Optisches Zoom bei Digital-Cam´s / was ist Brennweite?

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Schon ende der ´90er Jahre hatten ja einige der neueren (nicht SLR oder DSLR) Digital-Cam´s schon den ein oder anderen optischen Zoom!

Leider hatte man damals noch "kein Auge" für dieses wichtige Element bei einer digitalen Fotokamera; und so machte man als stolze Firma den Kunden lieber darauf aufmerksam das "unsere neue digi-Cam" schon ein digitales Zoom von ["sage und schreibe"!] 8-Fach oder 15-Fach besitzt...

Heute sind die "Standarts" in Sachen digitalem Zoom längst im dreistelligen Bereich angekommen..!

Doch das wirklich wichtige für eine "Gute" digitale Kamera ist nach wie vor (oder "mehr denn je") der sogenante OPTISCHE-Zoom !   Dieser besagt was das Objektiv einer Kamera zu Leisten vermag (welche Vergrößerung es hat!) !

Was vor ein paar Jahren noch die sog. "Spiegel-Reflex-Kameras" (für die gesteigerte Anforderung) waren, sind Heute (im digitalen Zeitalter) die sog.: "SLR"- [oder "DSLR"-]-Kameras.  Also in etwa der gleiche Grundaufbau, nur an Stelle des analogen Filmträgers (also Klein- oder Mittel-Format- Filme) befindet sich jetzt hinter dem Spiegel ein digitaler Träger (ein optischer Sensor), welcher die Bilder nicht mehr "ablichtet", sondern jetzt digitalisiert und auf sogenannten Speicherkarten "ablegt"...  

Diese neueren Kameras haben aber entweder, keine, fest eingebauten Objektive...: 

- Man kann also nach Bedarf das Objektiv auswechseln. {D.h. wenn man eine Aufnahme von einem einzelnen Menschen (Portrait) machen möchte, nimmt man ein entsprechendes Objektiv welches zum Beispiel eine BRENNWEITE von ca.: 35 bis 100 mm hat. Für ein sehr weit entferntes Objekt (ein Hase auf einer Wiese) sollte man dann natürlich wieder ein anderes Objektiv benutzen, z.B. mit einer Brennweite von 500 mm damit man dann auch den Hasen auf dem foto sieht (und nicht nur den Himmel und die Bäume neben der Wiese ;-)!}

- Oder die Cam´s haben schon ein bereits FEST in die Kamera integriertes Objektiv mit einer bereits vordefinierten BRENNWEITE:

Und genau um diese besagte BRENNWEITE geht es, wenn man den Begriff "optisches"-Zoom verwendet:  er sagt uns also, wie NAH oder wie FERN ich mit meiner digitalen Kamera, mit einem bereits eingebautem Objektiv, eine Person, oder einen Hasen auf einer Wiese in z.B. 100 Meter Entfernung, heran "ZOOM´en" kann!  Diese Brennweite ist natürlich von großer Bedeutung wenn ich mir (im gegensatz zu einer Spiegelreflex) eben dann in einem halben Jahr NICHT einfach ein anderes Objektiv auf die Cam schrauben kann, sondern das Objektiv bereits FEST mit der Kamera verbunden [nicht auswechselbar] ist!

Worauf kommt es bei der Brennweite wirklich an?

Man sollte also vor dem Kauf einer digitalen Kamera oder eines digitalen Camcorders wissen was der Begrif  -> Brennweite <-  zu Bedeuten hat...  

Für eine (frühere, analoge) Spiegelreflxkamera sind die Brennweiten 45 oder 50 mm (auch 55mm) so eine Art mitlerer "Standart"!  Desshalb nennt man sie auch die sog. "NORMAL"-Objektive!!   Mit einem solchen Objektiv kann man sowohl in einem Wohnzimmer ganz gute Bilder machen wie auch auf der Straße z.B. ein Haus fotografieren... 

Bei einer digitalen Cam (Kamera oder Camcorder) stimmen diese Zahlenwerte jetzt aber NICHT mehr ! ! !

Die digitalen Cam´s mit eingebautem Objektiv haben nähmlich einen anderen "Umrechnungs-Faktor"!!!  Und auch die neuen DSLR und SLR´s haben nicht mehr genau den gleichen optischen "Faktor" wie es "früher" ein mal, bei den Analogen, war ! ! !

Eine "LUMIX" PANASONIC DMC-LZ1 z.B., hat ein eingebautes ZoomObjektiv mit einer Brennweite von 6,1 bis 36,6 Milimeter ( 6 x optical Zoom).

Die "CAMEDIA" von OLYMPUS {C-720 Ultra Zoom} hat z.B. ein integriertes ZoomObjektiv mit einer Brennweite von: 6,4 mm  -  51,2 mm, was einem 8 fachen optischem Zoom entspricht.

