Optimaler Schlafkomfort für Kinder: Tipps für den Kauf von Kinderbettmatratzen

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Optimaler Schlafkomfort für Kinder: Tipps für den Kauf von Kinderbettmatratzen

Die Gesundheit eines Kindes hängt zum großen Teil von einem erholsamen Schlaf ab. In der Nacht regeneriert sich der kleine Körper umfassend und tankt Kraft für den neuen Tag. Aus diesem Grund ist die Schlafumgebung sehr wichtig und bedingt durch die passende Kinderbettmatratze. Die Schlafgewohnheiten von Kindern sind unterschiedlich. Je nach Alter benötigen sie jedoch zwischen 9 und 13 Stunden Schlaf. Babys schlafen sogar bis zu 16 Stunden am Tag auf ihrer Matratze. Diese Zahlen zeigen, wie wichtig die Qualität und Beschaffenheit der Matratze ist. Nur so bieten Sie ihrem Kind die benötigte Erholung. Dabei stellt sich die Frage, woran man eine gute Matratze erkennt und welches Modell man auswählen sollte. In diesem Ratgeber erfahren Sie mehr über die verschiedenen Materialien und Größen der Kinderbettmatratzen. Wir geben Ihnen wichtige Hinweise und Tipps, die Sie beim Kauf eines neuen Modells berücksichtigen sollten.

Baby-, Kinder- und Jugendbett: Welche Matratzenarten gibt es?

Viele Erwachsene schwören auf ihre Federnkernmatratze, um die Wirbelsäule im Schlaf zu stützen und das Körpergewicht gut abzufangen. Bei Babys und Kinder spielen diese Punkte noch keine große Rolle. Die Wirbelsäule ist noch gerade, da sich die Krümmung erst später ausbildet. Außerdem sind Kinder deutlich leichter und üben beim Liegen einen geringeren Druck auf die Matratze aus. Dennoch sollte sie dem kleinen Körper einen gewissen Halt bieten und gleichzeitig für Bewegungsfreiheit sorgen. Sehr weiche Matratzen lassen das Kind zu tief einsinken und erschwere die natürliche Bewegung im Schlaf. Bei zu harten Matratzen kann es zu Druckstellen kommen und sie stützen den Körper zu wenig.
Eine Faustregel besagt, dass Babys nicht mehr als zwei Zentimeter in die Matratze einsinken dürfen. Bei Kindern oder gar Jugendlichen muss das Modell deutlich mehr aushalten. Kinder hüpfen in ihrem Bett und bewegen sich viel. Eine festere Matratze hält dieser Belastung deutlich besser stand. Die beliebtesten Matratzen für Baby- und Kinderbetten sind Schaumstoffmatratzen. Anbei erhalten Sie einen Überblick über alle verfügbaren Materialien:

  • Schaumstoffmatratzen
  • Kokosmatratzen / Naturmatratzen
  • Latexmatratzen
  • Federkernmatratzen

Das Besondere an Kaltschaummatratzen und Schaumstoffmatratzen

Schaumstoffmatratzen bieten Eltern ein ausgewogenes Preis-Leistungs-Verhältnis. Sie bestehen aus sogenanntem Kaltschaum, der auch bei Matratzen für Erwachsene bekannt ist. Vorteil dieses Materials ist, dass sich nicht so viele Hausstaubmilben ansetzen. Andere Materialien sind davon schlimmer betroffen. Ein besonderer Milbenbezug ist hier also nicht nötig. Allerdings muss auf einen feuerfesten Bezug geachtet werden. Das Material gilt als sehr leicht entflammbar. Schaumstoff gilt als luftdurchlässig, hält den Körper warm und kann mit verschiedenen Liegezonen und Luftkammersystemen versehen sein. Sie sind deshalb auch für größere Kinder und jugendliche gut geeignet. Das Material passt sich dem Körper an, ohne ihn zu tief einsinken zu lassen. Schaumstoff ist zwar sehr elastisch, gibt es kindlichen Körper dennoch den gewissen Halt. Ein besonderer stabiler Lattenrost ist dann nicht mehr benötigt. Hier kann es sich auch um einen biegsamen Rost handeln. Achten Sie beim Kauf von Kindermatratzen aus Schaumstoff darauf, dass kleine Hohlräume eingearbeitet sind. So transportiert das Modell die Feuchtigkeit deutlich besser ab und bleibt atmungsaktiv.

