Oldies forever: beliebte Einzelinterpreten

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Oldies forever: Beliebte Einzelinterpreten

Sie sind weder Genre noch Musikstil, doch unter diesem Oberbegriff findet sich eine Vielzahl von Titeln der unterschiedlichsten Richtungen. Für die Vokabel „Oldies" existiert nicht einmal eine passable deutsche Übersetzung. Das geflügelte Wort „Evergreen" ist ebenfalls ein englischer Begriff, aber wer nennt hierzulande die alten und immer wieder gehörten Titel der Popmusik schon „Immergrün"? „Oldies but Goldies" lautet ein bekannter Slogan. Frei übersetzt bedeutet das: „Alte aber goldene Stücke". Vielleicht sollte es besser nicht „aber" heißen, sondern „gerade deswegen". Die Antwort darauf, was überhaupt zu den alten Songs gehört, dürfte - zumindest zum Teil - altersabhängig sein. Denn hier geht es an dieser Stelle um Liedgut, das allgemein als zur Kategorie „Oldies forever" gehörend wahrgenommen wird. Viele Bands haben diese Ära geprägt, aber natürlich auch einzelne Interpreten. Sie schufen Melodien, die zum Mitsummen verleiten und Texte, die man bereits nach einmaligem Hören mitsingen kann. Finden Sie hier einige Tipps, um Ihren Lieblingsinterpreten wieder zu begegnen und vielleicht Neues zu entdecken, das Ihre Vorliebe für die Musik aus der „guten, alten Zeit" bereichert.

Auch unter Musikexperten ist nicht geklärt: Oldies - was ist das?

Durchstöbert man die verfügbaren Quellen, lässt sich eine allgemeingültige Definition nicht finden. Schnell kommt man dahinter, dass jeder wohl etwas anderes im Ohr hat, dass es zumindest Unterschiede gibt im Repertoire. Ähnlichkeiten und Überschneidungen kommen vor. Bei manchen Interpreten und ihren Songs werden Sie zustimmend nicken, wenn Sie sie hören, andere betrachten Sie vielleicht kontrovers. Schließlich geht es allein um Ihren Musikgeschmack.

Donvan, Clapton & Co.

Dass die in die Jahre gekommenen Interpretationen von Donovan und Eric Clapton dazugehören, wird kaum jemand bestreiten, selbst wenn deren Musik nicht zu seinen Favoriten gehört. Trifft das aber auch zu für David Dundas, Norman Greenbaum und Ricky Nelson? Über die Interpreten allein lässt es sich wohl nicht klären, was ein Oldie ist. Schließlich steckt in diesem Begriff eine Zeitangabe. Wie alt muss ein Musikstück sein, um als „Oldie" zu gelten? Wer in den 1980ern begann, „seine" Musik zu entdecken, für den waren die Songs der 1960er- und 1970er-Oldies - jene Musik, die im Rock 'n' Roll und Rhythm 'n' Blues wurzelte. Was Bob Dylan produzierte oder Eric Burdon war damals schon alt; es war so populär, wie es zum Teil auch heute noch ist.

Eine Definition: Oldies gehören heute in die 1960er und 1970er

Muss ein Musikstück also zehn oder zwanzig Jahre alt sein, um das Prädikat zu bekommen? Dann wären auch die Hits der 1980er und 1990er aus heutiger Sicht Oldies. Niemand aber würde auf die Idee kommen, Titel aus diesen beiden Jahrzehnten als solche zu bezeichnen. Aus der Musik der 1980er mit ihrer Vielseitigkeit ist längst ein eigenes Genre geworden. Um den Zeitraum eingrenzen zu können, um den es hier geht, soll eine Zeitspanne gelten von ungefähr 20 Jahren. In den 1960er- und 1970er-Jahren lassen sich die meisten Songs bestimmen, die von der großen Mehrheit als Oldies empfunden werden. Es war die Ära der Beatles, Stones und der Doors, die Zeit der Flowerpower und von Woodstock, wo auch Janis Joplin und Joe Cocker aufgetreten sind. Die E-Gitarre etablierte sich immer mehr und neue Stilrichtungen, zu denen Glam-Rock und Classic-Rock gehören, fanden ihren Weg.

Letztlich ist für Sie entscheidend, welches Ihre Favoriten sind, wenn es um „Ihre" Oldies geht. Vielleicht gehört einiges vom Mainstream dazu, vielleicht haben Sie auch Ihre ganz eigenen Vorlieben. Interpreten, von denen in erster Linie ein Titel im Ohr geblieben ist wie Roy Orbison oder Percy Sledge. Was auch immer zu Ihren bevorzugten Oldies zählt: Eine solide Auswahl auf verschiedenen Tonträgern wie CDs oder Vinyl erwartet Sie.

Oldies forever - handgemachte Musik wird konserviert und verbessert durch moderne Technologie

Die modernen Zeiten mit ihren technischen Möglichkeiten sollte man auch als Oldie-Fan nicht ausschließlich infrage stellen. Selbst wenn für Sie als Anhänger der Musik von damals vieles billig klingt, was die heutige Musikindustrie dem Markt zumutet, bietet moderne Technologie immerhin die Möglichkeit, die alten Stücke von damals haltbar zu machen und zu verbessern. So hat manch ein Fan von Pat Boone oder Dusty Springfield die Hits aus der alten Zeit im CD-Regal stehen, weil die Scheiben viel praktischer und robuster sind als das inzwischen selten gewordene Vinyl. Außerdem stehen von vielen Hits, die vor bis zu einem halben Jahrhundert von Cat Stevens und Cliff Richard geschrieben und gesungen wurden heute digital aufbereitete Neubearbeitungen zur Verfügung. An diesen Originalen wurde nichts verändert, außer dass man sie durch ein „digital-remastering"-Verfahren optimiert hat. Den alten Stücken wurde neue Qualität eingehaucht und die Songs von einst kommen klarer daher. Noch zeitgemäßer funktioniert der Musikgenuss mit elektronischen Formaten, die für die Autosoundanlage auf USB-Sticks mitgeführt werden können, oder die man sich direkt über einen MP3-Player anhören kann.

Digital remastered: evergreen und up to date

Gute Musik ist zeitlos. Der Begriff „Evergreen" trifft das sehr genau. Gute Qualität strebt danach, zeitlos zu sein. Durch Verbindung von guter Musik mit bester Qualität besteht heute die Möglichkeit, den Hits von damals in einer anderen Weise zuzuhören, als es zum Erscheinungstermin möglich war. Lauschen Sie einmal den Interpretationen eines Tom Jones, die kraftvoll aus den Boxen dringen oder den eingängigen Hits eines Van Morrison

Sampler von Einzelinterpreten und anderen halten die Erinnerungen an „One-Hit-Wonder" aufrecht

Einen beliebten Querschnitt bilden Sampler, die als CD und Doppel-CD einen bunten Mix verschiedener Künstler anbieten. Selten ist es einem Interpreten gelungen, über einen oder gar mehrere Longplayer hinweg gleichbleibend populäre Musik zu veröffentlichen. Viele der heute immer noch bekannten und viel gespielten Songs waren sogenannte „One-Hit-Wonder". Die Sänger und Sängerinnen tauchten für einen Erfolg auf am Zenit der Pop-Musik, waren eine Zeit lang in den Charts und verschwanden wieder, ohne dass mehr von ihnen zu hören war. Die Kollektion von mehreren dieser Phänomene in gut gemischten Zusammenstellungen ist deshalb eine bewährte Möglichkeit, um auf die Chartfavoriten aus vergangenen Jahrzehnten zurückzugreifen.

Oldies - der englische Ausdruck bezeichnet auch die deutschen „Klassiker" populärer Musik

Oldies sind nicht auf das beschränkt, was die englische Pop-Musik in den 1960ern und 1970ern auf den Markt brachte. Den deutschen Anteil an dem, was man durchaus als Teil der Jugendkultur von damals bezeichnen kann zu unterschlagen, würde das Bild verzerren. Außerdem wäre es ungerecht gegenüber den Künstlern, die hierzulande ein breites Publikum begeisterten. Die meisten werden sich an die Stimme von Conny Francis erinnern und an die Rock-'n'-Roll-Interpretationen von Peter Kraus. Ebenso wird Ted Herold in Erinnerung bleiben.

Bands, die neben den Einzelinterpreten die Musikwelt über die Ära der Oldies hinaus prägten

Manch einer erinnert sich möglicherweise eher an die vier „Pilzköpfe" oder die fünf „Rollenden Steine", wenn es um Oldies geht. Gerade der Einfluss dieser beiden Vorläufer heutiger Boygroups ist kaum hoch genug einzuschätzen. Während die Beatles frühzeitig ihr Zusammenspiel beendeten, sind die Rolling Stones bis heute unterwegs und feierten 2012 ihr 50-jähriges Bühnenjubiläum. Stil, Sound und Bühnenauftritte von The Who sind legendär geworden, weil zum Ende der Show gern einmal die komplette Bühnenausstattung dran glauben musste. Ebenso unvergessen sind die Doors mit ihrem früh verstorbenen Frontmann Jim Morrison, dessen Grab in Paris bis heute ein Wallfahrtsort alter und neuer Fans seiner Musik und seines Lebensstils ist. Sie alle haben Musikgeschichte geschrieben und dadurch Einfluss ausgeübt auf das Leben und die Entwicklung vieler Jugendlicher dieser Zeit. Die erhältlichen Platten und CDs dieser Bands, ebenso wie die der Einzelinterpreten, gehören zu einer kompletten Oldie-Sammlung dazu.

Was es an weiteren Facetten „alter" Musik neben den Oldies gibt

Weitere Genres und Stilrichtungen aus der Zeit der „Golden Oldies" werden angeboten, die nicht dem Mainstream oder der gutbürgerlichen Kost zuzuordnen sind. So hat zum Beispiel der Classic-Rock bis heute eine nicht nur konstante, sondern wachsende Fangemeinde, weil immer mehr junge Leute sich zu dieser Art handgemachter Musik hingezogen fühlen. Bekannte Vertreter, die teilweise heute noch auf der Bühne stehen, sind Uriah Heep und Nazareth, aber auch Thin Lizzy. Während es scheint, dass hier gerade Bands die Szene bestimmten, machte im Bereich des „Schock-Rock" Alice Cooper auf sich aufmerksam. Am anderen Ende des Spektrums leuchtete der Glam- oder Glitter-Rock mit seinen Interpretationen, die geprägt waren durch das Schaffen von Gary Glitter und die Musik einer Suzie Quatro. Zu den unvergessenen Einzelinterpreten von damals gehört auch Jimi Hendrix und sein Gitarrenspiel, das für viele Musikfreunde neue Impulse setzte.

Sie sind ein Phänomen und man darf mit Sicherheit behaupten, dass sie es bleiben werden. Die fünfzig zurückliegenden Jahre sind ein deutlicher Hinweis. Gerade auch jüngere Menschen, die erst zur Welt kamen, als diese Musiktitel bereits „in die Jahre" gekommen waren, finden Zugang zu ihnen: Ohrwürmer, Oldies, Evergreens - Sie wissen, was damit gemeint ist, wissen, dass es keine allgemeingültige Definition dafür gibt. Und dass auch keine nötig ist. Wichtig bleibt, was Sie im Ohr haben, wenn Sie die Begriffe hören. Die viel beschriebene Macht der Musik wirkt auch dadurch, dass Klänge, die Sie zu wichtigen Ereignissen oder in bedeutenden Lebensphasen gehört haben, unvergesslich irgendwo in Ihrem Gehirn gespeichert sind. Praktisch ist es natürlich immer wieder, Ihre Favoriten griffbereit zu haben, um sie per CD oder MP3-Player hören zu können. 

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