Parkzone versus LiPo: Akku-Adapter im Leistungsvergleich

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Parkzone versus LIPO: Akku-Adapter im Leistungsvergleich?

Was früher Telegramme und Zeitung waren, sind heute E-Mails und Onlinemagazine. Wo früher auf einer Schreibmaschine Briefe verfasst wurden, halten heute Computer her. Beispiele für die technische und insbesondere elektronische Entwicklung gibt es viele. Elektrorasierer, Fön, Handy, Smartphone, Laptop, Elektroauto – und alle haben eines gemeinsam: einen Akku.

Tatsächlich benötigen viele moderne Geräte elektrischen Strom, der in Form von Batterien oder Akkumulatoren bereitgestellt wird. Weil die ganz unabhängig von einer Steckdose machen. Tatsächlich wäre ein iPhone ohne Sinn, müsste man dieses an eine Steckdose anschließen. Ein Akku aber ermöglicht dem iPhone wie überhaupt jedem Handy aber erst, seinen Zweck zu erfüllen: Kommunikation von jedem Ort. Das neumodische Elektroauto folgt dem gleichen Prinzip: ebenfalls Mobilität, nur ohne Benzin oder Diesel.

Jedenfalls benötigen „mobile" elektrische Geräte einen Energielieferanten, eben den Akku – korrekt eigentlich: den Akkumulator. Der aber muss regelmäßig neu geladen werden. Beim Akku gibt es zudem verschiedene Varianten, beispielsweise Parkzone und LiPo.

Vorstellung Akku Nummer eins: Was ist Parkzone?

Während LiPo-Akkus – LiPo steht für Lithium-Polymer – manchem Leser aus Smartphone, Laptop, MP3-Player oder Elektroauto bekannt sind, dürfte Parkzone vielen wohl relativ wenig bis gar nichts sagen. Wer hingegen Modellbau als Hobby betreibt, könnte mit Parkzone durchaus etwas anfangen können. Denn das Label ist ein in der Modellbauszene recht bekannter Hersteller von flugfähigen und ferngesteuerten Modellbauflugzeugen mit elektrischem Motor beziehungsweise Antrieb.

Beheimatet ist Parkzone im US-Bundesstaat Illinois, wobei die Marke zum Hersteller „Hobby Horizon" gehört. Die ferngesteuerten Flugzeuge sind sowohl für den Einsatz innen wie außen geeignet und nach Einsteigern, Fortgeschrittene oder Profis unterteilt. Als Antrieb dient den kleinen Modellflugzeugen generell ein Elektromotor, der natürlich eine Energiequelle benötigt – einen Akkumulator oder eben Parkzone-Akku.

Vorstellung Akku Nummer zwei: Was ist LiPo?

Lithium-Polymer-Akkus sind eine Variante des Lithium-Ionen-Akkus, kurz Li-Ion oder Li-Ionen. Jedenfalls ist der Lithium-Polymer-Akku wie der Lithium-Ionen-Akku jederzeit wiederaufladbar, auch die Bauweise der beiden Akkus ist recht identisch. Tatsächlich ist der LiPo weniger neu als manche Werbung suggerieren möchte.

Im Fazit ist der LiPo nämlich lediglich eine neuere Weiterentwicklung des Lithium-Ionen-Akkus, der in sämtlichen Laptops oder sogar dem Elektro-Flitzer Tesla Roadster verbaut ist. Einen Unterschied zeigen Lithium-Polymer und Lithium-Ionen eigentlich allein in der Materie des Pluspols, der sogenannten Anode. Dieser Pluspol basiert bei einem LiPo-Akku nicht auf einer Flüssigkeit, sondern auf einer Art Gel-Folie. Die bietet gleich zwei Vorteile. Zum einen nämlich einen extrem dünnen Aufbau – tatsächlich misst diese Folie in ihrer Dicke keine 0,1 Millimeter. Zum zweiten ermöglicht die Gel-Folie eine deutlich höhere Flexibilität.

Ansonsten zeigen Lithium-Polymer-Akkus keine anderen Eigenschaften als Lithium-Ionen-Batterien, wobei das Wort „Batterie" für einen Akku übrigens generell falsch ist. Batterien sind nicht wiederaufladbar, Akkus hingegen schon. Als Nachfolger des Lithium-Ionen-Akkus wird der LiPo jedenfalls mehr und mehr in typischer Consumer-Elektronik wie Handy, Laptop oder Camcorder eingesetzt. In puncto Spannung erreichen LiPo-Akkus schließlich im Schnitt 3,5 bis 3,8 Volt.

