Paketdienste, Verpackung, Versand

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Nun hast du etwas Schönes gefunden und möchtest es in Ebay einstellen. Ziemlich rasch stellen sich ein paar Fragen:
Wie hoch sind die Versandkosten? Welchen Dienstleister wähle ich? Versende ich versichert oder unversichert? Woher bekomme ich Kartons? Wo bekomme ich gutes Füllmaterial?
Hier ein paar Tips (hoffe, sie helfen dir). Dies stellen nur persönliche Erfahrungen dar und keine juristische Beratung oder ähnliches. Da sich im Paketmarkt immer wieder Änderungen ergeben, erkundige dich bitte vorher bei deinem Logistikdienstleister (DHL, Hermes, DPD, GLS, UPS, Deutsche Post World Net bei Briefen).

Außenverpackung:
Kleinere Kartons gibt es in jedem Schuhgeschäft (jo, Schuhkartons). Besonders in der Winterzeit vorteilhaft: Kartons von Stiefeln (da größer). Darüberhinaus erhälst du ja (sofern du in Ebay nicht nur verkaufst) regelmäßig Kartons von deinen Ebay-Verkäufern. Kartons nehmen auch nicht viel Platz (z.B. im Keller) weg, wenn du die Verklebungen auf der Unterseite aufschneidest (nicht den Karton..) und zusammenfaltest. Ein wenig Platz und schon hast du ein wunderbares Kartonlager, aus dem du dich regelmäßig bedienen kannst.

Nun zum Verpackungsmaterial:
Bitte kommt mir nicht mit Zeitungspapier! Kein vernünftiger Mensch würde seine Ware (vielleicht noch zerbrechlich?) darin verpacken, abgesehen von Kleidung (Schutztüte gegen Nässe wäre sinnvoll). Ich verwende Zeitungspapier nur im letzten Notfall (wenn mein Verpackungslager geplündert ist). Wer schon einmal ein Umschlagszentrum von innen gesehen hat, weiß, dass die Fallhöhen der Pakete (wenn diese von Förderschalen auf die Rutschen abgekippt werden) teilweise über 1 m (ja richtig, 100 cm) betragen. Das Problem ist ja nicht nur das Fallen deines Kartons, sondern dass der nächste Karton (vielleicht mit 30 kg Gewicht) auch die gleiche Höhe fällt und mit der gleichen Geschwindigkeit in deinen Karton brettert. Hier gleich eine Anmerkung zur Versicherung: Wenn du meinst, dass Omas Porzellanschüssel bis 500 Euro versichert wäre, irrst du... Nur bei korrekter Verpackung zahlen die Versicherungen bzw. die Paketdienstleister. D.h. wenn du - nachdem dein stinksaurer Käufer dir den kaputten Karton samt zerdepperten Inhalt zurückgesandt hat - damit auf die Postfiliale oder zu deiner Paketannahmestelle tigerst, um den Wert deiner Ware zu erhalten, wirst du hübsch überrascht sein.... Es gibt gar nichts. Null Euro aufgrund mangelhafter Verpackung. Auch hier gilt: Ausschau halten bzw. Verpackungsmaterial horten (am besten ist Luftpolsterfolie und Styroporkugeln). Vielleicht kennst du auch jemanden von einer Poststelle einer Bank/Versicherung oder ähnlichem. Meist werfen Poststellen sehr gutes Verpackungsmaterial einfach in den Müll. Etwas im Keller deponiert und schon vermeidest du Ärger und finanziellen Schaden. (ich habe bis heute noch nie einen Transportschaden erlitten...).

Versicherung:
Als Paket ist die Ware bei allen gängigen Paketdienstleistern meist bis 500 Euro versichert. Solltest du höhere Warenwerte versenden, hast du entweder die Möglichkeit höher zu versichern (Extrakosten beachten) oder das Risiko einzugehen. Als Käufer habe ich in den meisten Fällen die Ware lieber selber abgeholt oder vorbeigebracht, dann kann am wenigsten passieren.
Noch ein Tip: solltest du international versenden, beachte, dass Pakete bei DHL(Deutsche Post) nur als Premium-Paket bis 500 Euro versichert sind. Economy-Pakete sind zwar die günstigere Alternative, jedoch gilt hier eine Haftung nach dem Weltpostvertrag. Dieser sieht eine Haftung von 40 Sonderziehungsrechte je Paket plus 4,5 SZR je Kilo vor (1 SZR entspricht ungefähr 1,1853 Euro: Quelle www. dhl.de). Natürlich musst du einen entsprechenden Nachweis über den Warenwert mittels Quittungen und Rechnungen nachweisen. Also Warenwert beachten....
Als Päckchen (DHL) ist die Ware nicht versichert und - was das größere Problem ist - es gibt keinen Abliefernachweis. D.h. selbst wenn die Ware zugestellt wurde, kann dein Käufer behaupten, die Ware nie erhalten zu haben. Auch der Zusatz in Ebay " bei unversicherten Versendungen auf Gefahr und Risiko des Käufers" hilft nur, wenn du nachweisen kannst, dass du die Ware aufgegeben hast. Du findest in Ebay auch einen Kollegen, der das entsprechende Urteil eingestellt hat. Demnach müsstest du dein Päckchen bzw. die Briefmarken dafür separat kaufen und diesen Beleg aufheben. Mit " ich hatte noch 2 Euro in Briefmarken und habe jetzt nur eine Rechnung über den Restbetrag" ist dir nicht geholfen und du müsstest den Schaden ersetzen, da den Nachweis über die Einlieferung nicht erbringen kannst. Gleiches gilt natürlich für Briefsendungen. Daher vermeide ich - auch wenn es die Käufer wünschen - unversicherte Sendungen und versende fast immer als Paket.
Noch in Hinweis zum Nachweis: Innerhalb Deutschlands sind die Nachverfolgungssysteme im Internet bei den Paketdienstleistern ziemlich ähnlich und meist auch gleich schnell. Im Ausland trennt sich die Spreu vom Weizen. Für das europäische Ausland empfehle ich DPD (selbst Italienpakete gehen dort nicht mehr verloren). Ist zwar weitaus teurer, aber aus meiner Erfahrung sicherer.

Versandkosten und Dienstleister:
Die nächsten Informationen sind meine Erfahrungswerte. Ich lege Wert darauf, dass dies kein generelles Urteil ist (vielleicht habe ich nur Pech oder Glück gehabt). Über UPS habe ich als Privatperson noch nie versendet (Kosten waren für mich zu hoch).
Bei DHL und Hermes: grösster Vorteil ist das Filialnetz. D.h. auch wenn deine Käufer nicht angetroffen wurden, haben sie die Möglichkeit ihr Paket in der nächstgelegenen Postfiliale oder Hermes-Paketshop abzuholen. DPD, GLS und UPS haben hier einen kleinen Nachteil. Im Grundsatz liefern alle Paketdienste mehrmals an (bis zu 3 Zustellversuche) oder geben es beim Nachbarn ab. DPD und GLS verfügen mittlerweile auch über Paketshops. Einfach mal im Internet recherchieren unter www.dpd.de oder www.gls-germany.de
Vorteil DHL: du kannst den Paketaufkleber im Internet ausdrucken und gleich bezahlen. Damit wird die Wartezeit in der Filiale stark verkürzt. Bei DPD und Hermes ist ein Ausdrucken ebenso mittlerweile möglich. Bei Hermes gibt es passende DIN-A4 Blätter inkl. Paketaufkleber auch zum Mitnehmen im Paketshop.
Wie schnell liefern die Paketdienste? (wie gesagt, nur meine Erfahrungen). Am schnellsten ist GLS, knapp gefolgt von DPD, anschliessend DHL und als Schlußlicht Hermes.
Wie teuer?
Nun, supergünstig ist das S-Paket von Hermes (online ausgedruckt derzeit 3,85 Euro). Jedoch ist halt alles nicht so klein, dass es in einen Paket mit Länge kürzeste und längste Seite von 50 cm passt. DPD und GLS haben mittlerweile im Internet ein ähnliches Preissystem wie Hermes (nach der Größe), DHL richtet sich nach dem Gewicht. D.h. schwere Sendungen, die klein sind z.B. über Hermes oder DPD/GLS. Große aber leichte Sendungen über DHL.
Noch ein Tip zu den Abmeßungen: bis 120 cm (längste Seite) alles kein Thema. Danach bleibt nur die Sperrgutversendung über DHL oder eine Spedition? Falsch: bei DPD kannst du bis 175 cm Länge versenden, bei GLS sogar bis 200cm (jedoch bei beiden max. Gurtmaß von 300 cm!). Das Gurtmaß berechnet sich aus doppelte Breite + doppelte Höhe + einmal Länge.
Und ein Tip zur Paketform: wenn du Rollen oder andere nicht rechteckige Ware versenden musst, erkundige die bei den Paketdienstleistern. Teilweise nehmen die Privaten die Pakete zum Normalpreis an (keine Zuschläge).
So: nun kannst du die Preise und die Leistungen für dich persönlich vergleichen und deinen Versandpartner aussuchen. Dann musst du einschätzen (oder gleich verpacken), wie groß oder wie schwer dein Paket sein wird. Anschließend kannst du den Preis ermitteln und einstellen. Ich schätze meist und lag bisher in 90% der Fälle richtig. Ab und zu habe ich mit meinem System einen Mehrbetrag für den Versand zu zahlen und manchmal habe ich dadurch etwas mehr Geld eingenommen. Ich verpacke nicht im Vorfeld (außer bei einer einzigen Auktion), da ich es zu oft erlebt habe, dass Käufer mehrere Sachen gekauft hatten und ich die Pakete wieder neu packen durfte.

Bei Anregungen oder Fragen einfach melden....Grüsse euer MUGGERLE
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