Panasonic-Rekorder DVD, FP,Video mit Vor- u.Nachteilen

Aufrufe 5 Mal bewertet mit „Gefällt mir” Kommentare Kommentar
Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war
HALLO,

ES GEHT HIER UM DEN

Panasonic DMR EX 98 VEG DVD-, VHS- und Festplattenrekorder (250 GB, USB, HDMI, SDHC, DVB-T)
.

Ehrlich gesagt: Ich weiß nicht, wie dieses Gerät zu seiner überragenden Bewertung als Test-Sieger von AudioVideoFoto kam.

Was für mich außer dieser Bewertung ausschlaggebend zum Kauf war: Die Möglichkeit, über den eingebauten DVB-T-Tuner auf gleich drei Medien zu überspielen: nämlich auf Festplatte, VHS und DVD, dazu noch digital und Wiedergabe über HDMI und leichtes Kopieren untereinander (glaubte ich zumindest).

Doch zunächst muß der Rekorder installiert werden. Sendersuchlauf ist kein Problem. In der Anleitung steht: Über den Panasonic-eigenen Viera Link kann man die gespeicherten Sender AUTOMATISCH VOM FERNSEHER in der gewünschten Reihenfolge auf den Rekorder kopieren. Doch da beginnen bereits die Probleme. Viera Link ist ein Panasonic-typisches Merkmal. Da ich einen LG-LCD-Fernseher besitze, wurde dieser von Panasonic für diesen Zweck nicht akzeptiert; die Sender blieben also in Panasonic-Manier permanent in der ursprünglich gespeicherten Reihenfolge und müssen so hingenommen und extra notiert werden, damit es bei der Aufnahme keine Pannen gibt. Schon an diesem Punkt glaubte ich, Panasonic wolle "sein Revier wie ein Platzhirsch markieren", und ich hatte auch in der Folge nicht Unrecht. Hat man als Fernseher ein anderes Fabrikat als Panasonic, so kann man diesen Viera Link nämlich getrost vergessen.

Bei der Aufnahme einer 2 1/2-stündigen Musiksendung gab es gleich 3 Fehler, d. h. Bild und Ton fielen in dieser Zeit gleich dreimal in sich zusammen, es gab Aussetzer, und das mitten in für mich wichtigen Musikstücken. Ärgerlich. An der Antenne konnte es nicht liegen: beim Fernsehen mit gleicher Antenne ist so etwas jedenfalls noch nie aufgetreten.

Die schriftliche Anleitung ist sehr ungeordnet, d. h. man braucht eine Lupe, um die winzige Zeichnungen Grau auf Schwarz zu entziffern, auch die Schrift ist sehr klein. Die Anleitung ist außerdem recht ungeordnet, weil man nie eine Aufgabe konsequent fortführen kann, ohne immer wieder auf andere Seiten/Themen in der Bedienungsanleitung verwiesen zu werden, die man ständig nachschlagen muß. Das geht so am laufenden Band. Auch die Menue-Bezeichnungen auf der Fernbedienung tragen alle ungewohnte Namen.

Ich habe bereits einen reinen DVD-Rekorder von Philips. Viele Vorteile dieses Rekorders vermisse ich beim Panasonic. Für die Festplatte und für eine DVD gibt es im Hauptmenue (ein solches gibt es eigentlich gar nicht!) keinen Hinweis, wie viel Zeit (nach vorhandenem Aufnehmen) noch verbleibt, wie viel insgesamt aufgenommen wurde. Und hat man den zunächst aufgenommenen gesamten Titel einmal (sehr mühsam) unterteilt bzw. Teile weggeschnitten, gibt es keinen übersichtlichen Hinweis über die Dauer der jeweiligen einzelnen Aufnahmen. Ruft man das Kapitelmenue auf, erhält man viele kleine "winzige" Bildchen (ähnlich einem Negativ bei früheren Filmen) als Streifen, und bei irgendeinem davon beginnt schon nach kürzester Zeit ganz von selbst die Wiedergabe, mal vorn, mal mittendrin, mal hinten, bevor man mit dem weiteren Bearbeiten beginnen kann. Bearbeiten kann man auch nur diese winzigen Vorschaubildchen, wodurch sich leicht Ungenauigkeiten beim Schneiden ergeben. Den Hauptplatz nehmen dann dafür die GROSSEN Menue-Instruktionen auf dem Bildschirm ein.