Pro: die Vorteile des LiPo-Akkus

Gegenüber älteren Akkumulatoren wie beispielsweise Nickel-Metallhydrid-Akkus bietet der Lithium-Polymer zudem einige Vorteile. Ein großer Pluspunkt ist die lange Lagerzeit des LiPo-Akkus, ohne dass dieser Energie verliert. Tatsächlich können Sie einen Lithium-Polymer-Akku durchaus ein oder zwei Monate nicht benutzen und trotzdem beim nächsten Einsatz volle Kapazität genießen. Wer jedoch Camcorder oder Digitalkamera länger nicht nutzt, sollte seinen Akku entladen – die meisten Hersteller geben hier Lagerzeiten von drei Monaten und mehr an.

Die Lagerung des LiPo-Akkus sollte möglichst kühl erfolgen, um Schäden zu verhindern. Zur möglichen Langzeitlagerung scheint es leider noch keine konkreten Daten zu geben. Manche Hersteller empfehlen 40 Prozent Kapazität, andere wieder 60 Prozent. Beste Empfehlung: Fragen Sie für Ihren Akku den jeweiligen Hersteller oder folgen Sie den Anweisungen in der Betriebsanleitung.

Zurück zu den Vorteilen, denn LiPo-Akkus bieten noch einige mehr. Denn auch die Lebensdauer solcher Lithium-Polymer-Akkus gilt mit 300 bis sogar 600 Ladezyklen als recht hoch. Nur zur „Umrechnung": Wer seinen LiPo einmal wöchentlich lädt, kann sechs bis sogar fast zwölf Jahre auf diesen Akku vertrauen. Ein weiteres Plus: LiPo-Akkus besitzen keinen Memory-Effekt, womit die Kapazität selbst nach fünf oder zehn Jahren und einigen Hundert Ladevorgängen noch bei 100 Prozent liegt. Bei permanenten Gebrauch sind allerdings doch Kapazitätseinbußen hinzunehmen, maximal jedoch 20 Prozent.

Kontra: die Nachteile des LiPo-Akkus

Andererseits sind auch bei den LiPo-Akkus einige Nachteile zu finden. So gelten die Lithium-Polymer-Akkus als recht empfindlich, wenn sie extrem „tief entladen" oder auch überladen werden. Zwar ist in vielen Akkus – insbesondere solchen für Handys und Notebooks – mittlerweile eine spezielle Elektronik verbaut, um entsprechenden Schäden entgegen zu wirken. Doch manche LiPos werden immer noch ohne eine solche Elektronik angeboten, beispielsweise manche Akkumulatoren für den Modellbau.

Der Nutzer muss somit die Zeit im Auge behalten, obendrein muss das Ladegerät für Lithium-Polymer-Akkus zugelassen sein. Ein weiteres Manko zeigen LiPo-Akkus bei extrem heißen Temperaturen von mehr als 60 Grad Celsius. Die dürften zwar weniger das Problem sein, doch auch bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt und somit unter null Grad Celsius können LiPos weniger Leistung oder sogar eine Schädigung zeigen.

Antrieb ohne Abgase und Emissionen: der LiPo im Modellbau

Trotzdem dürften die Vorteile überwiegen, weswegen LiPos immer mehr im Modellbau eingesetzt werden. Denn ein Vorteil ist noch ungenannt und die betrifft die Leistungsdichte von Lithium-Polymer-Akkus. Die Leistungsdichte von LiPos ist nämlich sehr hoch, was die Bauweise entsprechender Akkumulatoren wieder recht klein ausfallen lässt.

Im Winter allerdings sollten Modellflieger ihr Hobby – wenn denn möglich – in den Innenbereich und große Hallen verlegen. Denn wie gesagt, unter null Grad zeigen LiPos zum einen weniger Leistung und somit Kapazität, zum anderen drohen sogar Schäden am Akku. Immerhin bietet sich dank sogenannter Akku-Adapter die Möglichkeit, den Akku quasi überall zu laden, was gerade Modellfliegern sehr willkommen sein dürfte. Spezielle LiPo-Adapter oder LiPo-Adapterkabel sind jedenfalls online schnell und ebenso günstig zu finden, beispielsweise in gewissen Auktionshäusern.

