Paraffine in Hautpflegeprodukten

Aufrufe 56 Mal bewertet mit „Gefällt mir” Kommentare Kommentar
Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war
Vielleicht wissen es viele schon, ich habe es erst dieses Jahr erfahren und die Erkenntnis ist für mich ziemlich ernüchternd gewesen.

In den meisten Hautpflege-Produkten, die in der Apotheke, in Drogerien, in Parfumerien angeboten werden, sind Paraffine enthalten.

Was sind Paraffine?
Paraffine werden überwiegend aus Rückständen bei der Erdölraffination hergestellt und bezeichnen ein Gemisch aus Alkanen (gesättigte Kohlenwasserstoffe).

Andere Bezeichnungen sind:
- Paraffinum Liquidum,
- Paraffin Wax, Paraffin Oil,
- Petrolatum,
- Cera Microcristallina, Microcristalline Wax,
- Mineral oil,
- Ozokerit
- Ceresin

Paraffine bilden einen Film auf der Haut, der nicht wasserlöslich ist - also mit der Reinigung nicht abgenommen, sondern bestenfalls aufgebrochen werden kann. Dieser Film liegt wie eine Plastiktüte auf der Haut.

Was passiert unter dieser "Plastiktüte"?
Es wird warm. Die hauteigene Feuchtigkeit steigt an die Oberfläche und hängt nun unter diesem Film. Wird der Film abgewaschen, verschwindet auch die Feuchtigkeit damit und so wird die Haut immer trockener je mehr gecremt wird. Sie spannt immer mehr und daher wird immer mehr eingecremt und die Haut verliert immer mehr Feuchtigkeit.

Diesen Effekt kenne ich seit meinem 18. Lebensjahr. Und dazu kommt noch, daß ich eigentlich fettige Haut habe, mir dadurch aber trockene Haut vorgegaukelt wurde und ich dann auch noch die falschen Produkte, nämlich für trockene Haut verwendet habe, die dann wiederum meine Pickel und Entzündungen vermehrt haben. Echt ein Teufelskreislauf.

Wirkung der paraffinhaltigen Cremes:
Sie legen sich wie ein weicher und sanfter Seidenschal auf die Haut und vermitteln ein Gefühl von Beruhigung und Glättung, obwohl genau das Gegenteil geschieht. Beim Darüberstreichen wird sich die Haut immer weich anfühlen; wie es darunter aussieht, wird erst nach einiger Zeit sichtbar und das ganze rückgängig machen, braucht viel Zeit und vor allem die richtige Kosmetik.

Außerdem wirken Paraffine hoch comedogen. Das bedeutet, sie sorgen für die Entstehung von  Mitessern und können sogar Akne und akneähnliche Erkrankungen hervorrufen (und manche Paraffine besitzen auch noch die Fähigkeit, sich in Leber, Nieren und Lymphknoten anzureichern.)

Da bewirkt also die Creme gegen Pickel genau das Gegenteil.

Warum werden Paraffine so gerne und häufig verwendet?
Sie sind günstig (Abfallprodukt aus der Erdölverarbeitung) und in großen Mengen leicht zu erhalten, außerdem werden sie nicht ranzig und sie gaukeln gerade einer trockenen und leicht gereizten Haut lange Zeit eine hohe Verträglichkeit vor.

Ich habe dies leider erst dieses Jahr erfahren und fange jetzt mit der richtigen Kosmetik den Aufbau an.

Es gibt auch noch einige andere Stoffe, die häufig verwendet werden, aber sogar gesundheitsschädlich sind wie:
- Formaldehyd und ihre Abkömmlinge (Konservierungsstoff, der Kosmetika länger haltbar macht. Er steht in Verdacht, Krebs zu erregen, kann Allergien auslösen, reizt die Schleimhäute und lässt die Haut schneller altern.)
- PEG und -Derivate (Emulgatoren, machen die Haut durchlässig und können so Schadstoffe einschleusen.)
- Halogenorganische Verbindungen (dienen ebenfalls der besseren Haltbarkeit, sie bergen ein hohes Allergiepotential)

Und diese Stoffe sind in teuren wie in günstigen Cremes enthalten. Nicht in allen, aber in sehr vielen.
Also immer draufschauen, was drin ist.




Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden