PERLEN - die babylonische Begriffsverwirrung

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Für den Verkäufer  von Perlenschmuck ist es selbstverständlich, dass er z. B. in der Artikelbeschreibung  "Perlen-Kette" schreibt.

Obschon gängige Praxis, ist das nicht erlaubt, da  eine so allgemeine Bezeichnung viel Spielraum bietet, den Käufer in die Irre zu führen.

Nur für Natur-Perlen ist es erlaubt, das Wort PERLE ohne jeden ergänzende und erläuternden Zusatz zu schreiben! Bitte gut merken!

Zuchtperlen jeder Art müssen stets als solche gekennzeichnet sein. Das gilt natürlich im besonderen Maße für reine Imitationsperlen, wie die Fischsilber-Perle. Sie besteht aus Glas oder Email und einem Überzug, der aus den Schuppen gewisser  Fischarten hegestellt wird.

Bei der sog. ANTILLEN-Perle wird das Gehäuse von Schnecken, bei der TAKARA-Perle aus Japan werden  Muschel-Teile verwendet.

Die DUGON-Perle wird sogar aus den Zähnen der Seekuh gefertigt. Daneben gibt es noch  Kunstperlen mit vielen Fantasie-Namen, die aber alle eines gemeinsam haben: es handelt sich hierbei nicht um echte Perlen im Sinne des Gesetzgebers und müssen entsprechend bezeichnet werden. Was natürlich dem privaten Verkäufer von "Omas Perlenkette" nicht ganz leicht fallen dürfte.

Bewertungskriterien:Die Bewertung von Perlen ist von verschiedenen Kriterien abhängig. Die Form, Größe, Farbe, Lüster (auch ORIENT genannt), Glanz spielen eine erhebliche Rolle.Am meisten gekauft wird die Kugelform. Unregelmäßig geformte Stücke nennt man BAROCK-Perlen; halbrunde, flache Perlen sind als Bouton- bzw. Knopfperlen im Handel.Eine zuverlässige Unterscheidung zwischen Natur- und Zuchtperlen kann nur ein Fachmann  mit den entsprechenden Hilfsgeräten durch die Kontrolle der inneren Struktur vornehmen. Echte Perlen haben einen konzentrisch schaligen Bau, Zuchtperlen -je nach Art des eingepflanzten Kernes, - einen anderen inneren Aufbau.

Quelle: Walter Schumann "Edelsteine und Schmuckstein" - ein Bestimmungsbuch

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