Übrigens dient der LiPo beim Modellflugzeug nicht allein als Antrieb. Parallel kommen die Lithium-Polymer-Akkus ebenso bei der Funksteuerung zu Einsatz, mit welcher letzten Endes das Flugzeug durch die Lüfte gesteuert wird. 

Zwischenstück: Wozu brauchen Sie Akku-Adapter?

Doch wozu brauchen Sie überhaupt diese Adapter, schließlich sind Parkzone-Akkus doch nichts anderes als LiPo-Akkus. Das ist insofern natürlich richtig, trotzdem muss deswegen nicht jedes LiPo-Ladegerät zum Laden der Parkzone-Akkus taugen können. Denken Sie nur einmal an Ihr Handy. Selbst zwei Modelle vom gleichen Hersteller, aber verschiedene Typen, benötigen meist schon ganz unterschiedliche Stecker zum Laden des Akkus.

Außerdem kann mitten in der Natur beziehungsweise auf einen Outdoor-Flugplatz für Modellflieger keine Steckdose vorhanden sein. Bei einem Wettkampf aber zählt jede Minute, womit keine Zeit zum Suchen einer Energiequelle gegeben ist – die übrigens wohl kaum vorhanden sein dürfte.

Doch genau in einem solchen Fall bieten sich einige Alternativen an, wofür halt entsprechende Adapter nötig sind. Die sind zwar beim Kauf flotter Elektro-Modellflieger wie Parkzone Mustang oder Parkzone Spitfire nicht inbegriffen, können jedoch für überschaubares Geld extra gekauft werden.

Alternative I: LiPo-Adapter für Autos und Flugzeuge

Erste und für Modellflieger interessanteste Alternative sind Adapter für das Auto. Diese werden über den Zigarettenanzünder direkt an die 12-Volt-Batterie des Autos angeschlossen und mehr oder minder schnell neu geladen. Diese Alternative funktioniert vor allem während der Fahrt, wo die Lichtmaschine des Autos den nötigen Strom erzeugt und somit die Batterie weniger zu leiden hat.

Wer viel fliegt, findet solche Adapter übrigens auch für Flugzeuge. Hier wird meist der Gleichspannungsanschluss angeboten, wofür wieder ein spezieller Adapter nötig ist. Solche Adapter taugen zudem nicht allein für Akkus, sondern ebenso für einen Mini-Laptop. Beispielsweise, um auf dem Rückweg von einer Flugshow Fotos und Videos auszuwerten oder online eventuell nötige Ersatzteile zu ordern.

Alternative II: LiPo-Adapter mit USB für Computer

Apropos Laptop und Computer: Für den heimischen PC bieten sich ebenfalls spezielle Adapter zum Laden des Akkus an, nämlich via USB-Port. Tatsächlich sind diese USB-Ports längst mehr als simple Schnittstellen zum Datenaustausch. Seit USB 2.0 dienen die Ports – mit entsprechenden Adaptern – auch zum Laden von Akkus aller Art, sei es das Handy oder die Batterie für den Modellflieger.

Der Anschluss an den Computer sowie das Laden des Akkus ist somit denkbar einfach, für Smartphones wird der nötige Adapter sogar meist schon mitgeliefert.

Alternative III: LiPo-Adapter für sauberen Ökostrom

Eine dritte Alternative zum Laden und entsprechender Adapter bieten Ihnen regenerative Energiequellen. Beispielsweise können Sie mit einer kleinen Photovoltaik-Anlage plus Adapter den Akku von Modellflieger oder Smartphone kostenlos und sogar „sauber" laden. Angeboten werden solche „Solar-Lader" außerdem als recht praktische Solar-Taschen oder Solar-Rucksäcke.

Zweite Idee zum Thema alternativer Strom ist die Windkraft. Auch hierzu vermarkten manche Unternehmen bereits passende Gadgets, die quasi mit einem Windrad Strom erzeugen und so ebenfalls den Akku kostenlos und absolut sauber laden. Allerdings haben beide Optionen einen Haken, nämlich die benötigte Sonne beziehungsweise Tageszeit oder den notwendigen Wind mit mindestens 15 km/h.

Extra-Tipp: Ein Zweit-Akku hält Modellflieger mobil

Gewiefte Modellflieger warten außerdem kaum darauf, dass ihr Modellflieger ohne Saft und leerem Akku am Boden bleiben muss. Die cleverste Idee zum erneuten Abheben ist ein Zweit- oder gar Drittakku. Währenddessen kann der leere Akku schon wieder neu geladen werden.

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