Palmen in Mitteleuropa durch den Klimawandel

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Wer träumt nicht davon einen mediterranen Garten mit den entsprechenden Pflanzen in seinem Garten anzulegen und den Flair des Südens einzufangen.
Es war bei uns in Deutschland ein Problem diese Pflanzen durch den Winter zu bringen was die Frosthärte und damit die Überwinterung angeht.
Das könnte sich in Zukunft ändern.
Wissenschaftler der Uni Bayreuth belegen das Palmen auf Grund der Klimaerwärmung in Regionen gedeihen wo dies früher aufgrund zu kalter Winterbedingungen nicht möglich war.
Die Trachycarpus fortunei befindet sich unter den vom Klimawandel begünstigten Arten und hat auch schon einige verwilderte Trachycarpuspopulationen gebildet.
Diese aus Südostasien eingeführte Art konnte zwar lange Zeit in den Gärten und Parkes unter der Obhut des Menschen überleben, es gelang ihr aber nicht, sich erfolgreich außerhalb der Gärten in Konkurrenz zu den einheimischen  anderen Arten  anzusiedeln.
Erst die milden Wnter der jüngsten Vergangenheit erlauben es dieser Palmenart, sich auch ausserhalb der Gärten zu verwildern.
Seit einigen Jahren gelingt es ihr, in den Wäldern Fuß zu fassen, aufzuwachsen und sich auch außerhalb der Gärten zu verjüngen.
Dieses wurde an verschiedenen Stellen am Alpensüdrand zwischen der Schweiz und Italien nachgewiesen.
Dort befindet sich mittlerweile die neue weltweit nördlichste freiwachsende Trachycarpuspopulation.
Aber nicht nur auf der Alpensüdseite, auch nördlich der Alpen ist der Klimawandel spürbar.
Die in unseren Gärten gepflanzten Palmen brauchen im Winter immer weniger geschützt zu werden, bzw. überleben den Winter in Westdeutschland ungeschützt im Freien.
Bei uns zeigen ältere Exemplare bereits Blüten- und Fruchtstände, und Sämlinge finden sich mancherorts unter adulten Palmen.
Dieses Frühstadium der Verjüngung in Gärten wurde auch südlich der Alpen zu bein des 20. Jahrhunderts beobachtet,reichte aber noch nicht aus,um die Verwilderung in umliegenden Wäldern erfolgreich einzuleiten.
Erst mit der weiteren Erwärmung im Verlauf des letzten Jahrhunderts wurden die klimatischen Bedingungen für das Überleben der verwilderten Palmen in den Wäldern zusehends günstiger.
Mit dem für dieses Jahrhundert prognostizierten Klimawandel ist allerdings auch nördlich der Alpen damit zu rechnen dass ähnlich wie im Süden die Bedingungen für die Palmen zusehends günstiger werden.
Daher sollten Sie sich wenn Sie einen mediterranen Garten anlegen möchten und diesen mit Palmen bepflanzen möchten die Chinesische Hanfpalme in Betracht ziehen.
Zum auspflanzen sollten diese Palmen dann aber schon einen mind. 30-40 cm hohen Stamm haben, und darauf achten das Sie auch Trachyscarpus erwerben die nicht aus den südlichsten Regionen Europas kommen oder gar aus noch wärmeren Gegenden der Welt.
Es werden immer wieder Trachys angeboten die aus Südchina,Süditalien,Südspanien oder gar aus Brasilien kommen und noch nie einen Winter bez. Frost ausgesetzt waren.
Es ist wohl verständlich das diese Palmen wenn Sie nicht sehr gut geschützt werden den ersten kalten(ab -5 Grad) Winter ohne grösseren Schaden überleben werden.
Fragen Sie daher vor dem Kauf bei dem jeweiligen Händlern nach wo genau diese Hanfpalmen herkommen und achten Sie darauf das sie auch leichte Frostspuren an den Wedelenden haben.
Genauso ist es mit den sogenannten beschnittenen Wurzelballen.
Was meinen Sie wie lange es dauert bis diese Palmen neue Wurzeln bilden?
Sie kommen zwar mit grünen Wedeln beim Kunden an und die sog. Palmenhändler versprechen alles mögliche, aber spätestens nach 3-4 Monaten oder vielleicht nach dem nächsten Winter zeigen diese Palme die ersten braunen Wedel und wachsen zu 80 % nicht an.
Deswegen sollten die Hanfpalmen immer einen dicken Wurzelballen mit frischen weissen Wurzelenden aufweisen.
Diese Palmen dann auch noch richtig bewässert(nicht mit kaltem(5-10 Grad)Wasser gießen,sondern in den ersten 2 Jahren mit abgestandenem Regenwasser,am besten die Gießkanne den ganzen Tag in die Sonne stellen und zu Abend hin gießen.





 
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