Der "Standart" liegt hier also in etwa um ein Fünftel niedriger als bei den herkömmlichen, alten Kameras!  Das sog. "NORMAL"-Objektiv entspricht hier also nicht mehr 50 mm sondern etwa 10 mm ! ! !

- Alles was sich darunter befindet, also unter 10 Milimeter, ist der sog. "Weitwinkel"-Bereich (also z.B.: 7,3mm oder 5,9mm), und darüber kommt man dann langsam in den sog. "Tele"-Bereich (also alles was mehr Brennweite als 20mm hat...). 

Das Wort "ZOOM" besagt allerdings nur; das man sich in einem Spektrum (also:  VON  <-~->  BIS) Bewegen kann!  Also (meist mit einem Motor betrieben) kann man z.B.:  VON  der Brennweite 6,5mm  BIS  zu der Brennweite 50mm "zoomen" und somit den Bildausschnitt größer oder kleiner Auswählen (Gestalten) den man Fotographieren oder Filmen möchte...

Bei den ("etwas besseren")  SLR´s  oder  DSLR´s ,  also den digitalen Spiegelreflexkameras (bei ihnen kann man immer das Objektiv durch ein anderes Auswechseln!), ist dieser Faktor jetzt aber wieder ein Anderer!!!  Hier ist der Faktor etwa (nur) um die Hälfte reduziert worden!  Teilweise hängt es aber auch von dem Hersteller ab (also der "Marke") in welchem Verhältnis sich dieser Umrechnungsfaktor zu der früheren Standartbrennweite von 50mm verhält!  {also Achtung: bitte selber noch mal vor dem Kaufen genau beim Hersteller Informieren!}  >>> Im Durchschnitt ist jetzt ein 40mm Objektiv das, was früher ein 50mm Objektiv war! <<< 

Der Vorteil ist klar: früher haben die Objektive bei etwa 14 bis 19 mm ein "Ende" gehabt, diese SUPER-Weitwinkel - (auch sog.: "Fischaugen"-) Objektive lagen schon bei unter 12 Milimeter in einem Bereich in dem es einfach nicht weiter gehen konnte...  Heute ligt dieser Bereich nur noch bei etwa 5 mm ...

Eine gut ausgestattete digitale (nicht-Spiegel) Camera (also mit eingebautem Objektiv!) sollte also einen WeitwinkelBereich von etwa 6,5 mm (oder sogar etwas weniger) bieten!

Nach oben sind ja neuerdings die Grenzen wieder neu gewürfelt worden (nachdem auch die Firma OLYMPUS mit der neuen 500´er Serie im "Ultra"-Zoom-Bereich mit einem Zoom-Faktor von gar 18 x optischen Zoom trumpft).....

Dieser  >  ZOOM-Faktor  <

bei den "Digi-Cams" (also NICHT Spiegelreflex. und mit eingebautem Objektiv) hat übrigens ganz und gar nix mit dem oben beschriebenen Umrechnungsfaktor, von alten- zu neuen- Objektiv-Brennweiten, zu tun:

Er besagt eigentlich nur - wie oft - man mit dem Finger an dem Zoom-Hebel der Cam "herumspielen" kann!  Also Wieviel Mal man den Hasen den man Aufnehmen möchte "heran" oder "weg" - ZOOM´en kann!  Dies wird aber mitlerweile mit dem sog. optischen-Zoom zum Ausdruck gebracht - um irreführung zu Vermeiden - und ist auch sehr gut so!!!

- Auch hier sollte man also wieder vor (!) dem kaufen genauer auf die Zahlenwerte schauen und sich nicht einfach mit einem "10 x opt.-Zoom" zufrieden geben!  Denn das könnte genauso gut auch (mal wieder) ein "Missverständnis" sein!  Wichtig ist also ein ordentliches Zoom (also eine Brennweite) von, wie schon gesagt:  6,5 mm bis etwa 45,0 mm (oder besser natürlich über 55 mm hinaus) bei den Kameras + Cams mit festem Objektiv!!

65,0 mm Brennweite entspricht also (mal 5) einer wirklichen Brennweite von 325,0 mm (nach der "alten" Regel) !  {Man könnte auch sagen es ist die "gefühlte" Brennweite ;-}  Das entspricht dann also schon einem ganz ordentlichen Teleobjektiv mit dem man den Hasen auf der Wiese sicher deutlich in den Sucher bekommt..!

+ .. je größer die "gefühlte" Brennweite (z.B. 500 mm), je besser für den Hasen ..

: -)

ciao,

euer "grosstadtmalocher32"

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