PSPgo

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PSP go

Der Speck muss weg: Kurz nach der Playstation 3 schickt Sony auch die PSP zur Schrumpfkur. Das Ergebnis nennt sich PSPgo und liegt der Redaktion in einem Vorserien-Exemplar mit Firmware 5.7 zum Test vor. Der große Moment ist da, wir öffnen die kleine Verpackung. Darin liegt die PSPgo, Netzteil, Ladekabel sowie ein mehrsprachig gedrucktes Handbuch und die PC-Software »Media Go«. Dann der erste Kontakt mit dem Handheld: Sieht mit seiner Piano-Lack-Optik wirklich schick und edel aus, wiegt nur 159 Gramm und ist 128 x 69 x 17 Millimetern groß - also klein und leicht wie ein iPhone - und genauso anfällig für Kratzer, Fingerfett und Abdrücke. Mit leichtem Druck lässt sich der Bildschirm hochschieben, darunter offenbaren sich D-Pad, Aktionstasten und Ministick. Aber wo bitte ist das UMD-Laufwerk geblieben? Wegrationalisiert. Sonys neues Handheld setzt allein auf Download-Inhalte aus dem Playstation Store. Die müssen in den 16-Gigabyte Speicher Platz finden. Wenn allein »Gran Turismo« 1 GB belegt, wird´s wohl bald knapp.
Das kleine Schwarze
Und wie genau kommen die Games nun auf die PSPgo? Per W-Lan. Bluetooth ist zwar an Bord, nimmt aber nur Verbindung mit Headsets und Playstation-3-Controllern auf. Mit dem PC zwar auch, aber da lassen sich bloß Bild-, Musik- und Filmdateien übertragen. Solche Daten vom Handy laden, klappt übrigens nicht. Und warum ein derart auf Mobilität und Downloads geeichtes Gerät wie die PSPgo nicht per UMTS/HSDPA-Mobilfunk ihre Daten laden mag, erschließt sich kaum. Mal eben während einer Auto- oder Bahnfahrt ein neues Game laden oder einen Film streamen, das wäre doch schön gewesen.

Auch die Anordnung der Tasten für Lautstärke, Stummschaltung, An/Aus/Bereitschaft oben am Gehäuse wirkt unorthodox, weil sie bei geöffnetem Display nicht zu sehen ist. Kritik verdient außerdem das Layout der Gaming-Tasten: Der Analogstick findet sich nicht mehr unter, sondern rechts neben dem D-Pad. Das dürften Besitzer der Standard-PSP ungewohnt finden. Aufgrund der dünnen Struktur und dem weit hinten liegenden Schwerpunktes schmiegt sich das Gerät weniger gut in die Handfläche, neigt zum Wegkippen. Die flachen Feuertasten mit ihrem sanften Druckpunkt hingegen fassen sich gut an; und im Praxistest mit diversen Games - darunter das neue »Motorstorm: Arctic Edge« - zeigt sich, dass die anfänglich Verkrampfung auch bei PSP-Kennern nach einer halben Stunde merklich nachlässt.
Durch Dick und Dünn
Aber warum musste der Mini-USB-Anschluss weichen und der Multi-Ausgang für Strom und TV-Out nach unten wandern? Wer eine vorhandene PSP-Kamera betreiben will, braucht hierfür nun extra einen Adapter, zu haben ab Oktober. Auch wer die PSPgo am Fernseher betreiben will, braucht einen neuen Adapter. Und neue Speicherkarten im M2-Format gleich dazu, denn die gewohnten Memory Sticks passen nicht mehr. Schutztasche? Tragelasche? Ebenfalls nicht im Preis enthalten. Wenigstens ist ein Mikrofon eingebaut, und das Aufladen klappt elegant: Das Ladekabel landet PSP-seitig im Multiport, das andere Ende - ein USB-Stecker - in jedem beliebigen USB-Port oder im beiliegenden Netzteil. Clever!

Das Display zeigt deutliche, kräftige Farben und Kontraste. Der Bildschirm ist bei gleicher Auflösung mit knapp 97 Millimeter rund 13 Millimeter kleiner als bei der PSP-3000, das wirkt sich positiv auf die Schärfe aus. In der Sonne spielen fällt aber immer noch schwer, zumal eine Batterieladung nur knapp fünf Stunden hält, also unwesentlich länger als bei der Standard-PSP. Die ist mit rund 160 Euro aber deutlicher preiswerter, die PSPgo lässt sich Sony mit 250 Euro bezahlen. Dabei kann sie nichts wirklich besser, ist aber spürbar mobiler. Und bei einer Hosentaschen-Konsole könnte das für manchen Spieler zum entscheidenden Kriterium werden.
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