Beim Kauf zwingend auf bedenkliche Schadstoffe achten

Im Gegensatz zu reinen Naturmatratzen können Schaumstoffmodelle mit chemischen Stoffen angereichert sein. Achten Sie beim Kauf deshalb auf eine gute Qualität und prüfen Sie die Inhaltsstoffe. Hochwertige Firmen verzichten beispielsweise auf einen optischen Aufheller des Materials. Der Schaumstoff ist hier deutlich dunkler. Ein zusätzlicher Tipp ist das Auslüften der Matratze. Viele enthaltene Stoffe verflüchtigen sich innerhalb von 24 Stunden. Vor dem Einsatz im Kinderbett sollten Sie die Matratze also gut auslüften lassen. Wichtig: Lüften Sie die Matratze nicht im Kinderzimmer aus.

Die Eigenschaften von Kokosmatratzen für Kinderbetten

Kokosmatratzen gelten als relativ fest, sind aber trotzdem flexibel und stützen den kleinen Körper. Kokos ist dabei ein Stoff aus reinen Naturfasern. Die Fasern selbst sind sehr borstig und müssen vor der Verarbeitung gereinigt und getrocknet werden. Außerdem gehört zu diesem Prozess ein Einlegen in Meerwasser, um Kokos robust und gleichzeitig elastisch zu machen. Noch mehr Flexibilität erhalten Sie mit einer Mischung aus Kokos und Kautschuk-Material. In der Fachsprache handelt es sich hier um eine latexierte Kokosmatratze, die gleichzeitig bequem und dennoch fest ist. Eine andere Kombination sind die Kokos-Latex-Matratzen. Sie sind ideal, wenn Sie die Matratze länger verwenden wollen. Dabei bestehen die Modelle aus zwei Schichten. Die eine Schicht ist aus Naturlatex gefertigt, während die andere eine Kokosschicht ist. Babys bettet man auf der Kokosschicht, damit sie nicht zu tief einsinken. Wichtig ist hierbei, dass die Matratze einen bestimmten Bezug bei allergiegefährdeten Kindern erhält. Wird das Kind älter, drehen Sie die Matratze einfach um. Es schläft dann auf der etwas weicheren und bequemen Seite aus Latex.

Diese Dinge sind bei einer Latexmatratze zu beachten

Nicht nur Kinder profitieren von einer Latexmatratze. Da es sich um ein nicht metallisches Material handelt, im Gegensatz zu Federkernmatratzen, sorgen die Modelle für ein besseres Schlafempfinden. Schlafstörungen lassen sich beispielsweise durch diese Matratzen vermeiden. Für Babys und Kleinkinder sind die Latexmodelle allerdings zu weich. Diese besonderen Matratzen werden erst ab einem Alter von drei Jahren empfohlen. Beim Kauf spielt die Bezeichnung der Matratze eine wichtige Rolle. Die meisten Hersteller verwenden den Begriff Naturlatex, obwohl es sich nicht um solchen handelt. Die Matratzen sollten deshalb mit einem speziellen Öko-Siegel ausgestattet sein. Von den Inhaltsstoffen her sollte die Matratze mindestens aus 95 Prozent Naturlatex bestehen.

Allgemeine Hinweise für Baby- und Kleinkindmatratzen

Neben der Beschaffenheit kommt es auf die Frage der richtigen Größe an. Hier gibt es ein Standardmaß von 70 cm x 140 cm. Manche Matratzen sind etwas kürzer und nur 120 cm lang. Von der Breite her sollten Sie ihrem Kind allerdings diesen Platz lassen. Eine Besonderheit stellen Matratzen für den Stubenwagen dar. Sie sind speziell zugeschnitten und können auch ovale Formen annehmen. Sobald das Kind über 1,20 Meter lang ist, sollten Sie auf eine größere Matratze umstellen. Achten Sie sowohl bei Bett als auch Matratze auf stabile Seitenkanten. Mit zunehmendem Alter werden Babys beweglicher und stellen sich gern im Bettchen hin. Die Seitenkanten sorgen dafür, dass Ihr Kind nicht gleich durch das Gitter abrutscht. Bei der Phase des Trockenwerdens kommt es auf einen waschbaren Bezug an. Schaumstoffmatratzen sind ohnehin weniger empfindlich für Feuchtigkeit und deutlich atmungsaktiv. Ein waschbarer Bezug schützt die darunterliegende Matratze vor Verunreinigung und unschönen Flecken. Sie müssen lediglich den Bezug waschen und können die Matratze in Gebrauch lassen.

