Panasonic Lumix DMC-TZ7

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Panasonic Lumix DMC-TZ7

- formally known as „perfekter Begleiter für jede Reise“ –

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Heutzutage ist es verdammt schwer sich zu entscheiden. Der Elektronikmarkt ist komplett überflutet. Ein breites Spektrum von LCD oder Plasma Fernsehern, Laptops, Mini Notebooks, DVD Player, Sound Anlagen und nicht zu vergessen Digitalkameras. Man kann die ganze Wohnung vernetzen und tausende von Euros investieren um das komplett vernetzte und digitalisierte Wohnzimmer zu besitzen. Und wer soll sich da heute noch entscheiden können? Kauf ich jetzt einen Alleskönner oder etwas spezielles für jedes meiner häuslicher Probleme? Etwas billiges vom Discounter um die Ecke oder bezahle ich ein wenig drauf und habe dafür eine Marke?

Irgendwie passen diese Fragen auf alle Bereiche unseres Konsums und auch ich musste mich ihnen stellen, als ich beschloss die alte 4 Megapixel Kamera mit kleinem schrummeligen Display und elendiger Wartezeit beim Auslösen durch ein neues Modell zu ersetzen. An meiner Aufzählung merkt ihr wahrscheinlich schon was mich am meisten störte.

Wie jede neue Anschaffung die ein wenig mehr Geld erfordert, versuch ich immer sehr logisch ranzugehen. Überleg was ich brauche und was die Parameter sind an denen ich den Erfolg messen will - ja okay ich geb zu ich bin zu sehr mit Kunden und Businessverbesserungen beschäftigt ;) irgendwann färbt das nun mal ab...

Trotzdem waren mir folgende Punkte besonders wichtig
- robuste aber handliche Kamera
- guter Weitwinkel um große Gebäude fotografieren zu können ohne über die Straße zu laufen
- großer optischer Zoom
- schnelle Auslösegeschwindigkeit damit auch Partyshoots von gewisser Qualität entstehen können
- technische Hilfsprogramme, weil ich ein absoluter Fotolaie bin ;), aber trotzdem eine gewisse Flexibilität für manuelle Änderungen
- großes gut ausgeleuchtetes Display
- einfache, intuitive Bedienung
- kein Gebrauch von speziellen Speicherkarten sondern SD bzw. SDHC
- langlebige Akkus

So nachdem ich das zusammen hatte konnte ich die Suche beginnen. Ein wenig stöbern im Internet und eine Reise durch die beliebtesten Elektronikmärkte haben irgendwie nicht wirklich helfen können. Ich bin fast erschlagen worden von der, wie oben schon beschrieben, nicht aufhören wollenden Auswahl und schlug einen neuen Weg ein. Mund zu Mund Propaganda. Die Fotografin meines Vertrauens, gleichzeitig gute Freundin, musste her und mir aushelfen.

Bei soviel kompakten Wissen werden auch andere Fragen wieder aufgeworfen. Spiegelreflex? Brigdekamera? Schnell gewann aber die Handlichkeit die Oberhand und wir entschieden uns für eine kompakte Digitalkamera. Bei den Herstellern nannte sie auch sofort einen Namen – Panasonic. Sie schwörte auf die Beständigkeit der Marke, die gute Verarbeitung was dazu führt, dass kaum ein Nutzer wieder im Laden auftaucht und die Gewährleistung in Kauf lässt und die Lumix Superzoom Modelle. So bevor ich aber zu sehr ins schwärmen komme folgt nach der doch etwas lang geworden Einladung – entschuldigung dafür – der wichtige Teil etwas strukturierter...


Modelle und Preise
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Die Lumix DMC-TZ7 wurde im März 2009 auf den Markt gebracht und gehört damit zu dem neuesten Modell der Panasonic Digitalkameras. Sie ist in vier Farben erhältlich, das wären neben den klassischen Farben schwarz und silber noch chocolate und rot. Wobei chocolate es mir am meisten angetan hat und bei mir die erste Wahl war. Schaut man sich die Preisentwicklung an gibt es die bekannteren Farben für circa 356€ zu kaufen und die selteren Modelle kosten um die 370€. Wobei Panasonic als unverbindliche Preisempfehlung 429€ veranschlagt. Aber man vergleicht ja...


