Ölverschmiert war gestern: Handwaschpasten für Reinigung und Pflege

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Ölverschmiert war gestern: Handwaschpasten für Reinigung und Pflege

Autoschrauber und Motorradfans kennen das Problem: Nach einer Reparatur sind die Hände stark verschmutzt und ölverschmiert. Mit Wasser und einer normalen Seife sind diese Verunreinigungen nur sehr schwer zu beseitigen. Der Dreck zieht porentief in die Haut ein und benötigt stärkere Reinigungsmittel. Abhilfe schaffen spezielle Waschpasten. Sie sind für diesen Zweck entwickelt worden und kommen in verschiedenen Industriezweigen zum Einsatz. Mit normaler Seife kommen Sie bei diesem Dreck nicht weit.

Der Automobilbranche entstammt deshalb der Waschsand. Es handelt sich hierbei um eine dickere Paste, die mit kleinen Sandkörnern durchsetzt ist. Sie reibt den Schmutz und die betroffenen Hautpartikel direkt von der Hand herunter. Trotz effektivem Einsatz gibt es deutlich mildere Waschpasten, die schonend zur Haut reinigen. Verschieden große Substanzen holen den Dreck aus den Poren der Haut und bilden gleichzeitig einen rückfettenden Schutzfilm. Somit ist die Haut nicht nur gereinigt, sondern nach der Beanspruchung gleichzeitig gepflegt. In den folgenden Absätzen erfahren Sie mehr über die verschiedenen Arten von Waschpasten. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie beim Kauf des richtigen Reinigungsmittels achten sollten.

Handwaschpasten – Definition und Aufgaben der Reinigungsmittel

Handwaschpasten sind je nach Inhaltsstoffen recht weich bis vergleichsweise fest. Die Pasten mit einer hohen Reinigungsleistung wirken sehr sandig, wobei Sand nur bei sehr günstigen oder älteren Produkten noch zu den Bestandteilen gehört. Nutzen Sie die Handwaschmittel zur intensiven Reinigung nach stark schmutzigen Arbeiten. Der Vorteil hierbei: Die Pasten sorgen nicht nur für eine gründliche, sondern auch sichtbare Entfernung des Schmutzes. Selbst bei Arbeiten mit Ölen oder dunklen Fetten bleiben keine Verfärbungen auf der Haut mehr zurück. Gerade Schmierfett oder Öle halten sich sehr hartnäckig und sind mit einer normalen Seife nicht zu entfernen. Verschiedene Beigaben in den Reinigungsmitteln unterstützen deren Leistungsfähigkeit.

Wirkungsweise und Inhaltsstoffe

Bei besonders groben und harten Partikeln in der Waschpaste sorgt diese für eine Art Peeling. Abgestorbene und verfärbte Hautschuppen lassen sich darüber lösen und entfernen. Achten Sie bei dieser Sorte jedoch auf eine anschließende Pflege. Die Haut könnte durch sehr grobe Pasten stark gereizt sein und benötigt dann pflegende und fettende Substanzen zur Regeneration. Je nach Art der Handwaschpaste ist Sand, geriebener Bimsstein, Holzmehl, Walnussmehl oder Kunststoff enthalten. Die meisten Grundstoffe moderner Reinigungsmittel lassen sich synthetisch herstellen. Sie kommen daher ohne intensive Seife oder Stoffe aus, die den ph-Wert der Haut schädigen oder sie angreifen. Hochwertige Pasten sind klinisch getestet und mit einem entsprechenden Siegel versehen. Sie helfen gegen alle Industrieverschmutzungen und dienen mit den rückfettenden Stoffen gleichzeitig dem Hautschutz. Je milder die Pasten sind, desto eher kommen Sie auf Dauer zum Einsatz. Professionelle Handwaschpasten dürfen jeden Tag zur Reinigung aufgetragen werden.

Verschiedene Handwaschpasten für unterschiedliche Verschmutzungen – von leicht bis stark

Die hochwertigen Handwaschpasten gibt es in drei unterschiedlichen Abstufungen, die sich nach dem Grad der Verschmutzung richten. Unterschiedlich sind hier die Inhaltsstoffe, die sich genau den jeweiligen Verschmutzungen anpassen. Zusätzlich haben die Pasten eine pflegende Wirkung. Achten Sie beim Kauf deshalb auf die Zusammensetzung. Die wenigsten Waschpasten sind noch mit Sandkörnern versehen. Diese sorgen zwar für eine hochwertige Reinigungsleistung, schädigen jedoch die obere Hautschicht. Deutlich milder und ebenso effektiv sind die Waschpasten mit synthetischen Materialien. Anbei erhalten Sie einen kleinen Überblick über die verschiedenen Waschmittel:

Hautfreundliche Waschpasten für eine mittlere Verschmutzung der Hände

Während bei leichten Verschmutzungen noch herkömmliche Seife zum Einsatz kommt, reicht diese bei öligen und schmierigen Schmutzresten nicht mehr aus. Hier greifen Sie auf hautfreundliche und milde Handreiniger zurück. Sie enthalten eine Mischung aus Tensiden, Holzmehl und rückfettenden Mitteln zum Hautschutz. Weichholzmehl besitzt eine sehr milde Reibwirkung und dient als effektives Reinigungsmittel bei normalen bis mittleren Verschmutzungen. Staub, Öle und Fette der Industrie lassen sich schonend von der Haut entfernen. Gleichzeitig pflegen die rückfettenden Substanzen die obere und angegriffene Hautschicht. Achten Sie beim Kauf auf angepasste pH-Werte, um den Säureschutzmantel der Haut nicht zu beschädigen oder zu mindern. Die meisten Handwaschpasten in dieser Sparte sind dermatologisch getestet und für den Dauergebrauch nutzbar. Sie sollten deshalb alkali- und lösemittelfrei sein.

Effektive Waschpasten für starke Verschmutzungen durch Öle und Fette

Die Handwaschpasten für starke Verschmutzungen bestehen aus einem feinkörnigen Bimsstein-Mehl oder Spezialholzmehl. Kombiniert mit Tensiden und Rückfettungsmitteln erhalten Sie eine konzentrierte Waschkraft. Kleine Partikel sorgen dabei für eine porentiefe Reinigung und bekämpfen starke Industrieverschmutzungen und Verfärbungen auf der Haut. Die kleinen Partikel in der Paste erzeugen einen milden Reibe-Effekt, um den Schmutz zu lösen. Gleichzeitig verhindern Sie kleinste Verletzungen auf der Haut, die beispielsweise Sandkörner hinterlassen würden. Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Paste alkalifrei und schwach sauer eingestellt ist. Der leicht saure Schutzmantel der Haut bleibt damit bestehen und wird nicht weiter angegriffen. Die rückfettenden Substanzen pflegen die Haut bereits beim Waschen. Experten empfehlen jedoch eine gründliche Pflege auch nach der Anwendung der Paste.

Sehr starke Verschmutzungen mit der richtigen Waschpaste entfernen

Bei sehr starken Verschmutzungen benötigen Sie eine deutlich effektivere Waschpaste. Sie sollte aus Tensiden und einem feinporigen Reibemittel bestehen. Während ältere Waschpasten mit kleinen Sandkörnern versetzt wurden, kommen heute Kunststoffkugeln zum Einsatz. Sie erweisen sich als deutlich milder gegenüber der Haut und bieten die gleiche Reinigungsleistung. Der eingesetzte Kunststoff besitzt eine gleichmäßige Körnung und löst selbst hartnäckige Verschmutzungen effektiv auf der Haut. Die obere Hautschicht bleibt dabei intakt und wird nicht stark beschädigt. Es handelt sich um ein spezielles hautschonendes Kunststoffreibemittel, das sowohl toxikologisch als auch ökologisch unbedenklich zum Einsatz kommen kann. Nicht nur Fette und Öle löst dieses Mittel problemlos. Auch Staub, Rußpartikel und Graphit lassen sich gut von der Haut abwaschen. Gleichzeitig bleibt es eine milde Waschpaste mit neutralem pH-Wert. Nur mit zusätzlich rückfettenden Substanzen sind diese starken Reinigungspasten auch für den Dauergebrauch einzusetzen. Einer täglichen Reinigung steht dann nichts mehr im Weg. Die Paste sollte außerdem formaldehyd-, sand- und alkalifrei sein, um die Haut bestens zu schonen.

