Passend gemacht – Blitzadapter und anderes praktisches Zubehör

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Passend gemacht – Blitzadapter und anderes praktisches Zubehör

Digitale Fotokameras werden mit der Zeit zu kleinen technischen Alles-Könnern. Obwohl es noch unzählige verschiedene Kameramodelle gibt, die sich in Ausstattung, Leistung und Funktionen erheblich unterscheiden, gibt es ebenso viele Möglichkeiten, seine kleinen Begleiter mittels passendem Zubehör auszustatten. Das Zubehör-Repertoire reicht von kleinen Selbstauslösern bis hin zu umfangreichen Blitzlichtsystemen.
Wer hier keine passenden Geräte vom hauseigenen Hersteller finden kann, sollte jedoch bei seiner Suche nicht verzagen: Neben anderen Herstellern, die ihre Produkte für verschiedenste Kameratypen auslegen, können für nicht passende Geräte sogenannte Adapter erworben werden. Hierbei handelt es sich um ein Anschlusssystem, das die Installation von ursprünglich inkompatiblen Gerätschaften problemlos miteinander kombinieren lässt. Solche Systeme sind in der Regel äußerst nützlich und machen das Anschaffen eines völlig neuen Kamerasystems unnötig. Ganz nach dem Motto "Was nicht passt, wird passend gemacht" können so unterschiedlichste Komponenten einer Kamera trotz Anschlussunterschieden miteinander verbunden und erweitert werden.

Welches praktische Zubehör gibt es für Fotokameras?

Es können viele Kategorien von Kamerazubehör differenziert werden. Häufig kommt es darauf an, welche spezifischen Attribute Ihre eigene Kamera besitzt, welche verbessert werden sollen oder welche fotografische Qualität Sie anstreben. Die Möglichkeiten sind dabei vielfältig: Die verbauten Standardkomponenten der Kamera reichen nach dem Ausprobieren einfach nicht mehr aus. Mit der Übung steigt nämlich auch der Anspruch an qualitativ hochwertiger Bildgestaltung. Dabei ist es nicht immer die sowieso schon preislich höher gelegene Spiegelreflexkamera, die neu aufgerüstet werden kann – es gibt auch passendes Zubehör für die kleineren, kompakteren Kameramodelle, die ebenfalls Großes leisten. Im Einzelnen handelt es sich hier um Zubehör, das Kompatibilitätsprobleme aus der Welt schafft oder die Leistung einzelner Komponenten gezielt verbessert.

Strahlend hell – externes Blitzlicht für mehr Leistung

Externe Komponenten für Kameras gibt es wie Sand am Meer. Vor allem die Aufrüstung des Gerätes mit einem leistungsfähigen Blitzlicht ist bei Fotografen sehr beliebt. Egal ob es sich beim Interessenten um einen Laien oder Profi handelt: Licht und Schatten sind die bedeutendsten Faktoren für eine Bildkomposition mit der Fotokamera. Umso erfolgsversprechender ist es, diese so genau wie möglich kontrollieren und einsetzen zu können. Haben Sie sich mit Ihrer Kamera nach einiger Zeit vertraut gemacht und alle künstlerischen Freiheiten bis an die Grenzen des Geräts ausgeschöpft, reicht der fest installierte Standardblitz für Ihre wachsenden Bedürfnisse natürlich nicht mehr aus. Sie streben nach mehr Leistung und einer verbesserten Komponente für Ihre Kamera, um alle Möglichkeiten auszuschöpfen. Keine Kamera, egal ob einfache Kompaktkamera oder teure Spiegelreflex, ist von Anfang an mit den besten Funktionen ausgestattet. Der digitale Fotomarkt entwickelt sich stetig weiter und bietet dem Kunden immer neuere und bessere Gerätschaften für Kamerasysteme.
Eines dieser ausgeklügelten Systeme ist beispielsweise das externe Blitzlicht. Es kann mittels der verbauten Blitzschiene an einer digitalen Fotokamera befestigt werden und somit nicht nur ein wesentlich helleres und stärkeres Licht erzeugen, es bringt zusätzlich je nach Herstellermodell und Preisklasse auch neue Funktionen mit. Der Haken an der Sache wird jedoch schnell offenbar: Nicht alle leistungsstarken Blitzgeräte sind mit jedem Modell kompatibel. Dafür gibt es eine Lösung: das Special Camera Adaption-System (kurz: SCA) löst genau dieses Problem. Das speziell entwickelte Anschlusssystem ermöglicht das Anbringen und den Einsatz von Blitzgeräten an unterschiedlichen Kameras, herstellerunabhängig. Dieses System, das analoge und digitale Blitzsteuerungen ermöglicht, wurde in Kooperation von Metz und Bosch entwickelt.