Außerdem: Kindermatratzen sollten nicht verliehen oder noch einmal verwendet werden. Jedes Neugeborene benötigt seine eigene Matratze. War das Modell bereits in Gebrauch, ist es meist ausgelegen und bereits vorgeformt. Für ein Baby könnte diese Matratze schon zu weich sein und es zu weit einsinken lassen. Ein anderer Punkt ist die Hygiene, weswegen Matratzen nicht weitergereicht werden sollten.

Welche Unterschiede gibt es zu Matratzen für Jugendliche?

Als Jugendmatratzen zählen Modelle, die für Kinder ab 5 bis 10 Jahren geeignet sind. Die Kinder werden deutlich schwerer und haben andere Bedürfnisse an die Matratzen. Ein Modell für Erwachsene kommt dennoch nicht infrage. Mit der richtigen Matratze beugen Sie Haltungsschäden und Rückenproblemen vor. Jugendliche verbringen deutlich weniger Zeit im Bett und brauchen spezielle auf ihren Körper und Wachstumsphasen angepasste Modelle. Eine zu weiche Matratze schädigt in diesem Alter stark die Wirbelsäule. Je nach Wachstum des Kindes sind die Muskeln nicht immer zeitgleich mit dem Knochenwachstum ausgeprägt. Die Wirbelsäule kann demnach nicht immer komplett von den Muskeln gestützt werden. Diese Aufgabe übernimmt im Schlaf eine gute Matratze. Gerade größere Kinder brauchen deshalb ein festeres Modell, das gleichzeitig Stabilität aufweist. Kinder spielen und toben gern im Bett. Außerdem sind stabile Modelle wichtig, damit Füße und Hände nicht zwischen der Matratze und dem Bett eingeklemmt werden können. Die typische Doppel-S-Form nimmt die Wirbelsäule erst zwischen dem 8. und 10. Lebensjahr ein. Ist dieser Vorgang abgeschlossen, etwa ab einem Alter von 11 Jahren, kann auf eine Matratze für Erwachsene umgestiegen werden.

Auch für Kinder in diesem Alter bietet sich ein milbendichter Bezug an. So beugen damit der Allergiebelastung des Kindes vor. Zusätzlich zur Matratze sollten Sie auf einen stabilen Lattenrost achten. So bekommt die Matratze von unten her genügend Luft und es setzt sich keine Feuchtigkeit an.

Besondere Bezüge und Abdeckungen für die Matratzen

Neben dem milbendichten Bezug gibt es noch weiteres Zubehör für Kinderbettmatratzen. Nach dem Baby-Alter ist eine wasserabweisende Einlage unverzichtbar. Die ersten Nächte ohne Windel können dann getrost angegangen werden. Es handelt sich hierbei nicht um einen kompletten Gummibezug. Die Einlagen sind auf der einen Seite mit Baumwolle oder einem anderen wichen material beschichtet. Auf der anderen Seite sind sie wasserabweisend. Diese Seite wird nach unten auf die Matratze gelegt. Darüber folgt ein normales Bettlaken oder Spannbetttuch. Durch die Baumwollschicht schwitzt das Kind weniger auf der Unterlage und bemerkt diese kaum. Sie haben die Wahl zwischen Einmal-Unterlagen, die sie nach Gebrauch entsorgen, und waschbaren Unterlagen. Als vorteilhaft erweist es sich, zwei Unterlagen im Haushalt zu haben.

Im Winter gibt es für Kindermatratzen spezielle warme Bezüge. Sie bestehen aus Schurwolle und halten den Körper warm. Kinder decken sich während des Schlafs gern auf und benötigen deshalb die Wärme der Matratze umso mehr. Bei Babys achten Sie allerdings darauf, dass die Unterlage oder der Bezug nicht zu weich ist. Andernfalls versinkt der kleine Körper zu stark.

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