POP3, IMAP oder E-Mails nur online anschauen?

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Im Zeitalter einer globalen vernetzten Welt mit mobilen Internetzugängen sollte man sich den Vorteilen einer Server-orientierten E-Mailverwaltung bewusst sein. Jedenfalls könnte man das denken. Die Praxis sieht da schon eher nüchterner aus. Im Fernsehen wird mal wieder der allerneueste Firlefanz á la IPad vorgestellt und Kalle Schuster loggt sich wieder einmal brav mit Hilfe seiner Internetprovidersoftware in den Posteingang seiner E-Mails ein. Die gesamte technische Entwicklung ist bis auf ein TomTom GO und einem Smartphone, dessen Leistung nur zu einem Bruchteil genutzt wird, an ihm vorbeigegangen. "Das habe ich doch schon immer so gemacht!" wird zum Credo eines vor angeblichen technischen Hilfen kapitulierenden Lebens. Folgende Zeilen sollen helfen, die Arbeit mit E-Mails ein wenig zu vereinfachen. Was ist POP3? Post Office Protocol Version 3 schlank übersetzt. Das Abrufen und Verschicken von E-Mails funktioniert wie mit einem virtuellen Briefkasten. Mit Hilfe eines Offline-Tools wie Outlook, Outlook-Express oder Thunderbird ruft oder verschickt man seine E-Mails über einen sogenannten Mailserver. Vorteil: Man hat die E-Mails immer auf seinem Rechner und kann offline arbeiten. Nachteil: Ist der Rechner platt, sind auch die E-Mails weg und es kann immer nur ein Nutzer vernünftig damit arbeiten, da von dem Belassen der E-Mails auf dem Server mit automatischen oder manuellen Löschen nur abgeraten werden kann. Es funktioniert mehr schlecht als recht. E-Mails nur online? Bedarf fast keiner Erklärung. Jeder kennt diese tollen CDs von z.B. T-Online oder AOL. Diese herrliche Software mit diesem wunderschönen mit Werbung zugeballerten Fenster. Toll! Vorteil: "Relativ" einfache Installation und die E-Mails sind immer im Netz. Nachteil: Teilweise sehr langsame Anwendungen, viel Werbung und begrenzte Speichervolumina. Alternativ gibt es noch freie E-Mailprovider wie Web.de, Freenet oder GMX, welche direkt über das Web zu erreichen sind. Vorteil: saueinfach und man kommt überall an seine E-Mails heran. Nachteil: einige Anbieter lesen gerne mit wie zum Beispiel Google und der Speicherplatz ist auch hier begrenzt. IMAP? Internet Message Access Protocol - für die DieHards unter uns. Vereint Flexibilität, Mobilität, Datensicherheit und das Arbeiten mehrerer User über eine E-Mailadresse. Funktioniert wie POP3 mit dem großen Unterschied, dass die E-Mails in Kopie immer auf dem Server liegen und nur automatisch oder manuell gelöscht werden können. Es können somit unbegrenzt viele User auf dieses E-Mailpostfach zugreifen. Wird die eine E-Mail auf dem einem Rechner zu Hause gelesen, so ist sie auf dem Smartphone und dem Rechner im Büro ebenfalls als gelesen markiert. Verschickt man dann eine E-Mail mit dem Mobiltelefon, findet man jene verschickte E-Mail ebenfalls in den Ordnern "Gesendet" auf seinen beiden Rechnern. Das erlaubt das Arbeiten mehrerer Personen an verschiedenen Orten über eine einzige E-Mailadresse. Vorteil: unterwegs, Büro oder daheim - die E-Mails sind ständig synchronisiert. Nachteil: den Speicherplatz im Netz gibt es natürlich auch hier nicht unbegrenzt umsonst. Fazit: durch den gestiegenen Wunsch alles von überall machen zu können, wird das Internet zunehmend zum Parkplatz der eigenen Daten werden. IMAP stellt dafür die sicherste und funktionalste Möglichkeit für ein zukunftsfähiges Konzept mit E-Mails zu arbeiten.
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