Inbetriebnahme
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Natürlich ist der Wunsch groß sofort den Akku einzuführen und sofort loszulegen aber diesmal kann ich mich beherschen und warte erstmal bis der Akku komplett geladen ist, so wie es angeraten wird. Und siehe da ich muss nicht mal besonders lange warten sondern der Akku ist in 90 Minuten komplett geladen. Dann einfach die Verschlussklappe im unteren Bereich lösen und den Akku einfügen. Die Speicherkarte, in meinem Fall eine SDHC Class 6 Karte mit 8 GB, in den dafür entsprechenden Schlitz einführen und Klappe wieder zu. Die Klappe sieht auch so aus als würde sie einige Zeit überstehen können ohne auszuleihern und sich dann selbstständig zu machen.
Nun nur noch On/Off und dann kann es losgehen...

Design & Feeling
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Die TZ7 kommt im schlanken klassischen Design her. Klare Linie und leichte Rundungen an den Kanten. Selbst das Objektiv, was einen 12fachen Zoom versteckt ist flach eingefasst und vergrößert die Kamera nicht sichtbar.
Die Elemente wie Auslöser, Rädchen zum einstellen des Aufnahmemodus und Menünavigationspad sind silber eingefasst und stechen nicht hervor.
Mit den Maßen von 10,33cm Breite, 5,96cm Höhe und 3,28cm Tiefe gehört die Kamera bestimmt nicht zu den Kleinsten auf dem Markt erhältlichen Geräten aber dafür versteckt sich in dem Gehäuse eine Menge Funktionalität.
Auf der anderen Seite des Objektivs im Frontbereich befindet sich eine Rundung damit die Kamera perfekt in der Hand liegt und damit man nicht mit dem Daumen das Display verschmutzt gibt es cleverer Weise 3 mal 3 winzige Noppen die einen perfekten Halt für bieten. Eine ziemlich gute Idee wie ich finde wenn man schonmal an hitzige Sommernächte denkt ;)
Aber wo wir schonmal beim Display sind.. der Polykrystallin-TFT-LCD Monitor nutzt zu 100% die 3 Zoll große Fläche aus und macht die Vorschau zu einem puren Genuss.

Also mich hat die Kamera mit ihrem Style absolut überzeugt! Doch auch wenn man die Kamera nicht verstecken möchte empfehle ich eine gut gepolsterte Tasche um das gute Stück auf Reisen zu schützen. (Ein besonders weiches „Bett“ bietet dabei die Firma Lowepro mit extra Schutz für das überragende Display – der Apex 30AW passt perfekt)

Oh und bevor ichs vergess die pure Kamera hat ein Gewicht von 206g und mit Karte und Akku – also so wie sie in der Tasche zu Buche schlägt – 229g.
Es gilt also das gleiche wie bei den Maßen, leichter und kleiner geht immer aber dann müssen Abstriche bei der Funktion gemacht werden.


Key – Functionalities
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Womit wirbt Panasonic für das Neueste Modell aus der Superzoom Reihe? Vielleicht der nochmal gesteigerte 12fache optische Zoom, das Leistungsstarke Leica Objectiv, 25mm Weiterwinkel oder die HD Videounktionalität? Ich glaube die 10 Megapixel Kamera kann mit einigem aufwarten und das ein oder andere Fotografenherz erweichen. Neben den Highlights der technischen Daten verstecken sich in der Kamera viele Rechenfunktionen. So kann man Bilder im Modus der „intelligenten Automatik“ aufnehmen, Personen mittels Gesichtserkennung abspeichern und priorisieren oder den optischen Bildstabilisator anwenden.
Alles in allem kommen die bekannten und geliebten Funktionen der Superweitwinkelzoom Serie zum Einsatz und die Kennzahlen für Zoom, Display und Objektiv wurden nocheinmal hochgeschraubt.
Eine beachtliche Leistung wenn man bedenkt dass die Qualität noch nicht darunter leidet und die Bilder weiter überzeugen.

