack hinterlassen. Diese können mit der Zeit rosten und Sie stehen irgendwann wieder am Anfang und müssen sich ein neues Exemplar zulegen. Bei manchen Modellen müssen die Löcher für das Nummernschild erst vorgebohrt werden. Schauen Sie vor dem Anbringen nach, denn Bohrungen lassen sich viel einfacher vornehmen, wenn die Schürze noch nicht befestigt ist.

Neu oder gebraucht – auf die Ansprüche kommt es an

Für welches Modell Sie sich entscheiden, hängt nicht zuletzt vom Budget ab, das Ihnen zur Verfügung steht. Selbstverständlich sind neue Karosserieschürzen kostspieliger als gebrauchte und die Unterschiede sind zuweilen recht deutlich. Überlegen Sie sich, worauf es Ihnen ankommt. Ist Ihnen einwandfreies Aussehen und tadelloser Zustand von großer Bedeutung, dann kommt höchstwahrscheinlich nur ein neues Exemplar infrage.

Ist für Sie dagegen reine Funktionalität von Bedeutung, dann reicht eine gebrauchte Stoßstange vollkommen aus. Schürzen aus zweiter Hand weisen meistens Gebrauchsspuren auf, wie zum Beispiel Kratzer oder Dellen. Auch müssen Sie zuweilen mit Farbabweichungen rechnen. Das soll allerdings nicht bedeuten, dass nicht auch gebrauchte Modelle sich in perfektem Zustand befinden können doch auch diese Tatsache würde sich im Preis spiegeln.

Wenn Sie sich für ein gebrauchtes Exemplar entscheiden und Ihnen viele Angebote zur Verfügung stehen, sollten Sie die Möglichkeit der Selbstabholung in Betracht ziehen und einen Ort in Ihrer Nähe aussuchen. Stoßstangen gelten als Sperrgut und es können unter Umständen empfindliche Kosten anfallen, die vorhergehende Preisersparnisse zu Teilen wieder zunichtemachen. Für welches Exemplar Sie sich auch immer entscheiden – letztlich kommt es ausschließlich auf die Schutzfunktion an. Und die ist bei allen angebotenen Vorrichtungen gewährleistet.

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