PROTOOL Stichsäge JSP 85

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Nachdem nach mehr als 25 Jahren meine alte Stichsäge (Profigerät aus USA) ihren Geist aufgegeben hatte, musste - vor allem schnell - eine neue her.
 
Vorab und grundsätzlich kann ich niemandem raten, sich Billigwerkzeug zu kaufen, schon gar keine Billig-Stichsäge! Denn die sägen alles andere als gerade, alles andere als schnell und vor allem alles andere als präzise! Was da in Baumärkten und auch bei eBay  zum Teil angeboten wird, gehört eigentlich direkt von der Endmontage auf den Schrott.

Was also zeichnet eine gute Stichsäge aus?
  1. Stabile, leichtgängige Hubstange ohne erkennbares Spiel
  2. Präzise justierbarer Sägetisch (natürlich auch ohne Spiel) mit möglichst glatter und kratzfester Oberfläche. Für empfindliche Materialien sollte auch ein Kunststoffaufsatz vorhanden sein.
  3. Obwohl man über die Wirksamkeit von Spanreißschutz-Einsätzen streiten kann, halte ich sie für sinnvoll - vorausgesetzt, man kann sie problemlos nachkaufen!!!
  4. Wirksame Staubabsaugung! Was nützt die beste Sägeleistung, wenn die geplante Schnittspur nicht mehr zu sehen ist?
  5. Stufenlose Hubzahlvorwahl und einfach zu bedienende Pendeleinstellung, damit das "materialgerechte Arbeiten" nicht nur ein Werbespruch des Herstellers bleibt.
Wie Sie sicher bemerkt haben, fehlen in dieser Aufstellung von vielen Herstellern so heftig beworbene Features wie Laser- oder LED-Pointer, werkzeugloser Sägeblattwechsel und dergl. mehr. Ebenso die fast schon weltanschaulich diskutierte Frage "Bügel- oder Motorgriff".

Letzteres ist wirklich absolut individuelle Geschmackssache - daher bieten zumindest die meisten Spitzenhersteller beide Varianten ihrer Modelle an. Laser oder LEDs halte ich für reine (marketingstrategische) Spielerei ohne wirklichen Nutzen für den Anwender - bei Sägen wohlgemerkt. Bei Akkuschraubern z.B. in dunklen Ecken können sie ein Segen sein!

Nächster, mittlerweile auch schon fast weltanschaulicher Diskussionspunkt: werkzeuglose oder klassische Sägeblattaufnahme? Nachdem ich mir etliche Varianten der hochgelobten werkzeuglosen angesehen hatte, habe ich gezielt nach einer ganz "normalen" Sägeblattaufnahme gesucht. Denn alle werkzeuglosen Aufnahmen haben fast zwangsläufig etwas Spiel, worunter wiederum die Schnittpräzision leidet ... es sei denn, Top-Maschinen wie Festool (kaum unter 300,-) oder Mafell (kaum unter 400,- zu haben) sprengen Ihr persönliches Budget nicht.

Mir lief dann bei meiner Suche schnell die Festool-Tochter/Schwester Protool über den Weg: Die Maschine hat alles und kann alles, was der ambitionierte Heimwerker, aber auch der Profi sucht:
  • Leicht und optimal ausgewogen
  • Hohe Schnittleistung und -präzision
  • Kann auch mit einer Hand leicht und exakt geführt werden
  • Laufruhig und (für eine Säge!) leise
  • sehr gut verarbeitet
  • 3 Jahre Garantie - auch bei professionellem Einsatz!
  • Und das Ganze zu einem Preis, der zumindest mit den besseren Heimwerkermarken ziemlich locker konkurrieren kann und jede andere Profimarke ganz locker schlägt: Denn wenn ich von den bezahlten 189,- den Systainer (ca. 40,-) und die 20 Spitzensägeblätter (nochmal mindestens 30,-) abziehe, bewegt sich der reine Maschinenpreis schon fast auf mittlerem Baumarktniveau!

Übrigens: Die Protool gibt es mit Bügel- oder mit Motorgriff, ganz nach Ihrem persönlichen Geschmack. Ich persönlich bevorzuge den Motorgriff, da diese Variante aus meiner Sicht den großen Vorteil hat, dass man die Säge bei Bedarf auch mal auf der Unterseite des Schnittguts sauber führen kann. Aber das ist - wie schon gesagt - Geschmackssache.

Danke für Ihr Interesse - sollten Ihnen meine Ausführungen gefallen und/oder weitergeholfen haben, freue ich mich natürlich auch über ein positives Feedback.
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