Erste Resultate
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Endlich kann es losgehen. Ich gebe zu, die Bedienungsanleitung landet bei mir immer erstmal in der Ecke. Ich brauche intuitive Bedienung. Ich denk mein technisches Wissen ist auch genug ausgereizt um eine Kamera zu bedienen ;) und es hat funktioniert. Anschalten, „intelligente Automatik“ am Rädchen wählen, Bild anfokusieren und abdrücken. Erstmal kurz antippen und wenn die Schärfe und alle Berechnungen durchgeführt sind scharf schießen. Erstes Foto geschafft ;)
Was kann die Kamera noch? Genau, Filmen.
Also muss ich das auch erstmal noch ausprobieren danach weiß ich das die Kamera grundsätzlich funktioniert und ich mich mit ihr anfreunden kann ;)
Und voilá, die kleine abgebildete Kamera mittig auf der Rückseite ist neben einem kleinen silbernen Knopf mit rotem Punkt angebracht. Draufdrücken und ein Film wird gedreht. Bei der Wiedergabe überzeugt sogar der Ton. Gut, ich gebe zum Anfang hab ich am Rädchen nach einem Modus zur Videoaufnahme gesucht, aber das Missverständnis hat sich dann schnell geklärt ;)

Nach den ersten erfolgreichen Versuchen steige ich tiefer in die Modi ein. Nachdem ich vorher eine Canon hatte, kenn ich die Funktion des Rädchens etwas anders, aber ich bin begeistert von der intelligenten Automatik, die es wirklich schafft bei verschiedensten Szenen die richtigen Zuordnungen zu machen. Auch die Gesichtserkennung klappt prima und schafft es selbst bei Gruppenfotos alles auseinander zu halten. Reichen einem die Unterscheidung nach Landschaft, Portrait, Nachtaufnahme, Nachtportrait, Makro und Baby nicht aus dann gibt es etliche weitere Möglichkeiten bei Szenen. Einfach das richtige auswählen und die Werte für Belichtung, Weißabgleich, ISO und weiteres werden im Hintergrund angepasst.
Mein persönlicher Tip sind Strand oder Schnee für Aufnahmen im Freien bei blauem Himmel und strahlendem schon beinahe gleißendem Sonnenlicht.
Und auch wenn ich kein Profi – mein Gott nicht man annähernder Halbprofi – bin, nutz ich gern die manuelle Einstellung. Dabei kann ich zwar nicht den Wert mit Punkt und Komma für Belichtung und ähnliches festlegen aber ich kann die ISO Empfindlichkeit einstellen, den Weißabgleich bestimmen, die maximale Verschlusszeit konfigurieren und aus einer Farbpalette den richtigen Modus wählen.
Zustätzlich gibt es natürlich noch Funktionen wie Selbstauslöser – 10 oder 2 Sekunden - , die Serienbilderfunktion und verschiedene Blitzmodi.

Bestimmt nicht perfekt für den „Verspielten“, der alles konfigurieren und einstellen will aber für einen Anfänger wie mich, der einfach nur ein tolles Foto will – absolut geeingnet!!

Um nochmal kurz den Bogen zu meinen Anforderungen zu schlagen. Nachdem das meiste schon in meienr Beschreibung abgedeckt wurde, folgt noch die gefühlte Auslösedauer und die ist Spitze. Gut wahrscheinlich hat ein alter Knochen mich da auch ganz schön hängen lassen aber die ist echt fix. Meinung vom Profi war dazu, nur Casio Modelle setzen in der Auslösegeschwindigkeit noch einen drauf ;)


Zubehör
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Zum Umfang der Kamera gehört das USB Kabel für den Anschluss an den Rechner und das Audio/Video Signal Kabel. Natürlich Akku und Ladegerät und eine kleine Schlaufe damit die Kamera ums Handgelenk gesichert werden kann. Außerdem Garantieschein, Bedienungsanleitung – analog und digital – und die Software für den Rechner. Ich geb zu die hab ich nicht installliert, weil ich nichts von der ganzen Software halte, die verlangsamen nur meinen PC und ich nutze die Hilfsprogramme sowieso nicht. Wahrscheinlich findet sich auch haufenweise Produktwerbung zwischen den Zeilen...

Aber das ein oder andere braucht man natürlich noch zusätzlich für den wahren Fotogenuss...

Wie schon erwähnt hab ich mich für eine SDHC Class 6 Karte entschieden. Wer sich jetzt fragt worin der Unterschied zwischen SD und SDHC ist dem kann einfach geholfen werden. HC hat nicht etwa etwas mit High Speed zu tun sondern steht für High Capacity. Die habt ihr bei etwa allem was 4GB Speicherplatz übertrifft. SDHC ist zu SD aber nciht abwärtskompatibel also aufgepasst wenn euer Laptop bzw. PC nur einen SD Karten Slot besitzt kann die Karte nicht gelesen werden. Trotzdem empfehle ich einen größeren Speichern, vorallem wenn die Videofunktion genutzt werden soll. Denn schnell ist man da mit 2 oder auch 4GB an die Grenzen gestoßen. In der Standardeinstellung beträgt die Größe eines Bilder 10 MB und damit passen circa. 1400 Fotos auf eine 8 GB Karte. Natürlich dementsprechend mehr wenn man die Einstellung verändert.
Weswegen ich minimum Class 6 empfehle hängt mit der HD Videoaufnahme zusammen. High Definition ist mittlerweile in aller Munde und jeder will die tolle Filmqualität haben, viel vergessen dabei aber dass HD einen enormen Speicherbedarf und Rechenkapazität für dich beansprucht. Unter Class 6 ist es damit quasi aussichtslos die Technologie auch zu nutzen, weil erst diese Karen den High-Speed Datentransfer unterstützen der für die hohe Auflösung notwendig ist.

Worauf ich an dieser Stelle auch noch gern hinweisen möchte, ist die Nachbearbeitung auf dem PC. Vorsicht wenn ihr schneiden wollt. Ein normaler 2GB RAM Rechner reicht bei weitem nicht aus um HD Videos zu randern! Nur als kleiner Tip ;)

Ansonsten werd ich mir noch einen zweiten Akku zulegen wenns für mehrere Wochen auf Reisen geht. Die Laufzeit ist bis jetzt absolut zufriedenstellend. Ich hab das ganze Wochenende durchfotografiert, ständig an und aus und schaumal hier und schaumal da und es ist gerade mal einer von drei Balken verschwunden. Trotzdem will ich nicht immer auf Strom angewiesen sein und hab deswegen gern einen Ersatzakku in der Tasche. Dabei werd ich aber nicht auf billige Nachmache machen sondern beim Original. Ganz ehrlich, wenn man schon über 300€ für die Kamera ausgibt, sollte man auch Originalzubehör nutzen wenns Qualitätiv einen Unterschied macht ;)

Ja ansonsten könnt ihr euch noch allen möglichen Schnickschnack kaufen. Da gibt es das Unterwassergehäuse, die Tasche (ich bleib bei meiner Empfehlung von oben), Schutzfolien in verschiedenster Ausführung und ein Stativ.

Ich glaub da hab ich auch gerade den absoluten Glückgriff mit dem Gorillapod gemacht. Farbenfroh, zwischen 15 und 20€ und die 25cm passen in jede Handtasche ;)


Zusammenfassung
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So, ich hoffe ich habe euch mit meinem Roman nicht zu sehr gelangweilt und konnte euch ein wenig etwas über die Kamera näher bringen. Ich bin sehr zufrieden mit meinem Entschluss und freue mich über meinen neuen Reisebegleiter. Das Geld ist gut investiert und für mich Anfänger ist es wunderbar einfach tolle Erinnerungen festzuhalten.

Also dann viel Erfolg bei eurer eigenen Wahl und danke fürs Lesen.
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