Optimaler Kraftstoffverbrauch mit einem intakten Luftmassenmesser

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Optimaler Kraftstoffverbrauch mit einem intakten Luftmassenmesser

Ein eigenes Auto ist für viele Menschen wichtig, beispielsweise um zur Arbeit zu kommen oder um ganz einfach unabhängig zu sein. Doch ein eigenes Auto zu besitzen ist mit vielen Kosten verbunden. Da müssen Steuern gezahlt werden, die Kfz-Versicherung, außerdem hin und wieder Reparaturen, die nicht immer billig ausfallen, und vor allem der Kraftstoffverbrauch stellt einen großen Posten dar.
Darum ist für Mensch - und Umwelt - Sprit sparen wichtig. Hierzu braucht es gute Technik, beispielsweise einen intakten Luftmassenmesser. Wie dieser Ihnen beim Kraftstoff sparen hilft, lesen Sie auf im Folgenden.

Technische Einführung: Was ist ein Luftmassenmesser?

Zuerst einmal ist der Luftmassenmesser - abgekürzt LMM - nichts anderes als ein Sensor, was mit dem Wort „Messer" auch schon angedeutet wird. Gemessen wird die Luft oder vielmehr die Luftmasse. Besser ausgedrückt, misst der Luftmassenmesser den sogenannten Massestrom. Der Massestrom ist die Masse in der strömenden Luft in einer gewissen Zeit. Vereinfacht ausgedrückt misst der Luftmassenmesser den in der Luft enthaltenen Sauerstoff. Sauerstoff braucht ein Verbrennungsmotor ebenso wie wir Menschen, quasi zum Atmen. Oder besser: zum Verbrennen des Kraftstoffs in den Zylindern. Und was man messen kann, kann man ebenso regeln und steuern.

Praktischer Einblick: Was der Luftmassenmesser bewirkt

In modernen Autos wird vieles über die Technik - beziehungsweise über die Elektronik - geregelt. Beispielsweise die Einspritzanlage, die gegenüber einem klassischen Vergaser mehr Leistung bei weniger Verbrauch verspricht. Gesteuert wird diese Einspritzanlage über das Motormanagement respektive das entsprechende Motorsteuergerät. Eben das lässt sich Daten vom besagten Luftmassenmesser übermitteln und regelt anhand dieser Informationen seine Einstellungen.

Beispielsweise verrät das Steuergerät über den Luftmassenmesser Daten wie Luftmenge, Temperatur oder Druck der angesaugten Luft. Daher ist der Sensor auch direkt im Ansaugtrakt verbaut, genauer mittig im Inneren des Ansaugrohrs, das den Motor mit dem nötigen Sauerstoff beliefert. Damit ist der Luftmassenmesser quasi zwischen Luftfilter und Zylinder eingebaut, einige Steckerverbindungen übernehmen die Datenübertragung zum Steuergerät.
Eingesetzt wird der Luftmassenmesser übrigens bei einem Dreizylinder ebenso wie bei einem V8-Motor, ebenso Benziner wie Diesel. Gleiches gilt für aufgeladene Verbrenner mit Abgasturbo, bei denen der Sensor zumindest anfangs allerdings eine höhere Ausfallrate zeigte. Wahrscheinlich sind diese überdurchschnittlichen Defekte im Vergleich zum Sauger auf höhere Temperaturen und Drücke zurückzuführen, die bei Turbomotoren unweigerlich entstehen.

Gefahr: Was kann den Luftmassenmesser beschädigen

Da der Sensor mitten im Ansaugrohr verbaut ist, unterliegt das Bauteil gewaltigen Kräften. Tatsächlich sind es vor allem Einflüsse von außen, die den Luftmassenmesser schädigen können.

Wenn beispielsweise die Ansaugluft nicht mehr richtig gefiltert wird, wirken enthaltene Schmutzpartikel wie Schleifpapier auf den Sensor. Feuchtigkeit, die ebenfalls in der Ansaugluft enthalten ist, wirkt ebenfalls lebensverkürzend auf den Luftmassenmesser. Eventuell tritt über das Kurbelwellenghäuse auch Öl ein und schließlich kann die Elektronik versagen. Gerade beim Diesel sind es außerdem die typischen Schwingungen, die dem Sensor zu schaffen machen.

Stellt der LMM seinen Dienst ein, ist das meist an drei Symptomen zu bemerken - zum einen an einem Leistungsverlust. Arbeitet der Luftmassenmesser nicht mehr, kann das Steuergerät den ganzen Arbeitsablauf im Motor nicht mehr exakt regeln. Kurzum: Das Management des Motors versagt. Neben dem Verlust an Leistung wird der Motor daher außerdem mit einem unrunden und unsauberen Lauf zu kämpfen haben. Drittes Anzeichen für einen defekten Sensor ist schließlich ein steigender Verbrauch. Auch der ist wieder mit den fehlenden Messungen erklärt, die der Motorsteuerung nicht mehr zur Verfügung stehen. Möglicherweise treten sogar Probleme mit dem Getriebe auf.

In jedem Fall lohnt fachmännischer Rat. Profis haben entsprechende Messgeräte, zumal ein spezieller Fehlerspeicher prompt den Fehler verrät. Eine Computerauswertung identifiziert das Problem also auf die Schnelle, während die eigentliche Fehlerbehebung etwas länger dauert.

Selbsttest: Defekten LMM mit einem Multimeter bestimmen

Mit einem sogenannten Multimeter zur Messung von elektrischen Spannungen oder Widerständen können Sie einen defekten Sensor ohne teure Computerausrüstung selbst erkennen. Hierzu messen Sie die Steuerspannung direkt am LMM, worauf der Multimeter verschiedene Werte anzeigen müsste. Da diese vom verbauten Luftmassenmesser, der Steckerverbindung sowie Ihrem Modell abhängen, können hier leider keine konkreten Zahlen genannt werden. Schauen Sie in das Handbuch Ihres Autos oder suchen Sie die entsprechenden Daten im Internet. Auch wie Sie korrekt messen müssen, wird Ihnen in speziellen Autoforen verraten. Eventuell hilft ein Anruf beim Hersteller Ihres Fahrzeugs.

Der Defekt sollte jedenfalls so schnell wie möglich behoben werden. Denn mehr Verbrauch kostet Geld, wobei das Mehr an Kraftstoff ganz unterschiedlich ausfallen kann und bei einem V8 mit 400 PS größer als bei einem kleinen 55-PS-Motor ist. Trotzdem gilt es zu handeln, schließlich werden wegen dem kaputten Luftmassenmesser mehr Schadstoffe emittiert, die unweigerlich mit einem höheren Verbrauch einhergehen.

Simpler Austausch: Luftmassenmesser selbst wechseln

Reparieren macht übrigens meist weniger Sinn, da der Luftmassenmesser ein hochsensibler Sensor ist. Zwar gibt es Meldungen im Netz, wie Sie den LMM mit Bremsenreiniger säubern können, der Erfolg auf Dauer scheint aber fraglich. Obendrein ist ein neuer Sensor nicht wirklich teuer. Für ein entsprechenden Ersatzteil müssen Sie mit 25 bis rund 100 Euro rechnen und der eigentliche Austausch des LMMs gelingt den meisten in Eigenarbeit.
Da der Luftmassenmesser zwischen Luftfilter und Drosselklappen sitzt, wird er in der Regel als komplettes Rohrstück angeboten. Bei manchen Modellen ist der LMM sogar direkt im Luftfilter verbaut. Der Austausch des Bauteils kann daher je nach Modell abweichen. In der Regel dürfte die folgende, grobe Anleitung aber zur Einführung genügen.

Zuerst lösen Sie die Klammern des Luftfilterdeckels. Danach müssten Sie bereits den Stecker des LMM abziehen können, ebenso die Schlauchklemmen rechts und links vom Sensor. Schon können Sie den alten Luftmassenmesser entfernen und gegen den neuen austauschen. Beim Einbau des LMM gilt es zweierlei zu beachten: erstens die richtige Einbaurichtung, zweitens die passenden Nuten und Nasen von Lüftungsschlauch und Luftmassenmesser. Danach befestigen Sie die Schlauchklemmen wieder, ebenso Stecker und Luftfilterdeckel. Damit ist der gesamte Austausch schon erledigt.

Schwer ist die Reparatur jedenfalls nicht und an Werkzeug dürften Ihnen Schraubendreher und eine Zange reichen. Etwas problematisch für ungeübte Bastler könnte die Schlauchklemme oder Schlauchschelle werden, deren Montage etwas Fingerspitzengefühl erfordert. Kleiner Tipp: Besorgen Sie sich vor der Reparatur zwei neue Schlauchschellen mit mindestens acht Zentimeter Durchmesser, um notfalls passenden Ersatz zur Hand zu haben.

Ansonsten dürften Sie kaum etwas falsch machen können, bis auf die richtige Einbaurichtung. Legen Sie hier besondere Obacht drauf. Machen Sie nichts mit Gewalt. Und geht es gar nicht voran, nehmen Sie fachmännische Hilfe in Anspruch.

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