Panel-Technologien für Monitore

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Eine der grundsätzlichen Entscheidungen beim Kauf eines neuen Monitors für den PC am heimischen Schreibtisch betrifft die Panel-Technologie. Hierzu die gute Nachricht gleich vorab: Gutes muss dabei nicht teuer sein.

 

Panel technologies for monitorsStark contrast: the MVA display Philips 249C4QHSB/00 (Copyright: Philips).

'Verdrilltes' für den schmalen Geldbeutel

Preisgünstige Monitore haben sogenannte TN Panels, die verdrillte nematische Flüssigkristalle nutzen – die Abkürzung TN steht in dem Fall für Twisted Nematic. Die relativ geringen Herstellungskosten der TN-Panels sorgen für niedrige Monitorpreise, daher sind die Modelle weit verbreitet. Dass Günstiges auch gut sein kann, beweist dieser Panel-Typ beim Blick auf die technischen Daten oder noch besser auf das dargestellte Bild.
 
TN-Panels liefern eine ordentliche Bildqualität, verbrauchen wenig Strom und sind aufgrund ihrer geringen Latenzen (Verzögerung bis zur Bilddarstellung) auch für Gamer gut geeignet. Allerdings muss man auch Nachteile in Kauf nehmen. So ist die Bildqualität eines Monitors mit TN-Panel stark abhängig vom Blickwinkel. Sprich: Wer von der Seite zuschaut, muss veränderte Farben und Kontraste in Kauf nehmen. Auch ist grau auf TN-Panels nicht unbedingt grau - häufig erscheint es leicht farbig. Insgesamt aber sind Monitore mit TN-Panel besonders für Anwender, die den Rechner für Büroarbeiten nutzen, eine gute Wahl. 

 

Grün bleibt grün dank IPS

 

Inexpensive monitor in 22.5 Inch with TN technology: Samsung S22C300H (Copyright: Samsung) Wer die Ansprüche eines Profi-Bildbearbeiters stellt, sollte sich besser für ein Panel mit IPS-Technologie (In-Plane-Switching) entscheiden. Dieser Panel-Typ zeichnet sich durch eine exakte und kräftige Darstellung von Farben und Graustufen sowie durch eine hohe Blickwinkelstabilität aus. 
So viel Darstellungsqualität hat allerdings auch ihren Preis - zunächst bei der Anschaffung, denn IPS-Bildschirme sind teurer als TN-Monitore. Zusätzlich haben sie aufgrund der helleren Hintergrundbeleuchtung im Betrieb einen höheren Stromverbrauch. 

Auch für das Spielen am PC sind sie zumindest für Gamer mit hohen Ansprüchen weniger geeignet, da sie eine langsamere Reaktionszeit haben als TN-Panels. Allerdings gibt es Monitore mit S-IPS (Super IPS), die geringere Schaltzeiten bieten.

Wer's exakt will, wählt MVA

MVA-Panels (Multi-domain Vertical Alignment) und deren von Samsung ins Spiel gebrachte Variante PVA (Patterned Vertical Alignment) sollten in Betracht gezogen werden, wenn es weniger auf Geschwindigkeit denn auf Kontrast, Betrachtungswinkel, Farbtreue und Farbstabilität ankommt; auf MVA-Monitoren ist Schwarz meist wirklich schwarz. In Sachen Preis, Reaktionszeit und Stromverbrauch läuft ihnen allerdings die günstigere Konkurrenz mit TN-Panel den Rang ab.
 

Fazit: für jeden das Richtige

Wichtig ist es vor allem, vor dem Kauf festzustellen, wie und für was man einen Monitor einsetzen möchte. Denn wer aktuell beim Blick auf den PC-Monitor gut ins Bild gesetzt werden möchte, muss nicht zwangsweise tief in die Tasche greifen. Teilweise sind ordentliche TN-Monitore schon für zweistellige Eurobeträge erhältlich. Aber auch Monitore mit MVA- und IPS-Technologie sind mittlerweile erschwinglich und für relativ kleines Geld zu erwerben. 

 

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