Die Akkulaufzeit verbessern

Rüsten Sie Ihre Kamera mit einer neuen elektronischen Funktion aus, sollten Sie dabei die Stromversorgung nicht außer Acht lassen. Ein leistungsstarker Blitz verbraucht im Schnitt nicht nur deutlich mehr Energie, sondern benötigt auch ausreichend Strom, damit Sie den vollen Umfang der Blitzfunktionen nutzen können. Aber auch wenn Sie schon allein mit einer mäßigen Akkulaufzeit Ihres Gerätes unzufrieden sind oder auf langen Reisen immer mehrere Ersatzakkus schleppen müssen, sollten Sie sich nach einer Alternative umschauen. Äußerst praktisch sind hier größere Akkupacks, die mehrere Akkubatterien gleichzeitig enthalten können. Diese benötigen selbstverständlich mehr Platz, halten jedoch doppelt so lang wie Ihr Standardakkusatz. Die Akkuschalen werden mit einem Adapter an der Kamera befestigt und können mit einer weiteren Halterung montiert werden, die mehr Halt und Grip bei dem zusätzlichen Gewicht gibt. Der einzige Nachteil ist, dass Ihr Gerät sperriger und voluminöser wirkt.

Das Kabel-Wirrwarr in den Griff bekommen: Universal-Ware

Wenn Sie mehrere digitale Fotoapparate daheim lagern und nutzen, kommen Sie nicht darum herum, viele verschiedene Akkuladegeräte verwenden zu müssen. Universal-Ladegeräte können Abhilfe verschaffen: Mit den gängigsten Herstelleranschlüssen ausgestattet, können sie fast alle Lithium-Ionen-Akkus problemlos und schnell aufladen. So brauchen Sie auch unterwegs nur ein einziges Kabel in der Tasche zu haben, falls Sie sich dafür entscheiden, mehrere Fotokameras mitzunehmen.

Sanftes Licht und trotzdem perfekt ausgeleuchtet: Diffusor

Ein externes Blitzgerät, das sich auf der Kamera schwenken lässt und eine größere Ausleuchtungsrate besitzt, ist zwar eine gute Investition, aber es bedarf dennoch einiger weiterer nützlicher Komponenten, um diesen auch gezielt einsetzen zu können. Ein frontales Blitzlicht kann bei einigen Fotos zu einer Überbelichtung führen. Aus diesem Grund gibt es ein simples Hilfsmittel, um hartes, strahlendes Licht sanft auszustreuen. Diese Komponente wird in der Fotografie Diffusor genannt. Störende Reflexe und zu hartes Beleuchten kann durch das Anbringen eines Diffusors am Blitz verhindert werden. Ein einfacher Diffusor besteht meist aus milchigem beziehungsweise lichtdurchlässigem Material, wie bspw. transparentem Papier. Dieses kann mit einem Gummizug direkt um den Blitzkopf gestülpt werden. Studiofotografen verwenden gerne auch weiße Schirme oder durchlässige Plexiglasscheiben. Durch die Streuung des Lichts wird der fotografierte Gegenstand nicht direkt mit hartem Licht angestrahlt, sondern weich ausgeleuchtet. Diese Methode wird unter anderem oft in der Porträtfotografie verwendet, um ein gleichmäßig ausgeleuchtetes Motiv zu erhalten.

Mehr Power, mehr Dauer, mehr Spielraum und auch mehr Platz

Das neue Blitzlicht ist installiert und die neuen Akkus geben die nötige Power – etwas Wichtiges scheint jedoch noch zu fehlen. Der stärkste Akku bringt keinem Fotografen etwas, wenn der Speicherplatz der Kamera zu schnell voll ist. Sie möchten selbstverständlich auf kein Foto und keinen Schnappschuss verzichten. Aus diesem Grund sollten Sie mehrere Speicherkarten parat haben. Neuere Kameramodelle nutzen jedoch Speicherkarten im Mini-Format, die von älteren Kartenlesegeräte oder Kameras nicht gelesen werden können. Um sich kein komplett neues Lesegerät – oder gar einen neuen Computer – kaufen zu müssen, hilft ein kleiner genialer Adapter: Neuere Formate wie Mini-SD oder TransFlash-Karten können mittels eines kleinen Ansteckers modifiziert werden und somit wie eine normal große SD-Karte verwendet werden.

Die Digitalkamera richtig stabilisieren

Mit den richtigen Kameraeinstellungen kann für das perfekte Foto schon einiges getan werden. Bei manchen Motiven ist es jedoch sinnvoll, die Kamera äußerst ruhig und stillzuhalten. Neue Geräte verfügen meist über eine Bildstabilisator-Funktion, was das Verwackeln von Bildern erheblich reduziert. Aber kaum ist das richtige Motiv bereit, fotografiert zu werden, kann eine unruhige Hand dennoch das ganze Foto ruinieren. Wer lieber auf Nummer Sicher geht, dem sei ein Stativ empfohlen. Stative sind gut ausbalancierte Konstruktionen, die die Kamera in eine feste und verwacklungsfreie Position versetzen können. Es besteht meist aus drei Standbeinen, die beweglich sind, und einer kleinen Plattform an der Spitze, auf der die Kamera befestigt wird.
Es gibt unterschiedlichste Stativmodelle. Die einfachsten und kleinsten sind Ministative, die nicht sonderlich schwer sind und gerade mal auf einen Tisch passen. Mit einer Höhe von ca. 12 Zentimetern können so problemlos kleinere Objekte fotografiert werden. Größere Stative haben ausfahrbare Standbeine, womit sie sich besser transportieren lassen und Fotos aus dem Stand zulassen. Ein weiterer Vorteil aller Stative ist jedoch, dass es möglich ist, während des Fotografierens sich die Szenerie von außen und nicht nur direkt durch den Sucher der Kamera anzuschauen und zu verändern, ohne die Position der Kamera auch nur im geringsten durch eine Handbewegung zu stören.

Der richtige Stauraum für alle Kamerakomponenten

Welcher Hobby- oder Profifotograf kennt dieses Problem nicht? Die Fotoausrüstung wächst und wächst – und am Ende besteht sie optisch eher aus einem Baukasten unzähliger austauschbarer Teile. Es ist natürlich nicht möglich, alle neuen Komponenten gleichzeitig am Gerät zu installieren. Für jeden Fall bestens vorbereitet sein, lautet das Motto. Also muss für den Transport aller Geräte ein stabiles und sicheres Objekt gefunden werden. Eine herkömmliche Tasche mit einem Umhängeriemen oder ein handelsüblicher Rucksack sind für den Anfang womöglich ausreichend, jedoch in keinster Weise optimal. Was Sie benötigen, ist eine Fototasche. Äußerlich gesehen sind diese Taschen nicht anders als herkömmliche Transportmöglichkeiten. Fototaschen beinhalten aber mehrere Fächer für Objektive, Speicherkarten, Ladegeräte, externe Blitze und vieles mehr. Mit ihnen ist es ein Leichtes, Ihre einzelnen Komponenten fest zu verstauen und geordnet aufzubewahren. Das dickere, wasserabweisende Material schützt vor Schmutz, Feuchtigkeit und größeren Temperaturunterschieden.

Eine Vielzahl an Möglichkeiten

Denken Sie daran, dass es nicht immer nötig ist, ein komplett neuartiges Kamerasystem für viel Geld zu kaufen, wenn es Möglichkeiten eines alternativen Anschlusses gibt. Besonders empfehlenswert ist es, sich vor dem Kauf gründlich zu überlegen, welches Zubehör für welchen Bedarf benötigt wird. Ohne eine Idee oder einen Plan sich auf die Menge der Kategorien und ihre enorme Bandbreite zu stürzen, ist unklug, da Sie sich schnell im Wirrwarr der Hersteller verlieren können. Nicht alle austauschbaren Komponenten sind mit denen der Kamera vergleichbar – auch wenn sie vom gleichen Hersteller kommen. Lassen Sie sich also vor dem Kauf ausgiebig von einem Fachmann beraten oder studieren sie die technischen Details Ihres Gerätes genau, um beim späteren Kauf eines neuen Produktes von vornherein zu wissen, ob es passt oder nicht.

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