Gebrauchshinweise: So wenden Sie die Waschpaste richtig an

Feuchten Sie die verschmutzten Hände ein wenig an, bevor Sie die Paste auftragen. Damit erreichen Sie bereits das Abspülen von leichten Staubpartikeln. Am besten lässt sich die Waschpaste einem entsprechenden Spender entnehmen. Der Vorteil hierbei: Sie kann deutlich besser dosiert werden und die Verschmutzungen am Waschbereich halten sich in Grenzen. Nach dem Einreiben sollten sich erste Schmutzbereiche angelöst haben. Geben Sie erneut etwas Wasser zur Paste hinzu und reiben Sie an hartnäckig verschmutzen Stellen etwas härter. Anschließend sind die Hände gut abzuspülen und sorgfältig abzutrocknen. Erst jetzt erkennen Sie, ob die Paste ausreichend war. Ist das nicht der Fall, folgt ein zweiter Waschgang mit einer stärkeren Waschpaste. Nach dem Waschen ist ein Auftragen von Hauptpflegemitteln empfohlen. Viele Waschpasten besitzen zwar rückfettende Eigenschaften, die jedoch nicht für einen optimalen Schutz der Haut ausreichen. Hier können Sie sich nur auf zusätzliche Substanzen verlassen, beispielsweise Bienenwachs.

Was gegen das Eintrocknen hilft

Ist die Waschpaste eingetrocknet, muss sie nicht weggeworfen werden. Die meisten Pasten sind etwas zäher in der Konsistenz und längst nicht mit der Flüssigkeit von Seife zu vergleichen. Mit der Zugabe von etwas Wasser lassen sich eingetrocknete Pasten wieder geschmeidig bekommen. Für den Heimgebrauch bieten sich die Reinigungsmittel in kleineren Tuben oder Dosen an. Sie trocknen so deutlich langsamer aus und lassen sich lange verwenden. In der Industrie kommen Spender für die Handwaschpasten zum Einsatz. Diese lohnen sich jedoch nur, wenn ein regelmäßiger Gebrauch der Pasten vorliegt.

Waschpasten sind für die Hände gemacht

Vor dem Gebrauch auf anderen Hautregionen sind die Hinweise zu beachten. Nur sehr milde Waschpasten lassen sich am restlichen Körper oder im Gesicht verwenden. Die Haut im Gesicht ist deutlich empfindlicher und reagiert gereizt auf zu starke Pasten. Verwenden Sie hier nur milde Pasten mit Holzmehl oder Walnussmehl. Geben Sie niemals eine Paste mit Sand in das Gesicht. Doch Vorsicht: Schleimhäute sind generell vor den Pasten zu schützen. Durch die starke Reinigungsleistung und die kleinen Partikel sind sie reizend gegenüber Schleimhäuten. Sollte die Paste beispielsweise an Augen, Nase oder Mund gelangen, waschen Sie diese Partien gründlich und entfernen jeden Rest der Paste.

Hausmittel – kann man Handwaschpaste selbst herstellen?

Effektive Handwaschpasten kommen auch bei Heimwerkern oder Hobby-Bastlern zum Einsatz. Eine kleine Dose oder eine Tube genügt oftmals für den Heimgebrauch. Ist keine effektive Paste zur Hand, lässt sich das Reinigungsmittel selbst herstellen. Hierfür benötigen Sie Sägemehl, Schmierseife und etwas Wasser. Vermischen Sie die genannten Zutaten gut und achten Sie darauf, dass es eine dickere Konsistenz ergibt. Danach muss die selbst vermengte Paste gut austrocknen. Im Gegensatz zu industriell gefertigten Pasten ist dieses Waschmittel eher trocken. Beim Waschen müssen Sie die Hände erst anfeuchten und dann die Paste auftragen. Dieses Hausmittel erweist sich als sehr ergiebig und ist gleichzeitig schonend zur Haut. Bei sehr starken Verschmutzungen müssen Sie jedoch auf professionelle Mittel zurückgreifen.

Öle und Fette lassen sich auch mit einem anderen Hausmittel lösen. Hierfür kommt eine Rezeptur mit Kaffee und Spülmittel zum Einsatz. Vorteilhaft ist, dass sie keine Paste vorher anrühren müssen. Vermengen Sie einfach Spülmittel und Kaffeesatz auf ihren Händen. Feuchten Sie dabei die Hände vorher mit etwas Wasser an. Dann kommen Kaffeepulver und Spülmittel zum Einsatz. Das Spülmittel besitzt hierbei eine fettlösende Wirkung. Das Kaffeepulver übernimmt den Peeling-Effekt und holt selbst grobe Verschmutzungen aus den Poren der Haut. Achten Sie auch beim Einsatz dieser Rezeptur darauf, die Haut anschließend zu pflegen. Nur so wahren Sie den Säureschutzmantel der Haut.

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