On the road again – worauf Sie beim Kauf von Lkw-Standmodellen achten sollten

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On the road again – worauf Sie beim Kauf von Lkw-Standmodellen achten sollten

„Get your kicks on Route 66“ – der amerikanische Traum, in seinen Truck zu steigen und einfach kilometerweit gen Westen zu fahren, dürfte jedem hin und wieder zusprechen. Doch warum in die Ferne schweifen, wenn das Glück so nahe ist? Lkw-Führerschein, der dazugehörige Lastwagen – all das kann das Konto zu sehr belasten. Und doch: Wer einmal den leistungsstarken Brummis verfallen ist, den lassen sie nicht mehr los. Wie gut, dass es eine preis- und platzsparende Alternative gibt. Mit detailverliebten Standmodellen in kleinerem Maßstab kann sich jeder, der bereit ist etwas Zeit und Platz zu investieren, seinen ganz persönlichen Lkw-Traum verwirklichen.

Wir zeigen Ihnen in diesem Ratgeber, was die Faszination von Lkw-Standmodellen ausmacht, worauf Sie beim Kauf von Modellen achten sollten und wie Sie Ihre Modelle am besten in Szene setzen.

Faszination Lastkraftwagen

Ein Kindheitstraum für die einen, ein echter Lebensinhalt für die anderen: Sammler von Lkw-Standmodellen sind aus den unterschiedlichsten Gründen auf den Lkw gekommen. Während die einen bereits von Kindesbeinen an die großen Maschinen bewundert haben, kommen andere erst durch die Spielzeug-Lkws ihrer eigenen Kinder auf die Sammlerleidenschaft. Ganz egal, aus welcher Richtung Fans ihre Begeisterung ziehen, die Faszination ist die gleiche. Starke Maschinen nachgebildet in Miniaturformat – das ist ein Gegensatz, der begeistert.

Man unterscheidet bei Sammlern von Miniatur-Lkws zwischen reinen Sammlern und solchen, die ihre Modelle in mühevoller Kleinarbeit selbst zusammenbauen oder verschönern. Mit viel Liebe zum Detail sind jedoch alle Fans der Lkw-Standmodelle gesegnet. Die Faszination beschränkt sich dabei in den wenigsten Fällen auf die Lkws allein. Viele leidenschaftliche Sammler geben sich bei der Präsentation ihrer Modelle ebenfalls größte Mühe. Edle Vitrinen, Regale oder aufwendige Dioramen mit Landschaften und Figuren sind dabei besonders beliebt.

Darauf sollten Sie beim Kauf von Lkw-Standmodellen achten

Eine Sammlung von Lkw-Standmodellen aufzubauen, ist Leidenschaft und Wissenschaft zugleich. Denn neben der emotionalen Ebene gibt es auch praktische Komponenten, die zu beachten sind. So sollte man sich zum Beispiel die Frage stellen, ob man seine Sammlung spezifizieren oder möglichst breit gefächert anlegen möchte. Es gibt Sammler, die sich auf einen bestimmten Hersteller spezialisieren oder solche, die Lkws einer bestimmten Epoche favorisieren. Je nach Gewichtung erhalten Sie durch Ihre Sammlung unterschiedliche Einblicke. Während breit angelegte Sammlungen einen schönen Überblick über Trends und Entwicklungen bieten, sind spezialisierte Sammlungen gerade für Kenner interessant. Hier können selbst kleine technische Entwicklungen in Konstruktion und Design nachgewiesen werden.

Die häufigsten Sammlerkriterien richten sich entweder nach den jeweiligen Vorbild-Typen, den Modellherstellern und/oder der Maßstabsklasse.

Sie sehen, bereits vor dem Kauf eines Lkw-Standmodells sind einige Dinge zu beachten. Dazu gehört auch die Frage, wie viel Zeit und vor allem Platz Sie Ihrem Hobby widmen können und möchten. Denn eine umfangreiche Lkw-Sammlung kann schnell einen Großteil eines Zimmers einnehmen.  Wir möchten Ihnen in den folgenden Punkten einige wichtige Hinweise und Tipps an die Hand geben, auf die Sie beim Kauf von Lkw-Standmodellen achten sollten.

Standmodelle versus Modell-Lkws

Wer noch am Anfang seiner Sammlerleidenschaft steht, der kann bei diesen Begriffen schon einmal durcheinander kommen. Standmodelle sind nicht funktionstüchtige Nachbildungen eines Fahrzeuges. Das heißt genauer, dass sie in der Regel keine beweglichen Reifen und Kleinteile aufweisen. Das hebt sie ganz klar ab von Spielzeug-Lkws, die mit beweglichen Reifen und zum Teil auch Türen und Klappen ausgestattet sind. Das gleiche gilt für Modell-Lkws, die ebenfalls unter Sammlern sehr beliebt sind. Diese sind ebenfalls voll funktionstüchtig, können fahren und betrieben werden.

Gemeinsam ist den beiden Modellarten, dass sie dem Original möglichst genau nachempfunden sind. Einen etwas anderen Schwerpunkt haben sogenannte „Matchbox-Autos“.  Diese kleinen Fahrzeuge orientieren sich eher frei an einem Vorbild und sind mit fantasievollen Zusätzen versehen. Bei diesen Fahrzeugen im Streichholzschachtel-Format steht eindeutig der Spielspaß für Kinder im Vordergrund.

Bevor Sie Ihre Sammlung also erweitern, sollten Sie sich für eine dieser Varianten entscheiden, um Ihre Sammlung einheitlich zu halten. Selbstverständlich ist das jedoch ganz Ihnen überlassen.

Die wichtigsten Hersteller für Lkw-Standmodelle im Überblick

Wer sichergehen möchte, detailgetreue und hochwertige Standmodelle zu erwerben hat genau zwei Möglichkeiten. Als Kenner der Fahrzeuge kann man über die Gestaltung und das Design des Modells gut erkennen, ob es sich um eine realistische Nachbildung handelt. Wer mit den kleinen Details des Originals jedoch weniger bewandert ist, sollte sich auf den guten Ruf namhafter Hersteller verlassen.

Eine Besonderheit beim Sammeln von Fahrzeugmodellen ist, dass die Hersteller je nach Maßstab stark variieren. In der Regel konzentriert sich eine Firma in ihrer Produktion auf Fahrzeuge mit einem bestimmten Maßstab. Im nächsten Unterpunkt werden Sie mehr dazu erfahren. Zunächst sei gesagt, dass der übliche Maßstab für Lkw-Modelle bei 1:87 liegt. Das hat folgende Bewandtnis: Während Automodelle in Maßstäben bis zu 1:18 hergestellt werden können, würde ein Lkw dieses Maßstabs als Sammlerobjekt in kaum einem Wohnzimmer Platz finden. Aus diesem Grund bezieht sich unsere Markenauswahl auf Hersteller, die sich auf den Maßstab 1:87 festgelegt haben.

Wir möchten Ihnen im Folgenden die 5 wichtigsten Modellhersteller vorstellen. Dies sind

Brekina ist dabei einer der größeren deutschen Hersteller für Automodelle im Maßstab 1:87. Bisher beschränkt sich Brekina auf Modelle nach Vorbildern der 1930er bis 1980er. Nostalgiker und Fans älterer Fahrzeuge finden hier detailgetreue Nachbildungen der mittlerweile zu Oldtimern gewordenen Fahrzeuge. Gerade Omnibusse, Kleintransporter und Lkws von Brekina wurden lange Zeit hauptsächlich nach deutschen Vorbildern hergestellt. Seit etwa 2002 wurden jedoch zunehmend mehr Modelle nach Vorbildern anderer westeuropäischer Hersteller ins Programm aufgenommen. Zu den Autoherstellern gehören: Peugeot, Alfa Romeo, FIAT, Volvo, Saab, Scania-Vabis, Rover und Austin. Transporter und Lkws werden häufig mit ausländischen Beschriftungs- und Bedruckungsvarianten angeboten.

Die deutsche Firma Busch stellt neben Modellen auch Zubehör zum Bau von Dioramen her. Wer auf eine eher nostalgisch ausgelegte Lkw-Sammlung setzt und möglicherweise gleich ein passendes Diorama bauen möchte, wird hier fündig.

Modelle der Marken Herpa, Rietze und Wiking

Das bayrische Unternehmen Herpa ist einer der größten deutschen Hersteller von Automodellen und hat viele Maßstäbe im Angebot. Nach Herpa-Angaben werden die Modelle nach den Originalplänen der Autohersteller produziert, was eine besonders realitätsnahe Darstellung ermöglicht. Neben fertigen Modellen bietet Herpa auch unmontierte Pkw- und Lkw-Modelle an, die vor allem Modellbauer ansprechen. Diese Modelle sind deutlich günstiger als die fertig zusammengebauten Varianten. Eine Besonderheit bildet das Herpa-typische Stecksystem: Sämtliche Teile werden nicht geklebt, sondern gesteckt. Dies macht den Formenbau einzelner Bestandteile deutlich schwieriger, macht den einfachen Umbau der Modelle jedoch auch erst möglich. Mit dieser Technik konnte Herpa im Modellbau gerade unter den Umbauern große Erfolge erzielen.

Das mittelständische Unternehmen Rietze Automodelle GmbH &Co. KG wurde bereits 1970 in Nürnberg gegründet und produziert ausschließlich in Deutschland. Gerade im Bereich Omnibusse im Maßstab 1:87 ist das Unternehmen besonders erfolgreich. Die Firma produziert auch Werbemodelle namhafter Autohersteller, wie zum Beispiel Opel.

Wiking Modellbau GmbH & Co KG ist einer der ältesten und bekanntesten Hersteller für Auto- und Lkw-Modelle. Bereits seit Ende der 1930er Jahre stellt das Unternehmen Modellprodukte aus Kunststoff her. Die Firma stellte unter anderem Werbemodelle für Volkswagen her.

Alles in Relation – der richtige Maßstab ist entscheidend

Wie bereits erwähnt werden Lkw-Standmodelle in unterschiedlichen Maßstäben produziert. Aufgrund der großen Originale hat sich hier der Maßstab 1:87 durchgesetzt. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass Sammlerobjekte dieser Größe relativ einfach unterzubringen sind.

Der Maßstab 1:87 stammt ursprünglich aus dem Modelleisenbahnbau und entspricht auch heute noch der Nenngröße H0. Vor allem im deutschsprachigen Raum hat sich diese Größe zu einem eigenständigen Sammelgebiet entwickelt. Die Modelle dieser Größenordnung bestehen meist aus Kunststoff, erst seit etwa 2000 werden auch vermehrt Modelle aus Metall hergestellt.

Weitere gängige Maßstäbe sind 1:64 und 1:43. Letztere ist dabei der Maßstab mit der größten Auswahl an Modellen und insgesamt gesehen auch der größten Sammlergemeinde. Auch international gehört der Maßstab 1:43 zu den beliebtesten Maßstäben für Modellautos. Beachten Sie jedoch, dass Lkw-Standmodelle in diesem Maßstab bereits relativ groß sind.

Eine Typ-Frage: Lkw-Standmodelle sammeln oder selber bauen

Wer Lkw-Standmodelle sammelt und liebt wird schnell auf die Idee kommen, sich einen Lkw selbst zusammenzubauen. Hersteller wie etwa Herpa bieten hierfür fertige Sets an, die mit Zubehör beliebig erweitert werden können. Hier kommt es darauf an, was Sie von einem Modell erwarten. Namhafte Hersteller haben Zugang zu Originalinformationen, die Sie als Privatperson nicht haben können. Originalgetreue Darstellungen bis ins Detail sind daher selbst nur schwer herzustellen. Dazu gehört neben den relevanten Informationen der Original-Vorbilder nämlich auch einiges an technischem Geschick und vor allem: Übung.

Wer jedoch den Weg als das Ziel ansieht und einfach Spaß daran hat, sich seinen Lieblings-Lkw selbst zusammenzustellen und zu gestalten, für den sind Modellsätze zum Selberbauen genau das Richtige.

Abschließende Tipps und Tricks zur Aufbewahrung von Lkw-Standmodellen

Wer plant, eine Sammlung von Lkw-Standmodellen aufzubauen, der sollte sich frühzeitig über die Unterbringung Gedanken machen. Denn kostspielige Sammlerstücke sollten auch dementsprechend präsentiert werden. Dabei gibt es einige Möglichkeiten. Die erste ist relativ einfach und besteht darin, die Lkw-Standmodelle in ihrer Originalverpackung zu belassen. Diese Art der Präsentation ist zwar wenig glamourös, aber dafür umso praktischer. Denn der Wert eines Modells ist nur dann besonders hoch, wenn die Originalverpackung noch vorhanden ist. Wer also nicht genug Platz hat, die Boxen separat aufzuheben, schlägt so zwei Fliegen mit einer Klappe.

Die deutlich aufwendigere Variante ist die Unterbringung in speziellen Vitrinen. Diese besonders formschöne Lösung sollte jedoch gut geplant werden. Eine weitere Möglichkeit ist die Unterbringung in komplexen Dioramen. Diese Variante bringt jedoch einen großen Arbeitsaufwand mit sich, den passionierte Modellbauer natürlich gerne auf sich nehmen.

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