Öl-Blaubrenner oder Gelbbrenner ?

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Immer wieder wird die Frage gestellt, was der Unterschied zwischen einem Öl-Blaubrenner und einem Gelbbrenner ist. Ebenso die Frage nach der möglichen Energieeinsparung. Hier die Antwort:

Die altbekannten Ölbrenner sind die sogenannten Gelbbrenner, also ein Gebläsebrenner zur Verbrennung von leichtem Heizöl mit Ölbrennerdüse, geschlitzter Streuscheibe und Fotozelle.

Diese Gelbbrenner wurden vor einigen Jahren modifiziert, die Mischeinrichtung wurde optimiert. Diese Brenner wurden dann Low-NOx-Brenner genannt, steht also für "wenig NOx, wenig Stickoxide". Die Abgaswerte verbesserten sich, sodass Zulassungen nach BImSchV (Bundes-Immissionsschutzverordnung) erteilt wurden.

Eine Weiterentwicklung entstand, der Low-NOx-Blaubrenner. Also ein Brenner mit vorn am Flammrohr aufgesetztem Ring zur Nachverbrennung unverbrannter Öltröpfchen. Die Mischeinrichtung hatte noch immer eine Streuscheibe, aber die Abgase wurden schon so blau, dass sie nicht mehr von einer normalen Fotozelle erkannt wurden. Hier wurde erstmals ein IRD (Infrarotdetektor) erforderlich. Die Verbrennung lief heisser und schadstoffärmer ab, sodass weniger Ruß im Heizkessel produziert wurde. Da es sich hierbei um einen modifizierten Gelbbrenner handelt, sind die Anschaffungskosten nur geringfügig höher.

Alle vorgenannten Brenner haben in der Regel aufgrund der ähnlichen Verbrennungstechnik einen relativ großen Leistungsbereich, meistens ca. 14-50 kW mit ein und dem selben Gehäuse, Gebläse etc., und arbeiten daher häufig mit Ölbrennerdüsen verschiedener Hersteller. Es kann sowohl konventionelles als auch schwefelarmes Heizöl eingesetzt werden.

Heute werden überwiegend die sogenannten Rezirkulations-Blaubrenner eingesetzt. Diese haben ausser dem IRD auch ein Rezirkulationsrohr und eine optimierte Mischeinrichtung ohne geschlitzte Streuscheibe. Das Heizöl wird mittels einer Staudruckdüse am Brennerkopf vergast, gezündet und die heissen Abgase rezirkulieren teilweise, werden also an der Düse wieder dem neuen Brenngas beigemischt, um die Flammentemperatur weiter zu erhöhen. Die Flamme brennt gasförmig blau.

Durch diese Technik arbeiten diese Blaubrenner nahezu rußfrei. Da also der angeschlossene Heizkessel kaum noch verrußt, wird nahezu ganzjährig ein gleichbleibender Wirkungsgrad erhalten, die Abgasverluste erhöhen sich also bis zur Kesselreinigung kaum im Vergleich zum Betrieb mit Gelbbrennern. Dadurch können Blaubrenner bis zu 5 % Energie sparen, der Wirkungsgrad selbst wird jedoch ausschließlich durch den Kessel bestimmt. Hier kann bis zu 40 % Energie durch eine Kesselerneuerung mit moderner Öl- oder Gas- Brennwerttechnik gespart werden, bei nicht zu alten Kesseln bis zu 20 % durch Nachrüstung eines nachgeschalteten Abgaswärmetauschers mit Gasbrenner oder Öl-Blaubrenner.

Die Blaubrennertechnik erfordert auf die jeweilige Leistung optimierte Einstellungen der Staudruckdüse, des Gebläses und oft auch Ölbrennerdüsen eines bestimmten Herstellers. Darum haben Blaubrenner meistens kleinere Leistungsbereiche, z.B. 14-23 kW, 16-30 kW o.ä.. Die Anschaffungskosten sind höher als bei Gelbbrennern.

Ölbrenner finden Sie hier

Die Geräuschentwicklung im Abgasweg durch die Abgas-Rezirkulation bei Blaubrennern ist bei den meisten heutigen, modernen Brennerkonstruktionen kaum grösser als bei Gelbbrennern. Die Rezirkulationsrohre werden thermisch stark belastet, einige Hersteller lassen schwefelarmes Heizöl nur mit keramischen Flammrohren zu.

Heute können Blaubrenner nahezu universell auch an alten Kesseln nachgerüstet werden. Bei Kesseln mit hinten geschlossenem Brennkammereinsatz sollte die Nachrüstung zuvor mit dem Hersteller abgestimmt werden, da es sonst zu Überhitzung des Brenners kommen kann.

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