Beim Philips-Rekorder habe ich nach Auswahl, Anwählen und Play-Funktion das GROSSE Wiedergabebild vor Augen und kann über eine obere wählbare Tool-Leiste ZUSÄTZLICH eine Bearbeitungsfunktion wie z. B. Zeitlupe aufrufen, so daß man über eine Zeitlupentaste bildgenau teilen oder schneiden bzw. teilweise löschen kann. Auch die anderen Instruktionen werden BEI GROSSEM BILD über zusätzliche Befehle gegeben. Man wählt dort ERST die Stelle, die bearbeitet werden soll und gibt danach den Befehl. Beim Panasonic erteilt man zuerst den Befehl und sucht danach (oft langwierig) die jeweilige Stelle auf dem entsprechenden Mini-Bild.

Will man beim Panasonic von Festplatte auf DVD kopieren, ist zu beachten: Titel auf der Festplatte, die einmal bearbeitet (geschnitten) wurden, können lt. Bedienungsanleitung nur in Echtzeit kopiert werden. Hat man eine leere DVD-RW, also einen Rohling, eingelegt, so muß dieser erst formatiert werden. Er wird dann in "Panasonic-Manier" formatiert, auch hier wieder das Beispiel vom "Platzhirsch". Das Formatieren lässt sich nicht mehr rückgängig machen, die DVD-RW bleibt für alle Zeiten Panasonic-typisch. Benutzt man die DVD-RW nämlich auf einem anderen Medium, so hat man wieder dieses "unaufgeräumte" Menue vor sich. Da die DVD-RW beim Formatieren auch komplett gelöscht wird, schließe ich daraus, dass auch keine weiteren Aufnahmen später mehr darauf hinzugefügt werden können. Eine DVD-RW ist doch normalerweise wiederbeschreibbar und eher neutral, gleich ob leer bzw. neu oder nicht. Und einen NEUEN/LEEREN Rohling, den ich auf dem PC zum Brennen benutze, habe ich noch nie VORHER formatieren müssen! Ich spreche nicht von DVD-R's, die natürlich am Ende finalisiert werden müssen.
Eine von Panasonic formatierte leere DVD-RW wird z. B. vom PC nicht erkannt, er verlangt immer wieder, dass man eine leere DVD einlegen soll, auch wenn sie bereits im Laufwerk ist.

Hat man sich beim Panasonic einmal durch eins der beiden unübersichtlichen Bearbeitungs-Menues gekämpft, um mehrere Titel für eine Aufnahme von Festplatte auf DVD-RW bis zum Ende vorzubereiten und will endlich kopieren, so erscheint die Meldung: "Die DVD ist nicht formatiert". Druck auf OK nützt nichts. Man muß wieder raus aus diesem Menue, sich durch die Handbuch-Anleitung kämpfen, wie man eine DVD formatiert, dieses klappt dann zumindest (mit einem anderen Menue). Alles andere, was für das Kopieren vorher vorbereitet wurde, muß von vorne begonnen werden, weil es aus dem ersten Menue inzwischen gelöscht ist.

Kopieren von Festplatte auf VHS ist bildmäßig katastrophal, viel schlimmer als die analogen Aufnahmen über einen normalen Videorekorder!

Was trotzdem FÜR diesen Panasonic spricht? Hat man alte VHS-Kassetten aus verschiedenen Quellen und gibt sie über VHS und vor allem HDMI wieder, so wird die Qualität doch um einiges besser. Ebenso ist es mit selbst aufgenommenen DVDs, die noch von früher aus analogen Quellen stammen. Und wenn man einmal gleichzeitig fernsehen UND aufnehmen will, um sich die Aufnahme später anzusehen - das funktioniert natürlich einwandfrei.

Was natürlich auch ein Vorteil ist: Alte selbst aufgenommene/geschnittene Hi8-Filme kann man auch prima über S-VHS wiedergeben, in super Qualität!

Vielleicht muß man auch Abstriche machen, weil der Panasonic einfach zu viel kann - praktisch gleich 3 Geräte in einem?

DANKE FÜR IHR URTEIL - DANN WAR DIE MÜHE NICHT UMSONST!


Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden